Islands einzige Ziegenfarm vor dem Aus!

Auf dem Hof von Jóhanna B. Þorvaldsdóttir leben rund 400 Island-Ziegen, eine Rasse, die es nur auf Island gibt. Sie sind sehr urtümlich und durften deshalb sogar in "Games of Thrones" "mitspielen". Nun steht der kleine Hof vor dem Aus, Eigentlich ist Island laut eigener Verfassung dazu verpflichtet, seine Fauna vor dem Aussterben zu bewahren, weshalb die Haltung seltener Tierarten auch subventioniert wird. Allerdings wurden die Subventionen stark gekürzt, so dass es nun vorne und hinten nicht mehr reicht. Helfen könnte Jóhanna der Verkauf ihres berühmten Ziegenkäses, den sie bisher nur in Kleinstmengen herstellen kann, der ihr aber buchstäblich aus den Händen gerissen wird. Könnte sie im großen Stil die Milch ihrer Ziegen verarbeiten, wäre der Erhalt des Hofes aus eigener Kraft und damit auch der Fortbestand der Island-Ziege als Rasse für die Zukunft gesichert. Dazu müsste aber eine Pasteurisierungsanlage her, denn der Verkauf von Rohmilchkäse ist in Island verboten. Mit 90.000 US-Dollar könnte sie jedoch beginnen, die Produkteihres Ziegenhofs (Wolle, Käse, Seife und manches mehr) zu vermarkten. Sollte das Geld bis Mitte September 2014 allerdings nicht aufgetrieben werden können, werden alle 400 Ziegen geschlachtet, was die Rasse der Island-Ziegen zum Aussterben verurteilt...

Deshalb wurde unter https://www.indiegogo.com/projects/save-the-icelandic-goat-from-extinction eine Crowdfunding-Seite eingerichtet.

Weitere Infos gibt es auch unter http://icelandreview.com/de/news/2014/07/30/einzige-ziegenfarm-islands-soll-unter-den-hammer

 

Bitte helfen Sie alle mit, den Hof der idealistischen Frau zu erhalten, das Leben von 400 Ziegen zu retten und eine der urtümlichsten Ziegenrassen Europas langfristig zu erhalten!

 

Armut - Alles eine Frage der (un)gerechten Verteilung?

Allein in der EU werden jährlich Lebensmittel in einer Menge weggeworfen, die reichen würde, alle Hungernden dieser Welt zwei Mal zu ernähren!

Warum also dann der Hunger in der Welt? Noch nie waren die logistischen und Kühlmöglichkeiten so gut wie heutzutage. Wieso also schaffen wir es nicht, alle Menschen dieser Welt mit Nahrung, Kleidung (auch die wird ja reichlich weggeworfen) und anderen Gütern zu versorgen?

 

Ich möchte lieber fragen:
Ist es überhaupt sinnvoll?

Bekämpfen wir die Armut, indem wir die Armen speisen und die Nackten kleiden?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich ein riesen Geschrei verursache:
Ich meine NEIN!

Wir müssen Menschen – und zwar ALLEN Menschen weltweit – ermöglichen, von ihrer wie auch immer gearteten Arbeit zu leben und uns nicht darauf beschränken, den Hungernden unsere auf perverse Art erzeugten Überschüsse zuteil werden zu lassen. Je besser es nämlich gelingt, die FOLGEN der Armut zu kompensieren, umso weniger spür- und sichtbar die Armut wird, umso weniger Druck besteht, die URSACHEN der Armut zu beseitigen.
Es kann also nicht darum gehen, den Armen dieser Welt Essen, Kleidung und Medikamente heranzukarren, sondern es muss darum gehen, sie in die Lage zu versetzen, sich dies aus eigenen Mitteln zu beschaffen bzw. in ihren eigenen Ländern herzustellen. Solange Arme hierzulande als billige Arbeitssklaven missbraucht und zu Billigstlöhnen beschäftigt werden (wem es nicht reicht, der kann schließlich aufstocken oder zur Tafel gehen) und so genannte “Dritte-Welt-Länder” als Rohstofflieferanten ausgeplündert werden, statt ihnen die Möglichkeit zu geben, benötigte Güter selbst in ausreichender Menge und Qualität herzustellen, solange sind alle Versuche, die erzeugten Güter besser zu verteilen nichts weiter als Almosen!
Oder hat jemand eine Erklärung dafür, warum es in Afrika zwar jede Menge Kakao, aber kaum Schokoladenfabriken gibt? Das liegt sicher nicht daran, dass Afrikaner nicht gern Schokolade äßen!

