Schöpfungstheorie 8 - Farbklekse

Das Universum und mit ihm die Erde ist das Nebenprodukt im Atelier eines Künstlers. Dieser fertigt die schönsten und prachtvollsten Gemälde an, die man sich vorstellen kann, oder auch nicht. Während seiner Arbeit tropft und spritzt die Farbe auf den Boden. Diese Farbklekse bilden unsere Galaxien, Sterne und Sonnensysteme, unsere Planeten und schlichtweg das gesamte Universum.

Das Leben ist einfach durch die überströmende Kreativität des Malers entstanden. Die Entstehung des Universums ist daher auch als "Big Splash" bekannt, der Untergang wird prophezeit als die Zeit des großen Schrubbens.

Diese Theorie erklärt:

  • Warum der Blick in den Sternenhimmel so sehr fasziniert
  • Die Schönheit und Farben der Natur
  • Warum so viele Leute einfach nicht im Bilde sind
Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte näher erörtert werden.

Schöpfungstheorie 7 - Ü-Ei

Die Erde wurde von einem Kind in einem Überraschungsei gefunden. Leider hatte das Kind bereits eine andere Sammlung angefangen und hat daher die Erde zu den anderen Spielzeugen in eine große Kiste geworfen. Seither treibt unsere Welt in der uns riesig erscheinenden Spielzeugkiste des Kindes umher und wartet darauf wieder zum Spielen herausgenommen zu werden.

Das Leben auf der Erde ist letztlich nichts anderes als ein bakterieller Belag, der sich durch den langen Nichtgebrauch entwickelt hat. Durch diese Theorie wird erklärt, warum:

  • Man normalerweise nicht kriegt was man sich erhofft und ganz überrascht ist wenn es denn mal doch klappt.
  • So viele Menschen das Leben auf der Erde anscheinend nicht ernst nehmen.
  • Das Universum so unaufgeräumt ist.
  • Das Leben so seltsam erscheint
Diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 6 - Perlenkette

Es gibt nicht nur ein Universum sondern viele. Anders als viele glauben existieren dies aber nicht gleichzeitig sondern nacheinander. Wie auf einer Perlenkette sind die einzelnen Universen aufgereiht. Wenn ein Universum vergeht, gibt es seine Energie an das nächste Rohuniversum ab und löst damit dessen Weiterentwicklung zum aktuellen Universum aus.

Die Reste des toten Universums regenerieren sich allmählich wieder und werden langsam wieder zu einem Rohuniversum, welches dann eines Tages wieder durch den Tod seines Nachbarn zu einem aktuellen Volluniversum zündet. Wenn in einem Universum Dinge passieren die sehr ähnlich einem Vorgang sind, der in einem früheren Leben des entsprechenden Universums schon einmal vorkam, dann empfinden wir das, was als "Deja vu" bekannt ist. Es sind die Erinnerungen an ein Universum, was vor aberwitzig langer Zeit existierte.

Somit entwickelt sich alles in Zyklen jedes Universum für sich, sowie der Ablauf im Multiversum insgesamt.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debate weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 5 - Kinderspiel

Tatsächlich verhält es sich so, dass Gott die Erde als Spielzeug für seine zwei Kinder geschaffen hat.

Es handelt sich dabei um eine Art göttlichen Brummkreisel der durch das göttliche Kinderzimmer saust.

Die Erde gefiel Gottes Kindern und sie spielten häufig mit ihr. Da Kinderhände aber klebrig sind, wurde auch die Erde mit der Zeit immer klebriger und das war gut, denn so blieb auf ihr der Staub, von unter dem göttlichen Kinderbett, kleben, was heute unsere Wolken sind. Aus Matsche und Sand aus dem göttlichen Spielplatz wurden unsere Berge und Täler. Spucke und Limo sind unsere Gewässer. Und aus den Hautschuppen der Kinder entstand dann schließlich das Leben mit dem Menschen an seiner Spitze, genau so wie Gott es von Anfang an geplant hatte. 

Das Kinderzimmer ist nun etwas aufgeräumter und Gottes Kinder nehmen die Erde nicht mehr so oft in die Hand, um sie nicht zu beschädigen, denn sie wissen um das, was sie geschaffen haben. Stattdessen zieht die Erde nun in dem Zimmer iher Kreise, verfolgt von den bewundernen Blicken der Kinder. 

Für uns Menschen ist das göttliche Haus nicht sichtbar, unsere Augen würden an dem Glanz verbrennen. Aber manchmal, nachts am Himmel, kann man ein Leuchten sehen, von unseren 'Wissenschaftlern' fälschlicherweise als Supernovae bezeichnet, was aber nichts anderes ist als die Freude in den Augen Gottes Kinder, unserer Ahnen.

 

Ich bin gerne bereit diese Theorie in einer wissenschaftlichen Debatte weiter zu erörtern.

