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Fenrirs blog

Stell dir vor, es ist Bürgerentscheid und keiner geht hin

So geschehen neulich in Heidelberg.

Eine ganze Reihe städtischer Wohnungen in einem als "sozialer Brennpunkt" geltenden Viertel sollte an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft werden. Unabhängig davon, ob die Wohnungen nun zu Tode saniert und abgerissen oder nur kräftig gepimpt werden sollten - Fakt ist, der billige Wohnraum wäre über kurz oder lang einer saftigen, für einkommensschwache Menschen nicht mehr zu finanzierenden Miete gewichen.

Es war kein Wunder, dass hierüber kräftiger Unmut entstand. Heidelberg sieht sich immer noch gerne als weltoffen, multikulti, intellektuell und politisch aktiv. So gesehen war es ebenfalls kein Wunder, dass der Ruf nach einem Bürgerentscheid laut wurde, der über das Schicksal der Wohnungen entscheiden sollte. Irgendwie auch kein Wunder war, dass die schwer um Stimmen kämpfende politische Führungsebene in Heidelberg letztlich nicht einmal ungern diese thematisch brisante Entscheidung in die Händer der Bürger zurückgab, die sich ja augenscheinlich darum rissen, ihr politisches Mitbestimmungsrecht wahr zu nehmen.

Aber, wie so oft griff auch hier der Grundsatz, dass Hunde, die bellen, selten beißen. Vielleicht war das Wetter zu schön am Wahlsonntag, vieleicht gabs irgendwo Freibier, vielleicht lag ein Großteil der Heidelberger Bevölkerung mit grimmem Bauchweh zu Bett - es wurde jedenfalls nichts mit dem Bürgerentscheid. Gerade einmal 22,4 % der wahlberechtigten Bürger fanden den Weg ins Wahllokal. Nötig gewesen wären 25 %... Die Entscheidungsbefugnis geht somit wieder an den Stadtrat zurück.

Was für Lehren hieraus zu ziehen sind, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die, dass das Instrument des Bürgerentscheids nicht grundsätzlich seine Berechtigung habe. Auch nicht unbedingt die, dass die Deutschen zu blöd für die Demokratie seien. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten eigentlich ganz gerne regiert werden - egal von wem, solange sie dagegen meckern dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. So hat vielleicht tatsächlich jedes Volk die Regierung, die es verdient...

 

(zum Nachlesen: http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1178987_pcontent_l1/content.html )

 

 

Fünf einfache Tipps, jede Beziehung zu ruinieren

Für SIE: Überfallen Sie ihn gleich bei seiner Heimkehr mit einem Bericht darüber, was sich seine Mutter / die Kinder / die Kassiererin wieder geleistet haben. Bittet er zunächst um eine Verschnaufpause, verfallen Sie in beleidigtes Schweigen, weil er "ja sowieso nie Zeit" für Sie hat.
Für IHN: Begrüßen Sie bei der Heimkehr ausgiebig den Hund, küssen Sie ihre Frau abwesend auf den Mundwinkel, heben Sie dann demonstrativ einen herumliegenden Hausschuh auf und fragen vorwurfsvoll:"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Für SIE: Fragen Sie ihn möglichst häufig, was er gerade denkt und ob er Sie noch liebt. Ziehen Sie die Wahrhaftigkeit seiner Antwort anschließend grundsätzlich in Zweifel. Gut sind auch Fragen wie:"Bin ich dir auch wirklich nicht zu dick?" oder "War es mit deiner Ex besser?".
Für IHN: Antworten Sie möglichst einsilbig auf alle Fragen Ihren Tagesablauf betreffend. Lässt sich ein vollständiger Satz nicht vermeiden, verwenden Sie nur:"Davon verstehst du sowieso nichts." Sollte Ihre Frau ihre Bemühungen ein Gespräch in Gang zu bringen, nicht aufgeben, stellen Sie den Fernseher lauter.

Für SIE: Nehmen Sie hemmungslos zu. Versteigern Sie Ihre Dessous meistbietend bei e-bay und schaffen Sie sich vom Erlös ein paar praktische Garnituren aus kochfester Baumwolle an. Außerdem eine sogenannte Karottenjeans und formlose T-Shirts. Spätestens zum dreißigsten Geburtstag trennen Sie sich von Ihrer Wallemähne zu Gunsten einer halblangen Einheitsdauerwelle in Straßenköterblond mit Strähnchen.
Für IHN: Pflegen Sie Ihren Bauch. Sie haben ihn schließlich bezahlt. Weisen Sie Ihre Frau darauf hin, dass sie auch nicht gerade aussieht wie Miss Germany. Tragen Sie Feinripp-Unterhemden und braune Cordjeans. Ihrem Rasierer gönnen Sie ausgiebige Pausen. Denken Sie daran, dass zu häufiger Einsatz von Duschgel und Deo die Haut schädigt.