Zukunft haben oder sein

Schon seit einiger Zeit machen wir uns nun schon Gedanken darüber, wie man anständig leben kann.
Und in diesem Zusammenhang ist mit "anständig" nicht gemeint, dass man möglichst viel bekommt. Sondern dass wir uns überlegen, wie wir die negativen Auswirkungen unserer existenz so gering wie möglich halten können.
Dazu gehört der Verzicht auf überflüssiges Plastik als Verpackungsmaterial genauso wie der verzicht auf Überflüssiges an sich, der verzicht auf Produkte von geschundenen Tieren...Verzicht, Verzicht, Verzicht.
Ist Verzicht gleich Entbehrung?

Obwohl ich es mit Kirche oder gar Katholizismus so gar nicht habe, fallen mir zum Thema “Verzicht” einige Gedanken des Abtprimus Notker Wolf ein. Dieser so gar nicht weltfremde Mönch schreibt sinngemäß, dass Verzicht eine Form von Freiheit sei. Die Freiheit, selbst zu entscheiden, was man haben möchte und was eben nicht. Ich bin mir bewusst, dass manche Menschen diese Freiheit nicht haben: Die, die ohnehin schon Mühe haben, sich auch nur das Nötigste zu beschaffen. Vielmehr ist die Verantwortung gemeint, die wir gegenüber uns selbst, der Natur und den Mitmenschen haben. Wieviel bleibt für andere übrig, wenn ich mir alles nehme (oder zumindest alles, was ich kriegen kann)? Wen zwinge ich zum Verzicht, wenn ich alles möglichst billig will, weil ich dann genug Geld übrig habe, um mir noch mehr zu kaufen? Macht mich Konsum wirklich glücklich oder stiehlt er mir nicht vielmehr Zeit, die ich für anderes dann nicht mehr übrig habe?

Immer mehr komme ich zu dem Glauben, dass nicht Plastik der Übeltäter ist, sondern vielmehr unsere Gier. Eine Plastikschüssel ist billiger als eine aus Glas oder Edelstahl – also kaufe ich da gleich zwei (oder drei…). Ich muss da auch nicht so drauf aufpassen, sondern kaufe mir einfach eine neue, wenn sie unansehnlich ist. Diese Gier, diese Instant-Mentalität (alles gleich, alles sofort, alles jederzeit und wenn es nicht so funktioniert wie erwartet: Weg damit!) hat leider nicht nur unser Konsumverhalten, sondern auch unseren Geist infiziert. Wir konsumieren nicht nur Essen, Kleidung, Haushaltsartikel, sondern auch Musik, Dienstleistungen, geistige Werte und die Beziehungen zu anderen Menschen.
Das lateinische Wort “consumare” heißt soviel wie “aufzehren” und legt die Annahme nahe, dass danach eigentlich nichts mehr vom Konsumierten übrig bleibt.
Bei unserem heutigen Konsum bleibt allerdings jede Menge übrig: Müll, der uns krank machen kann, Essen, das andere vorm Verhungern retten könnte und ihnen doch nicht zuteil wird, ausgebeutete Landschaften, überfischte Meere und geschundene Kreaturen, die wir buchstäblich bis zum letzten Tropfen ausgemolken haben und auf die zum Dank für ihre Mühen nur noch eine “Karriere” in der Katzenfutterdose wartet. Nicht zu vergessen die vielen zerstörten Seelen der Menschen, die wir ebenfalls konsumiert haben – als Arbeitnehmer, gutmütige Freunde, abgelegte “Lebensabschnittspartner” etc.