Schöpfungstheorie 4 - Blumenbeet

Das Universum ist ein Beet. All die Sonnensysteme sind aus Samen entstanden, den ein Gärtner im fruchtbaren Universum ausstreute. Dies erklärt auch die Zusammenballungen und den leeren Raum, der überall zu finden ist, da man Saatgut einfach nicht so gleichmäßig ausbringen kann. Der Same wurde immer mit der gleichen spiralförmigen Bewegung ausgebracht, weshalb auch alle Galaxien einander ähneln.

Jedes Sonnensystem in sich ist eine Pflanze, deren Wurzel das Zentralgestirn darstellt, welches von den Blüten umkreist wird. Die Wurzel liefert die Nahrung für die Pflanze. Manche der Blüten haben besonders eindrucksvolle Blätter, wie zum Beispiel der Saturn, bei anderen wie dem Jupiter haben sich viele kleine Unterblüten gebildet. Wenn eine Blume stirbt liefert sie ein Spektakel wie wir es vom Herbslaub kennen. Alles ist lebendig, was erklärt warum das Universum ständig in Bewegung ist und warum sich alle Bewohner so sicher sind, dass das Leben ein zentraler Bestandteil desselben ist.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 3 - Wahnsinniger

Die Welt wurde von einem Wahnsinnigen geschaffen, der einfach nicht wusste was er tat. Als er dann einen Menschen produzieren wollte um nicht allein sein zu müssen, nagte er sich aus Verzweiflung seinen eigenen Fuß ab und formte sich dann dazu passend seine Frau.

Dies erklärt a) warum manche Frauen auf so großem Fuß leben und b)  warum diese so häufig einen Schuhtick haben (um den großen Fuß zu tarnen). Es erklärt auch die Faszination vieler Menschen für Käse. Es erklärt auch warum die Welt so seltsam ist.

Auch diese Theorie steht für eine wissenschaftliche Diskussion bereit.

Schöpfungstheorie 2 - Walnuss

Ich hatte lange das Gefühl einen besonderen Draht zur Erde zu haben. Deshalb wurde mir schnell bewusst, dass die Erde mir etwas mitteilen möchte. Diese Botschaft erreichte mich beim Essen einer Walnuss. Dieser nussige Geschmack, das musste etwas besonderes sein! Nicht von dieser Welt. Außergewöhnlich! Es schoss mir wie ein Überspannungsschlag durch den Kopf. Die Welt ist in einer Walnuss. Anders kann es nicht möglich sein. Es gibt so viele verschiedene Sorten Nusseis – wie sollten diese sonst zu Stande kommen? Keine Schöpfungsgeschichte liefert eine Erlärung für die vielen verschiedenen Nusssorten. Das ist ein deutlicher Beweis. Ich habe Recht.

Die Welt befindet sich innerhalb einer Walnuss, die von einem kleinen Eichhörnchen (in anderen Theorien „Gott“ genannt) durch einen weiteren, viel größeren Raum hüpfend getragen wird. Die Dunkelheit in der Walnuss nennen wir Galaxie. Die Sonne ist ein verirrter Lichtpunkt, der nicht mehr aus der Walnuss heraus findet.

Ich bin auch bereit diese These durch eine weitere wissenschaftliche Debatte überprüfen zu lassen.

Neue Rubrik: Tägliche Schöpfungslehre

Wenn ich derzeit so durch mein Internet blättere, stelle ich immer wieder fest, dass in den USA und leider auch zunehmend in Großbritannien den Ansichten der sogenannten Kreationisten, also Anhängern der Schöpfungslehre, ein unangemessen großes, öffentliches Forum geboten wird, um ihre abstrusen Fabeln unters Volk zu bringen.

Hier im alten Europa haben wir uns ja im Großen und Ganzen daran gewöhnt, dass Politik und Religion getrennte Wege gehen, selbst dann wenn sie gelegentlich gleiche Ziele verfolgen. Das hat seine Berechtigung, denn die Politik soll sich nicht an der Legendenbildung beteiligen sondern in der Realität verwurzelt sein. Da viele Kreationisten aber offensichtlich der Meinung sind, dass ihr schierer Glaube einen Beweis darstellt, der sich mit einer wissenschaftlichen Betrachtung messen kann, möchte ich dem nun ein paar weitere Schöpfungstheorien entgegenstellen, die alle durch mindestens eine Beobachtung gestützt werden und somit wenigstens den Ansatz naturwissenschaftlichen Denkens in sich tragen.

Schöpfungslehre 1 - Riesenpups:

Die ganze Welt wurde von einem Riesen ausgepupst. Dies erklärt anschaulich warum so viele Menschen so viel Scheiße von sich geben. Auch moderne Redewendungen wie "shit happens" finden darin ihren etymologischen Ursprung.

Ich bin gerne bereit diese These durch eine wissenschaftliche Debatte überprüfen zu lassen.