Für SIE: Zupfen Sie in der Öffentlichkeit ständig an Frisur und Kleidung Ihres Mannes herum. Nennen Sie ihn in Gegenwart anderer "Hasilein" und "Schnuckelchen". Erinnern Sie ihn bei Einladungen fürsorglich daran, dass er von Schafskäse Blähungen bekommt. Und vor allem: Nehmen Sie ihm vor den Augen der Kollegen den zweiten Drink aus der Hand, weil "Karl-Heinz nicht soviel verträgt."
Für IHN: Nutzen Sie die Fehler und Schwächen Ihrer Frau, um darüber vor Ihren Gästen Witzchen zu machen. Rollen Sie bei Gesprächsbeiträgen Ihrer Frau demonstrativ mit den Augen und lächeln Sie gequält. Fragen Sie ihren Chef, ob sie im Büro auch so viel Unsinn redet. Loben Sie das Outfit ihrer Lieblingsfeindin und fordern Sie Ihre Frau auf, sich daran mal ein Beispiel zu nehmen. Scheuen Sie sich nicht, die Arbeit Ihrer Frau ins Lächerliche zu ziehen, um selber besser dazustehen.

Für SIE: Weisen Sie jeden Versuch Ihres Mannes, zärtlich zu werden, kategorisch ab. Erinnern Sie ihn daran, dass die Kinder noch wach sind / die Wäsche noch nicht aufgehängt / die Lohnsteuer noch nicht gemacht wurde. Bezichtigen Sie ihn des Wüstlingtums oder der Notgeilheit. Geht es gar nicht anders, lassen Sie ihn mit den Worten: "Also schön, damit du Ruhe gibst" machen.
Für IHN: Gehen Sie auf Einwände Ihrer Frau bezüglich der Art, des Orts oder der Zeit des Zusammenseins großzügig hinweg. Wozu sind Sie schließlich verheiratet? Drehen Sie sich nach vollbrachtem Werk möglichst schnell herum und schlafen Sie, um einem Gespräch zu entgehen. Sollte sich ihre Frau beklagen, zu kurz gekommen zu sein, bezichtigen Sie sie der Frigidität. Alle ihre Vorgängerinnen waren schließlich zufrieden. Sollten Sie selbst zu kurz gekommen sein, geben Sie ihr ruhig die Schuld. So, wie sie aussieht...

Bei konsequenter Beherzigung dieser Verhaltensregeln dürfte einem baldigen Scheitern der Beziehung nichts mehr im Wege stehen!

Mittelaltermarkt Lichtenburg 2008

In der Kleinserie "Eingerahmte Aussichten von Mittelaltermärkten", heute der Ausblick von einem Wachturm auf der Lichtenburg, wo an diesem Wochenende ein mittelprächtiger Markt stattfand, der als pro einige interessante Händler und nette Menschen im Lager, sowie die tolle Umgebung für sich verbuchen konnte. Negativ war leider der geringe Besuch, vermutlich wegen mangelnder Werbung und viele Tinnef-Händler.

 

Verpackungsdesign oder Nichtsign

Verpackungen müssen sein. Das ist eine einfache Wahrheit, darüber muss man nicht erst nachdenken, wenn man versucht, eine Portion Hering in Tomatensoße in der hohlen Hand zu transportieren. Daraus aber zu schlussfolgern, über Verpackungen müsse man gar nicht nachdenken, ist krank. Vorzugsweise an sich kreative, jüngere Menschen, die u. a. ein paar Vorlesungen in Psychologie besucht haben, werden von dieser Krankheit befallen. Sie nennen sich Verpackungsdesigner und leiten für sich daraus das Recht ab, andere Menschen zu quälen, zu lügen und zu betrügen.

Das fängt schon an bei den Bildern auf Verpackungen, - bleiben wir bei der eingangs erwähnten Portion Hering in Tomate - die einen Inhalt suggerieren, der so nicht gegeben ist. Deshalb steht auf den Verpackungen mit Essbarem in Frankreich auch wahrheitsgemäß "Suggestion" - bei uns heißt das "Serviervorschlag" und ignoriert völlig, dass der Inhalt im Leben nicht in der suggerierten Serviervorschlagsform aus der Dose zu kriegen ist. Vergleichsweise harmlos ist auch der Aufdruck auf Hundefutter, der "Besonders leckere Brocken" bewirbt. Man fragt sich zwar gelegentlich, wie ein Mensch befinden kann, was für einen Hund lecker ist, aber nun ja...