Ich denke, was wir wirklich brauchen, ist nicht die Suche nach einem Sündenbock (ob der nun Plastik, Massentierhaltung, Globalisierung oder Politik heißt), sondern eine neue Ethik der Nachhaltigkeit. Dazu muss man nicht einmal einen Gott oder das Karma bemühen. Jede Spezies hat grundsätzlich zwei Bestrebungen: Das Überleben als Individuum und das Überleben als Spezies. Wenn wir anderen Individuen, anderen Spezies die Lebensgrundlage entziehen, sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen. Denken wir an den alten Spruch:”Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen”.

Socken für den Tausendfüßler

(Eine Glosse)

Eigentlich sind wir ein ganz normaler Vier-Personen-Haushalt. Ich bin allerdings überzeugt, dass wir noch ein paar unsichtbare Mitbewohner haben. Zwei dieser mehr oder weniger guten Geister haben sogar Namen. Sie heißen Keiner und Niemand. Keiner lässt z.B. immer das Licht brennen, wenn Niemand im Zimmer ist. Keiner hat auch die Wurst offen liegen gelassen, so dass der Hund sie fand und fraß. Dafür tritt sich Niemand die Füße ab, wenn es draußen regnet und das Dachfenster schließt sowieso Keiner. Niemand hat auch den Emmentaler gegessen, den ich dringend zum Überbacken brauche. "If fars nif", meint Melinda mit verdächtig vollen Backen. Ich glaube, sie verbündet sich mit Niemand...  Auch haben wir einen riesigen Tausendfüßer bei uns in der Wohnung. Oder wer sonst trägt wohl all die grauen Socken, die zu Dutzenden im Wäschekorb sind, egal, wieviele gerade auf der Leine hängen oder schon wieder in der Kommode sind. Eine nicht abreißen wollende Karawane grauer Socken Gr. 46...

Außer dem kleinen sichtbaren Jungen namens Armin beherbergen wir auch noch einen unsichtbaren, etwas größeren Jungen bei uns. Immer nachts zieht er mit Vorliebe Melindas Hosen an. Am nächsten Waschtag finde ich dann in deren Taschen alles, was kleine Jungs gemeinhin dort hinein stopfen: Kaugummis, Steinchen, Murmeln, Münzen, Bonbons mit und ohne Papier... Wenn ich Melinda drauf anspreche, war sie es nicht. Ob Keiner...?

Ein anscheinend Schnupfen geplagtes Wesen hinterlässt überall in der Wohnung Taschentücher. Es tut mir so leid, offensichtlich ist der Schnupfen so stark, dass es immerzu und jederzeit niesen und die gebrauchten Taschentücher dann in den hintersten Winkeln verstecken muss. Vielleicht hat es eine Hausstauballergie? Mir wird die Arbeit jedenfalls langsam zu viel. ich schlage folgende Arbeitsteilung vor: Also, ab morgen räumt Keiner auf und Niemand putzt!

Nichts anzuziehen!!!

(eine Glosse)

 

