Schöpfungstheorie 28 - Avatare

Die Welt ist ein ausgefallenes Online-Spiel, das von hyperintelligenten Wesen geschaffen wurde. Alle Menschen die darin herumlaufen sind die Avatare der Spieler, die für die Teilnahme am Spiel ein ziemliches Sümmchen zahlen müssen.

Es finden sich denn auch in dieser Welt die typischen Charaktere wieder, die man aus MMORPGs kennt: Die Handwerker, die Kämpfer, die Gauner und die Goldfarmer, sowie viele andere mehr. Alles um uns herum ist nur Deko und von den Wesen erschaffen worden um dem Spiel einen lebendigeren Touch zu geben. Dennoch ist nicht alles fertig geworden: So sehen zum Beispiel Männer in der Regel immer noch nur 16 Farben, während Frauen ungleich mehr davon erkennen können.

Auch wurde leider das Problem mit der allzu leicht zerstörbaren Umwelt noch nicht gepatched. Möglicherweise wird dies bei einem der nächsten Upgrades nachgereicht, aber anscheinend wird diesem Bug keine sonderlich große Bedeutung beigemessen.

Dies erklärt warum manche Menschen plötzlich so geistlos erscheinen (wenn ihr Spieler offline gegangen ist) und warum andere sich so schwer zurechtfinden (unerfahrener Spieler). Es erklärt auch warum manche Menschen einen spielerischen Umgang mit der Welt finden und andere nur wie verzogene Kinder handeln.

Auch diese Theorie steht für eine wissenschaftliche Debatte zur Verfügung

Schöpfungstheorie 27 - Tastatur

Das Universum und die in ihm enthaltenen Galaxien sind nur der Zwischenraum in einer Tastatur. Die Tastatur stand am PC eines nicht sonderlich reinlichen Computerspielers, der sich allerdings mittlerweile eine Neue beschafft und diese hier auf die Seite gelegt hat.

Es ist unser großes Glück, dass er sowohl zu faul war einfach den Tastenzwischenraum auszusaugen, als auch dass er augenscheinlich nicht über das Rezept für die berühmte Tastatursuppe verfügte. Das Ende des Universums droht somit nur von einer möglichen Freundin des Zockers, aber wir wissen ja alle wie unwahrscheinlich das ist, oder falls bei der Untersuchung, nach dem bekanntlich zwangsweise stattfindenden Amoklauf des Gamers, das Labor bei der DNA-Analyse alles kaputtmacht.

Bis dahin kann aber das Leben in unserem Universum weiter gedeihen und wenn sich unsere Raumfahrt schnell genug entwickelt können wir diese Tastatur verlassen und das Leben in einer anderen zur Hölle machen.

Diese Theorie erklärt unseren Hang zu Computern und zeigt anschaulich auf wie aus etwas weggeworfenem und vergessenem, etwas interessantes und wertvolles werden kann. Es erklärt auch warum Menschen so oft in den Krümeln suchen.

Auch diese Thorie steht für eine wissenschaftliche Debatte zur Verfügung.

Schöpfungstheorie 26 - Paradiesapfel

Als Gott das Paradies erschaffen hatte, bevölkerte er es mit Wesen aller Art. Sein schönstes Werk, sozusagen die Krone der Schöpfung aber war ein Menschenpaar, Adam und Eva. Diese beiden waren nach Gottes Ebenbild geschaffen und trugen das Göttliche in sich. Und was immer sie berührten, war inspiriert und beseelt. Weil das Menschenpaar so perfekt war, schenkte Gott ihnen das Paradies ohne jede Bedingung.

 Eines Tages entdeckte Eva an einem Baum eine schöne rote Frucht. Sie pflückte sie und kostete ganz vorsichtig an einer Seite. Die Frucht war köstlich. Sie trug sie zu ihrem Gefährten und ließ ihn ebenfalls abbeißen - von der anderen Seite. Der Genuss der Frucht hatte eine ungewöhnliche Wirkung: Adam und Eva schauten sich tief in die Augen und erkannten im anderen jeweils das eigene Selbst. Und sie fühlten sich buchstäblich so voneinander angezogen, dass sie in einer immerwährenden Umarmung miteinander verschmolzen.

Der Paradiesapfel entglitt ihren Händen und rollte über die Grenzen des Paradieses hinaus in die Unendlichkeit des Universums. Nicht mehr direkt mit dem Göttlichen verbunden, war der Apfel nun der Zersetzung und dem Verfall preisgegeben. Weil aber Adams und Evas Lippen den Apfel berührt hatten, verdarb er nicht vollständig, sondern entwickelte einen äußerst lebendigen Schimmelüberzug, der die unterschiedlichsten Erscheinungsformen annahm und nach einiger Zeit von sich aus immer neue Lebensformen hervorbrachte. Einige dieser Lebensformen entwickelten ein höheres Bewusstsein und erinnerten sich kollektiv und vage an ihren Ursprung, den sie in zahlreichen Varianten kolportierten.