Auch relativ ehrlich die Aussage: "Wir haben die Verpackung für Sie verbessert". Das bedeutet zwar meist, dass ich im besten Fall gar keine Verbesserung wahrnehme (im schlechtesten laufe ich blind am Gesuchten vorbei, weil ich die "verbesserte Verpackung" nicht als mein Produkt erkenne.) Aber wenigstens hat man sich die Mühe gemacht zu erklären, warum das Produkt 10 Cent mehr kostet als vorher, obwohl weniger drin ist.

Erheblich impertinenter ist da die fast schon als Warnung zu verstehende Aussage: "NEU! Jetzt noch leichter zu öffnen!" Im Ernst, wann wäre die Verpackung jemals leicht zu öffnen gewesen? Und wenn ich Pech habe, behält die Aufschrift Recht und die Verpackung ist derart leicht zu öffnen, dass bei dem in diesem Fall völlig überdimensionierten Kraftaufwand meinerseits mir der halbe Inhalt zur Begrüßung ins Gesicht springt!

Der Gipfel der Demütigung aber besteht in einer netten Anmerkung auf Waschmittelkonzentrat-Nachfüllpackungen und lautet sinngemäß etwa so:

Liebe Kundin, du weißt ja, dass diese netten kleinen Dosierlöffelchen aus Plastik gemacht werden und Plastik aus Erdöl. Und weil Erdöl nun so schweineteuer ist und wir alle sparen und das Ozonloch flicken müssen, liegt nun nicht mehr jeder Packung Waschpulver so ein kleines nettes Dosierlöffelchen bei. Am Besten, du benutzt dein altes weiter. - Das hast du nicht mehr!? Sch...ade. Nun ja. Seis drum. Wir sagten ja nicht, dass es überhaupt keine kleinen Löffelchen mehr gibt. Vielleicht ist ja gerade in Deiner Packung, liebe Kundin, so ein nettes kleines Löffelchen? Das wäre dann natürlich ganz unten im Pulver, gell? Soviel können wir schon verraten. Es ist uns nämlich eigentlich streng verboten, den kleinsten Hinweis zu geben, in welchen Packungen nun so ein kleines Löffelchen ist und in welchen nicht. Sicher aber hast du deinen Spaß daran, mit deinen zarten Fingern im Waschpulver rumzuwühlen. Hat doch was von Schatzsuche und kribbelt so schön an der Nagelhaut. Ein kleines bisschen Pulver, so für zwei bis fünf Waschladungen, wird natürlich den Badezmmerboden versauen, aber wir haben ja extra 12,5 % mehr Inhalt reingetan. Und was sind schon verätzte Nagelhäute und ein versauter Badezimmerboden gegen ein kleines bisschen Schatzsucher-Feeling und ein geflicktes Ozonloch?

Ach, flickt euch doch, ihr Ozonlöcher.

Vollmacht - Formular für Kinderreisebegleitung

Ich bin zweifellos kein Jurist, aber da anscheinend viele das Problem haben, dass sie ihre Kinder mit Personen in Urlaub schicken wollen, die nicht erziehungsberechtigt sind (Onkel, Tante, Großeltern usw.) habe ich aus den zu findenden Informationen mal ein Formular erstellt welches die entsprechende Vollmacht erteilt.

Man sollte das ganze auf dem Amt beglaubigen lassen (kostet ca. 2 - 3 Euro) danach ist eigentlich alles geregelt. Das hier im OpenDocument (LibreOffice, OpenOffice) .odt oder im Word .doc Format angebotene Formular wurde in dieser Form von den Beamten gelobt, weshalb ich erwarte, dass es auch anderen dienlich sein könnte.

vollmacht.odt (12,76 kb) (Open Office Version)

vollmacht.doc (12,50 kb) (Word Version)

Wem es geholfen hat, der kann ja einen kurzen Kommentar hinterlassen, auch bezüglich eventueller Änderungswünsche.

Nachtrag 27.04.2012: Mal ein herzliches Danke an alle, die sich die Mühe machen mir nen kurzen Gruß zu hinterlassen. Diese Seite scheint bei google relativ hoch im Kurs zu stehen, wie ich an der Seitenstatistik sehen kann. Obwohl dieser Beitrag nun schon seit Jahren online ist freue ich mich immer noch über jeden zusätzlichen Kommentar. Smile

Kommentieren kann jeder ohne Anmeldung, allerdings schalte ich die Kommentare manuell frei um Spammern vorzubeugen.