 Zweimal im Jahr, genauer gesagt, in jedem Herbst und Frühling, stehe ich vor meinem Kleiderschrank und stelle fest, dass ich mal wieder einen ganzen Schrank voll nichts anzuziehen habe. Also beginne ich eine Expedition, vor der mir fast ebenso graut wie vor dem Zahnarztbesuch: Ich muss in die Stadt, Klamotten kaufen. Nachdem ich einen Survival-Koffer für Baby Armin und einen für Töchterchen Melinda gepackt und dem Kind eingeschärft habe, dass es diesmal nichts außer der Reihe gibt, besonders keinen Besuch bei einer dieser Burger-Bratereien, steuert unsere Karawane frohgemut die nächst gelegene Filiale eines dänischen Textilkaufhauses an.
Schon am Eingang lachen mich olivgrüne Stufenröcke im Vintage-Look an, mit 19,90 sogar ausgesprochen preiswert. Es gibt jede Menge in Gr. 34 und 36, einen in 38, jede Menge in Gr. 44/46, keinen einzigen in Gr. 40 oder 42. Nun ja.
Vielleicht eine von diesen orangeroten Corsagen? Es gibt sie in Gr. 34 und 36, einmal in 38, und massig in 46. Keine in 40 oder 42. Das gleiche Spiel mit den khakifarbenen Dreiviertel-Hosen. Ich beginne zu überlegen, ob Armin wohl noch lange durchhält und ob ich mich zweckmäßiger Weise lieber auf Gr. 36 runterhungern oder auf Gr. 46 hochfuttern sollte

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Ein paar Teile in passender Größe und realistischem Preis entführe ich schließlich doch in die Umkleide, wo mich mein persönliches Waterloo erwartet. Grell fällt das fahlgrüne Neonlicht direkt von oben und wirft tiefe Schatten unter Augen und Jochbeine. Dafür beleuchtet es gnadenlos plastisch gröbere Poren, Cellulite-Dellen und nicht ganz perfekt rasierte Waden. Die beiden über Eck gestellten Spiegel vervielfältigen meinen Hintern ins Unendliche; einen Moment lang habe ich die Vision, meine Kabine mit einer Horde bleicher Flusspferde zu teilen, alle in Baumwollschlüpfern.
Das erste Teil ist ein Cargorock in 42 (40 gabs nicht), der aus unerfindlichen Gründen zu groß ausfällt und um mich schlottert wie ein Sack. Die Blasbalgtaschen tragen unschön auf, der Saum endet genau an der dicksten Stelle der Waden und verleiht mir die Anmut einer Kolchosbäuerin. Melinda, in ein perfekt passendes Ensemble in beige-bleu gewandet, blickt zur Kabine herein und verdreht die Augen.
Also lieber das Lingerie-Top in Türkis und die Caprijeans. Das Top passt, nur die Hose geht nicht ganz zu. Vielleicht, wenn ich das Top etwas weiter runter... In Gelb-orange gewandet, streckt Melinda ihren Kopf durch die Tür und meint:"Du wolltest doch keine Unterwäsche kaufen. Und der Knopf geht nicht zu." Danke mein Kind!
Aus dem Kinderwagen dringen verdächtige Gieks- und Gakel-Geräusche. Noch schnell dieses Kleid hier mit Neckholder-Oberteil, in schlank machender A-Linie und leuchtend orangenem Madraskaro.
Entweder habe ich mich verheddert oder sonst was: Der Neckholder ist entschieden zu kurz und zwingt mich in eine seltsame Schiefhaltung, mein Busen sprengt alle Dimensionen und dass A-Linie schlank macht, kann ich nun gar nicht finden. Zu allem Überfluss bekundet Armin lauthals, dass seine Geduld nun zu Ende ist und damit der Einkaufsbummel auch. Kleiner Macho! Ich spüre, wie mir die Milch einschießt.
"Dein Sohn weint," bemerkt Melinda, ganz in oliv-pink gehüllt und Barbies kleiner Schwester sehr ähnlich, "und das Kleid sieht aus wie eine Küchenschürze."
Hektisch bemühe ich mich aus dem Kleid heraus zu kommen, um zu meinem brüllenden Sohn zu gelangen. Ich zerre und reiße, irgendwann macht es ratsch und ich bin frei. Völlig derangiert, nass geschwitzt und mit hochrotem Gesicht hänge ich die Sachen zurück. Hoffentlich sieht niemand die Milchflecke auf dem Kleid...