Dies erklärt

- warum die Erde vom Weltall betrachtet weiß, blau und grün erscheint: Dies ist der Schimmelüberzug des Lebens

- warum die Erde an den Polen abgeflacht ist: Hier bissen Adam und Eva ab

- warum es so viele unterschiedliche Schöpfungstheorien gibt

- warum der Mensch sich als etwas Besonderes ansieht

- warum der Mensch so gern knutscht

Schöpfungstheorie 25 - Sockenhölle

Unsere Welt ist in Wirklichkeit die Hölle. Und zwar konkret die Hölle der Socken und BH-Bügel.

Irgendwo existiert eine Welt in der Wesen ganz normale Leben führen: Sie essen, schlafen, arbeiten und so weiter. Wenn sie jedoch nicht sehr nett waren, dann kommen sie nach ihrem Ableben zur Strafe in die Hölle, also zu uns, wo sie sich dann als Socken (männliche wesen) und BH-Bügel (weibliche Wesen) manifestieren. Hier werden sie dann mit Füßen getreten, verbogen, müssen im Schweiß leben bis sie dereinst hinreichend für ihre Missetaten gebüßt haben.

Manche müssen mehr büßen als andere, einzelne können sogar nur durch ihre Auflösung Erlösung erlangen. Dennoch ist es den Meisten vorbestimmt nach gewisser Zeit durch eine Pforte, die sich im Inneren unserer Waschmaschinen befindet, aus der Hölle herauszukommen, um den Zutritt zu ihrem Paradies zu finden.

Wer nicht weiß, welcher Vorgang durch diese Theorie erklärt wird, der ist hier vermutlich fehl am Platz.

Auch diese Theorie darf wieder ausdiskutiert werden.

Schöpfungstheorie 24 - Zweierlei

Das Universum ist aus einer Dualität heraus entstanden. Es besteht aus Greifbarem und Unfassbarem, das in unterschiedlichen Konzentrationsverhältnissen alles Vorstellbare und auch alles Unvorstellbare bildet.

Durch den Urknall wurden die beiden Zustände durcheinandergewirbelt, verteilt und vermischt. Und trotzdem sie unterschiedlicher nicht sein könnten, gelang es ihnen sich zu verbinden. Sie formten unendliche Variationen neuer Einheiten, manche häufig, manche selten, aus denen sich unser heutiges Universum zusammensetzt. Diese Verbindungen ihrerseits suchten immer wieder nach Möglichkeiten sich wiederum untereinander zu verbinden und mehr aus sich zu machen als die Summe ihrer Einzelteile.

Das Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos wird bestimmt durch die geordneten ursprünglichen Zustände auf der einen Seite und das ständig wachsende Eigenleben sowie den Wunsch nach Vereinigung auf der anderen Seite. Auch Ordnung und Chaos selber sind durch ein bestimmtes Maß der beiden Grundzustände gebildet.

Diese Theorie erklärt unser eigenes Streben nach Vereinigung und warum dennoch alles durcheinandergewirbelt scheint und manches nicht immer so passen mag wie man gerne möchte.

Auch diese theorie steht für eine wissenschaftliche Debatte zur Verfügung.

Schöpfungsgeschichte 23 - Mikroorganismen

Das Universum wurde und wird kontinuierlich von Mikroorganismen erschaffen. Die ersten dieser Organismen fanden das Nichts vor und somit ernährten sie sich von diesem. Als Ausscheidungsprodukt ihres Stoffwechsels hinterließen sie Zeit.

Diese Zeit wiederum diente anderen Organismen als Nahrung, die Zeit brauchten um sich entwickeln zu können. Ihr Verdauungssystem wiederum hinterließ als Abfallprodukt Raum. Da aber die nichtsfressenden Mikroorganismen weiterhin existierten und mehr Zeit produzierten als die zeitfressenden verarbeiten konnten blieben sowohl Raum als auch Zeit zurück. Diese Rückstände dienten ihrerseits anderen Spezies als Existenzgrundlage, die diese in Materie umwandelten, aber auch in physikalische Gesetze, Licht und Energie. An manchen Stellen jedoch haben die Organismen zu viel gefressen und haben Löcher hinterlassen ind denen entweder Raum oder Zeit fehlen. Unsere Wissenschaftler bezeichnen diese als Wurmlöcher, obwohl gar nicht bekannt ist ob die entsprechenden Wesen wurmförmig sind/waren.

Weitere Organismen wandelten diese Stoffe in Leben um und entwickeln sich bis heute weiter.

Diese Theorie erklärt warum sich das Universum weiter ausdehnt. Sie erklärt auch warum auch heute noch so vieles die Zeit aufzufressen scheint und warum das Universum in ständiger Wandlung begriffen ist.

Diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungsgeschichte 22 - Kuchen

Das bekannte Universum ist ein gigantischer Kuchen, der sich gerade im Zustand des Gebackenwerdens befindet. Wir kennen weder den Bäcker noch das genaue Rezept. Dies macht es uns unmöglich, trotz annähernd exakter Kenntnisse über Zutaten und physikalische Vorgänge im Ofen Aussagen zu treffen über das zu erwartende Ergebnis. Ebenso können wir mangels Rezept aus den bekannten Zutaten nichts erschaffen, was einem vergleichbaren Kuchen auch nur annähernd gleichkommt.

Diese Theorie erklärt zum einen unsere angeborene Vorliebe für Süßes, aber auch, warum manche Leute anscheinend nie etwas gebacken kriegen.

Zum anderen kann hieraus abgeleitet werden, warum das Universum zu Anbeginn der Zeit anders aussah als es dies jetzt tut und dass es zwangsläufig künftig anders aussehen wird als derzeit - auch ein Kuchen sieht im Rohzustand anders aus als im Zustand des Gebackenwerdens oder als fertiges Produkt.

Schöpfungstheorie 21 - fahrlässige Schöpfung

Das Universum ist Nebenprodukt eines fehlgeschlagenen Experiments. Ein Wissenschaftler hatte ohne gültige Lizenz mit Rohuniversumsmaterial herumhantiert, als plötzlich der Inhalt zweier Gefäße unbeabsichtigt in Kontakt kam und eine Explosion auslöste (vielen als Urknall geläufig), die das Haus des Wissenschaftlers an einen neue Anschrift versetzte und ein völlig ungewolltes Universum erzeugte.

Seither verbüst der Erzeuger des Universums eine lange Haftstrafe wegen fahrlässiger Schöpfung mit Lebensfolge und wird erst in einiger Zeit wieder auf freien Fuß kommen (je nach Führung in 1 bis 2 Milliarden Jahren), ob er sich dann allerdings um seinen Nachwuchs kümmern wird steht in den Sternen. Da leider noch niemand in der Lage war ins Innere eines dieser Sterne zu kommen, konnte die Antwort auch noch nicht abgelesen werden.Vermutlich wird er aber ohnehin nicht mehr bei bester geistiger Gesundheit sein wenn er rauskommt, da eine seiner Haftauflagen darin bestand sich nur mit dem schlimmsten, intellektuell minderwertigsten Abfall des Universums abzugeben um seine Forscherambitionen in den Griff zu kriegen. Aus diesem Grund wird er derzeit gezwungen ununterbrochen Castingshows und Telenovelas anzusehen, weshalb bezweifelt werden darf, dass er bei seiner Entlassung einen guten Universumsvater abgeben wird.

Diese Theorie erklärt warum wir im Universum so alleingelassen sind. Außerdem erklärt sie warum es immer noch Fernsehprogramme zur Verblödung gibt.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 20 - Clownsnase

Das Universum ist das Innenleben einer Clownsnase. Der Clown heißt Bozo und ist vielen als Smiley bekannt.

Leider hat er nicht immer einen guten Tag und wenn er krank wird, dann tropft ein bischen Rotz in die Nase. Hieraus sind unsere Galaxien. Wir selber sind die Nachfahren der Krankheitskeime, die einst für das Ausschniefen unseres Universums gesorgt haben. Somit haben auch wir indirekt einen Anteil an der Existenz unseres Universums. Da Bozo aber ein lieber Clown ist, der gerne die lachenden Kinderaugen sieht und somit seine lustige Nase eigentlich nie absetzt ist unsere Existenz weiterhin gesichert.

Diese Theorie erklärt warum das Universum einem manchmal komisch vorkommt, und man manchmal lachen muss ohne dass ein besonderer Grund dafür vorliegt. Es erklärt auch warum manche Menschen einfach rotzfrech sind.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 19 - Schwerkraft

Das Universum besteht aus Schwerkraft. Von der Schwerkraft leiten sich die Zustände Energie und Materie in ihren jeweils vielfältigen Darreichungsformen ab. Anders als von vielen geglaubt ist aber nicht die Energie die Kernform allen Seins sondern eben die Schwerkraft.

Wenn sich die Schwerkraft "zersetzt", dann zerfällt sie hauptsächlich in Energie, wenn sie sich zusammenballt, dann wird Materie daraus, die dann ihrerseits weiter Schwerkraft an sich zieht und somit sich selbst zu mehren sucht. Schwerkraft hat jedoch immer eine Richtung, die primär von der höchsten Konzentration selbiger bestimmt wird. Im Universum jedoch, im scheinbar leeren Raum ist sie im Fluss, sie strömt in viele Richtungen, oft gleichzeitig, bis sie in die eine oder andere Form umgewandelt wird.

Diese seltsame Erscheinungsform, die gleichzeitig so einfach und dennoch so kompliziert ist, macht der Gravitation selbst schwer zu schaffen, daher hat sie mit dem Leben eine eigene Form gewählt, die sowohl Materie als auch Energie vereint und die Möglichkeit bietet sich selbst zu erforschen.

Diese Theorie erklärt die Schwerkraft. Sie erklärt außerdem warum uns manches selbst dann so furchtbar schwer fällt wenn wir eigentlich voller Energie sind.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.