Bohnen mit Speck nach Western Art

Was soll ich sagen: Ich stehe auf die Bud Spencer/Terence Hill Filme. Und auch in der tausendsten Wiederholung kann ich mich immer noch über Vier Fäuste für ein Halleluja kaputtlachen.
Ich bin halt leicht zu erheitern.
Aber diese Szene zu Anfang wo den Banditen die Bohnen geklaut werden hat mich experimentieren lassen.
Also nahm ich meinen kleinen Grill und eine große Eisenpfanne und probierte Bohnen mit Speck auf offener Flamme aus.
Ich goß etwas Olivenöl in die Pfanne und stellte diese auf den Grill.
Dann kippte ich reichlich Speckwürfel in die noch kalte Pfanne und wartete bis ich langsam was brutzeln hörte.
Ich rührte fleißig, um den Speck auszulassen und langsam zu rösten.
Kurz bevor ich die gewünschte Krossheit erreicht hatte fügte ich grob gewürfelte Zwiebeln und Knoblauchscheiben hinzu, die ich leicht anschwitzte.
Dann fügte ich Kidneybohnen und große, weiße Bohnen hinzu.
Letztere schwammen bereits in einer Tomatensoße wodurch ausreichend Flüssigkeit hinzukam.
Was dann während des nun folgenden Köchelns verschwand wurde immer wieder mit Weizenbier aufgefüllt, welches ich zufällig grad zur Hand hatte.
Nach Gefühl / Geschmack ergänzte ich Salz/Pfeffer/Chili und wartete ansonsten einfach nur ab bis ich den Eindruck hatte, dass die Stärke aus den Bohnen die zugefügte Flüssigkeit ordentlich angedickt hatte.
Wichtig erscheint mir den Biernachschub während des Wartens sicherzustellen.
Zum Schluss sah das Ganze so aus:

 



Dazu empfehle ich kühles Bier.

PS: Das ganze war wirklich sehr lecker, es sättigt aber auch ziemlich.

Wem hilfts?

Wenn man dieser Tage so durch sein Internet blättert wird man von allerlei Meldungen aus Myanmar erschlagen, die auf das Elend der Bevölkerung nach dem Zyklon Nargis aufmerksam machen.

Man erfährt, dass die Militärführung des Landes zwar Hilfsgüter aber keine Helfer ins Land lassen will und, dass entlegene Gebiete praktisch immer noch keine Versorgung erhalten haben. Darüber hinaus gibt es allerlei Berichte wonach verdorbene Lebensmittel verteilt worden seien und ausländische Hilfslieferungen als Spenden hochrangiger Generäle ausgegeben würden. Es ist die Rede von Seuchen und verwesenden Tier- und Menschenkadavern, von Tod und Elend - kurzum: So schlimm wie es nur kommen kann.

Natürlich ist verständlich, dass man den Betroffenen helfen möchte und so haben auch viele Staaten und internationale Verbände ihre Unterstützung angeboten, sehen sich aber nun mit der Sturheit der burmesischen Militärs konfontiert, die selbst nicht unmittelbar zu leiden haben und im wesentlichen das tun was sie seit ihrer Machtergreifung getan haben: An sich selber denken und ihre Macht erhalten und ausbauen. Folglich geschieht mit Hilfslieferungen das was man schon erwarten konnte: Alles was nützlich erscheint wird abgegriffen und landet nur zum kleinsten Teil bei denen die es bitter nötig hätten.

Die Folge: Die Machtposition der Junta wird gestärkt und die Notlage der Bevölkerung nicht gelindert. Ich bin ja ein großer Freund der Ironie und ihres fiesen Verwandten dem Zynismus, aber dass man mit Hilfslieferungen die Situation bedürftiger Menschen noch weiter steigert ist an Perversion nur schwer zu überbieten.

Ich muss gestehen, ich weiß selber nicht wie man hier sinnvoll vorgehen kann, aber den Diebstahl und Misbrauch der Hilfsgüter zuzulassen, damit ein Bruchteil sein eigentliches Ziel erreicht halte ich für falsch. Ob die diversen Helfer in der Region wohl langsam Mehr daran denken jemanden zu ermorden als jemandem zu helfen? Verstehen könnte ich's, was an sich schon seltsam genug ist.

Positive Auswirkungen der Bildungskrise

  Ich kann nicht zeichnen - ergo: CAD

 

Ich habe mal mein Internet beiseite gelgt und mir Gedanken darüber gemacht wie man von der Krise in der Bildung profitieren kann.

Da oben ist das Ergebnis dieser Arbeit zu sehen: Das Bildungskraftwerk.

Ich hoffe jeder kann mit der schematischen Darstellung was anfangen.

Seltsam aus was man Energie beziehen kann...