Ich kaufe also das Barbie-Outfit, erstehe für Armin einen entzückenden Matrosenanzug und lasse mich zum Besuch einer Burger-Braterei breitschlagen, wo ich die ersten 600 Kalorien auf dem Weg zu meiner neuen Kleidergröße vertilge. Bevor wir heim fahren, nehme ich noch drei Zeitschriften mit; voller Mode, die ich nie tragen, präsentiert an Frauen, deren Figur ich nie haben werde. Viele Illusionen und knapp achtzig Euro ärmer lasse ich mich abends aufs Sofa fallen und schlage die Zeitschrift auf. Das Model trägt MEIN Neckholder-Kleid! Es sieht entzückend aus, gar nicht nach Küchenschürze. - Jedenfalls, wenn man keinen Stillbusen, aber dafür rasierte Waden hat...
 

Über Träume

Viele glauben, es gäbe nichts Schmerzhafteres, als das Sterben eines Traumes erleben zu müssen.

Träume aber verhalten sich nicht wie Seifenblasen, die platzen, sobald sie den Boden berühren. Vielmehr sind sie wie Sterne, immer da, die sich in Seen spiegeln, in Wasserpfützen oder Fensterscheiben.

Die Spiegel unserer Träume sind die Menschen, mit denen wir zu tun haben, unsere Beziehungen und Erlebnisse. Wir neigen dazu, unser Augenmerk nur auf die Spiegel zu richten und das, was wir darin sehen, halten wir für real. Ein Spiegel aber kann blind werden, er kann zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein. Dann sieht es so aus, als seien auch unsere Träume zerstört und verschwunden. Aber sie sind da. Gleich den Sternen am nächtlichen Himmel einer Großstadt, die unser unvollkommenes Auge nicht mehr wahr zu nehmen vermag, sind sie da und warten darauf, von dir neu entdeckt zu werden. Dann tust du gut daran, an eine Stelle zu gehen, von der aus man die Sterne sehen kann.

Scließe deine Augen.     

Schweige.

Atme.

Hörst du deinen Herzschlag?

Spürst du, wie es kribbelt in dir?

Vernimmst du das Rauschen deines eigenen Blutstroms in den Ohren?

Das ist dein Traum. Er ist da. Es ist dein Leben.

Es wartet auf dich wie eine Braut.

Geh, zieh dir das Leben rein, koste es mit allen Sinnen. Es gehört dir.

Achte nicht auf die Spiegel. Spiegel können blind werden. Sie können zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein.

Dein Traum aber existiert mit dir solange du lebst.

 Wo ist DEIN Ort, von wo aus du die Sterne sehen kannst?

Morgans Late Night News

Wiesbaden Um die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben sich gestern Vorstandsmitglieder der Ersatzkassen auf ein neues Behandlungskonzept im Bereich der ambulanten minimal-invasiven Therapie geeinigt. Das Konzept, das zunächst nur als Modellversuch in einigen Bundesländern eingeführt wird, sieht vor, dass Ärzte zwar weiterhin Anästhesie und Operation vornehmen, der Patient aber die Nachsorge sowie den Verbandwechsel selbst übernimmt und erhält den Namen "Cut and go".

Berlin Die Unionsparteien sind zwar nach wie vor gegen die Einführung eines Mindestlohns, möchten "sittenwidrige Löhne" aber dennoch verbieten. Arbeitgeberverbände laufen hiergegen bereits Sturm: "Wenn sittenwidrige Löhne verboten werden, müssen sich einige unserer Vorstandschefs ernsthaft Sorgen um ihre Bezüge machen", so ein Sprecher.

Frankfurt / Main Opfer einer tragischen Verwechslung wurde gestern Abend ein türkischer Geschäftsmann. Beamte eines SEK stürmten die Wohnung des Türken in Frankfurt-Höchst in dessen Abwesenheit, weil sie einen Top-Terroristen dort vermuteten. Der Mann hatte, um seine Abwesenheit kenntlich zu machen, ein Schild an seiner Wohnungstür befestigt: Bin Laden...

Rom Nach zahlreichen Protesten vor allem von führenden Unternehmen der Touristikbranche hat das italienische Parlament das Rauchverbot in Lokalen ein wenig gelockert. In Bars und Cafes darf nun wieder geraucht werden. Bedingung: Die Raucher verzichten für die Dauer des Aufenthalts aufs Ausatmen...

Stell dir vor, es ist Bürgerentscheid und keiner geht hin

So geschehen neulich in Heidelberg.

Eine ganze Reihe städtischer Wohnungen in einem als "sozialer Brennpunkt" geltenden Viertel sollte an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft werden. Unabhängig davon, ob die Wohnungen nun zu Tode saniert und abgerissen oder nur kräftig gepimpt werden sollten - Fakt ist, der billige Wohnraum wäre über kurz oder lang einer saftigen, für einkommensschwache Menschen nicht mehr zu finanzierenden Miete gewichen.

Es war kein Wunder, dass hierüber kräftiger Unmut entstand. Heidelberg sieht sich immer noch gerne als weltoffen, multikulti, intellektuell und politisch aktiv. So gesehen war es ebenfalls kein Wunder, dass der Ruf nach einem Bürgerentscheid laut wurde, der über das Schicksal der Wohnungen entscheiden sollte. Irgendwie auch kein Wunder war, dass die schwer um Stimmen kämpfende politische Führungsebene in Heidelberg letztlich nicht einmal ungern diese thematisch brisante Entscheidung in die Händer der Bürger zurückgab, die sich ja augenscheinlich darum rissen, ihr politisches Mitbestimmungsrecht wahr zu nehmen.

Aber, wie so oft griff auch hier der Grundsatz, dass Hunde, die bellen, selten beißen. Vielleicht war das Wetter zu schön am Wahlsonntag, vieleicht gabs irgendwo Freibier, vielleicht lag ein Großteil der Heidelberger Bevölkerung mit grimmem Bauchweh zu Bett - es wurde jedenfalls nichts mit dem Bürgerentscheid. Gerade einmal 22,4 % der wahlberechtigten Bürger fanden den Weg ins Wahllokal. Nötig gewesen wären 25 %... Die Entscheidungsbefugnis geht somit wieder an den Stadtrat zurück.

Was für Lehren hieraus zu ziehen sind, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die, dass das Instrument des Bürgerentscheids nicht grundsätzlich seine Berechtigung habe. Auch nicht unbedingt die, dass die Deutschen zu blöd für die Demokratie seien. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten eigentlich ganz gerne regiert werden - egal von wem, solange sie dagegen meckern dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. So hat vielleicht tatsächlich jedes Volk die Regierung, die es verdient...

 

(zum Nachlesen: http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1178987_pcontent_l1/content.html )

 

 

Fünf einfache Tipps, jede Beziehung zu ruinieren

Für SIE: Überfallen Sie ihn gleich bei seiner Heimkehr mit einem Bericht darüber, was sich seine Mutter / die Kinder / die Kassiererin wieder geleistet haben. Bittet er zunächst um eine Verschnaufpause, verfallen Sie in beleidigtes Schweigen, weil er "ja sowieso nie Zeit" für Sie hat.
Für IHN: Begrüßen Sie bei der Heimkehr ausgiebig den Hund, küssen Sie ihre Frau abwesend auf den Mundwinkel, heben Sie dann demonstrativ einen herumliegenden Hausschuh auf und fragen vorwurfsvoll:"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Für SIE: Fragen Sie ihn möglichst häufig, was er gerade denkt und ob er Sie noch liebt. Ziehen Sie die Wahrhaftigkeit seiner Antwort anschließend grundsätzlich in Zweifel. Gut sind auch Fragen wie:"Bin ich dir auch wirklich nicht zu dick?" oder "War es mit deiner Ex besser?".
Für IHN: Antworten Sie möglichst einsilbig auf alle Fragen Ihren Tagesablauf betreffend. Lässt sich ein vollständiger Satz nicht vermeiden, verwenden Sie nur:"Davon verstehst du sowieso nichts." Sollte Ihre Frau ihre Bemühungen ein Gespräch in Gang zu bringen, nicht aufgeben, stellen Sie den Fernseher lauter.

Für SIE: Nehmen Sie hemmungslos zu. Versteigern Sie Ihre Dessous meistbietend bei e-bay und schaffen Sie sich vom Erlös ein paar praktische Garnituren aus kochfester Baumwolle an. Außerdem eine sogenannte Karottenjeans und formlose T-Shirts. Spätestens zum dreißigsten Geburtstag trennen Sie sich von Ihrer Wallemähne zu Gunsten einer halblangen Einheitsdauerwelle in Straßenköterblond mit Strähnchen.
Für IHN: Pflegen Sie Ihren Bauch. Sie haben ihn schließlich bezahlt. Weisen Sie Ihre Frau darauf hin, dass sie auch nicht gerade aussieht wie Miss Germany. Tragen Sie Feinripp-Unterhemden und braune Cordjeans. Ihrem Rasierer gönnen Sie ausgiebige Pausen. Denken Sie daran, dass zu häufiger Einsatz von Duschgel und Deo die Haut schädigt.

Für SIE: Zupfen Sie in der Öffentlichkeit ständig an Frisur und Kleidung Ihres Mannes herum. Nennen Sie ihn in Gegenwart anderer "Hasilein" und "Schnuckelchen". Erinnern Sie ihn bei Einladungen fürsorglich daran, dass er von Schafskäse Blähungen bekommt. Und vor allem: Nehmen Sie ihm vor den Augen der Kollegen den zweiten Drink aus der Hand, weil "Karl-Heinz nicht soviel verträgt."
Für IHN: Nutzen Sie die Fehler und Schwächen Ihrer Frau, um darüber vor Ihren Gästen Witzchen zu machen. Rollen Sie bei Gesprächsbeiträgen Ihrer Frau demonstrativ mit den Augen und lächeln Sie gequält. Fragen Sie ihren Chef, ob sie im Büro auch so viel Unsinn redet. Loben Sie das Outfit ihrer Lieblingsfeindin und fordern Sie Ihre Frau auf, sich daran mal ein Beispiel zu nehmen. Scheuen Sie sich nicht, die Arbeit Ihrer Frau ins Lächerliche zu ziehen, um selber besser dazustehen.

Für SIE: Weisen Sie jeden Versuch Ihres Mannes, zärtlich zu werden, kategorisch ab. Erinnern Sie ihn daran, dass die Kinder noch wach sind / die Wäsche noch nicht aufgehängt / die Lohnsteuer noch nicht gemacht wurde. Bezichtigen Sie ihn des Wüstlingtums oder der Notgeilheit. Geht es gar nicht anders, lassen Sie ihn mit den Worten: "Also schön, damit du Ruhe gibst" machen.
Für IHN: Gehen Sie auf Einwände Ihrer Frau bezüglich der Art, des Orts oder der Zeit des Zusammenseins großzügig hinweg. Wozu sind Sie schließlich verheiratet? Drehen Sie sich nach vollbrachtem Werk möglichst schnell herum und schlafen Sie, um einem Gespräch zu entgehen. Sollte sich ihre Frau beklagen, zu kurz gekommen zu sein, bezichtigen Sie sie der Frigidität. Alle ihre Vorgängerinnen waren schließlich zufrieden. Sollten Sie selbst zu kurz gekommen sein, geben Sie ihr ruhig die Schuld. So, wie sie aussieht...

Bei konsequenter Beherzigung dieser Verhaltensregeln dürfte einem baldigen Scheitern der Beziehung nichts mehr im Wege stehen!

Verpackungsdesign oder Nichtsign

Verpackungen müssen sein. Das ist eine einfache Wahrheit, darüber muss man nicht erst nachdenken, wenn man versucht, eine Portion Hering in Tomatensoße in der hohlen Hand zu transportieren. Daraus aber zu schlussfolgern, über Verpackungen müsse man gar nicht nachdenken, ist krank. Vorzugsweise an sich kreative, jüngere Menschen, die u. a. ein paar Vorlesungen in Psychologie besucht haben, werden von dieser Krankheit befallen. Sie nennen sich Verpackungsdesigner und leiten für sich daraus das Recht ab, andere Menschen zu quälen, zu lügen und zu betrügen.

Das fängt schon an bei den Bildern auf Verpackungen, - bleiben wir bei der eingangs erwähnten Portion Hering in Tomate - die einen Inhalt suggerieren, der so nicht gegeben ist. Deshalb steht auf den Verpackungen mit Essbarem in Frankreich auch wahrheitsgemäß "Suggestion" - bei uns heißt das "Serviervorschlag" und ignoriert völlig, dass der Inhalt im Leben nicht in der suggerierten Serviervorschlagsform aus der Dose zu kriegen ist. Vergleichsweise harmlos ist auch der Aufdruck auf Hundefutter, der "Besonders leckere Brocken" bewirbt. Man fragt sich zwar gelegentlich, wie ein Mensch befinden kann, was für einen Hund lecker ist, aber nun ja...

Auch relativ ehrlich die Aussage: "Wir haben die Verpackung für Sie verbessert". Das bedeutet zwar meist, dass ich im besten Fall gar keine Verbesserung wahrnehme (im schlechtesten laufe ich blind am Gesuchten vorbei, weil ich die "verbesserte Verpackung" nicht als mein Produkt erkenne.) Aber wenigstens hat man sich die Mühe gemacht zu erklären, warum das Produkt 10 Cent mehr kostet als vorher, obwohl weniger drin ist.

Erheblich impertinenter ist da die fast schon als Warnung zu verstehende Aussage: "NEU! Jetzt noch leichter zu öffnen!" Im Ernst, wann wäre die Verpackung jemals leicht zu öffnen gewesen? Und wenn ich Pech habe, behält die Aufschrift Recht und die Verpackung ist derart leicht zu öffnen, dass bei dem in diesem Fall völlig überdimensionierten Kraftaufwand meinerseits mir der halbe Inhalt zur Begrüßung ins Gesicht springt!

Der Gipfel der Demütigung aber besteht in einer netten Anmerkung auf Waschmittelkonzentrat-Nachfüllpackungen und lautet sinngemäß etwa so:

Liebe Kundin, du weißt ja, dass diese netten kleinen Dosierlöffelchen aus Plastik gemacht werden und Plastik aus Erdöl. Und weil Erdöl nun so schweineteuer ist und wir alle sparen und das Ozonloch flicken müssen, liegt nun nicht mehr jeder Packung Waschpulver so ein kleines nettes Dosierlöffelchen bei. Am Besten, du benutzt dein altes weiter. - Das hast du nicht mehr!? Sch...ade. Nun ja. Seis drum. Wir sagten ja nicht, dass es überhaupt keine kleinen Löffelchen mehr gibt. Vielleicht ist ja gerade in Deiner Packung, liebe Kundin, so ein nettes kleines Löffelchen? Das wäre dann natürlich ganz unten im Pulver, gell? Soviel können wir schon verraten. Es ist uns nämlich eigentlich streng verboten, den kleinsten Hinweis zu geben, in welchen Packungen nun so ein kleines Löffelchen ist und in welchen nicht. Sicher aber hast du deinen Spaß daran, mit deinen zarten Fingern im Waschpulver rumzuwühlen. Hat doch was von Schatzsuche und kribbelt so schön an der Nagelhaut. Ein kleines bisschen Pulver, so für zwei bis fünf Waschladungen, wird natürlich den Badezmmerboden versauen, aber wir haben ja extra 12,5 % mehr Inhalt reingetan. Und was sind schon verätzte Nagelhäute und ein versauter Badezimmerboden gegen ein kleines bisschen Schatzsucher-Feeling und ein geflicktes Ozonloch?

Ach, flickt euch doch, ihr Ozonlöcher.