Schöpfungstheorie 2 - Walnuss

Ich hatte lange das Gefühl einen besonderen Draht zur Erde zu haben. Deshalb wurde mir schnell bewusst, dass die Erde mir etwas mitteilen möchte. Diese Botschaft erreichte mich beim Essen einer Walnuss. Dieser nussige Geschmack, das musste etwas besonderes sein! Nicht von dieser Welt. Außergewöhnlich! Es schoss mir wie ein Überspannungsschlag durch den Kopf. Die Welt ist in einer Walnuss. Anders kann es nicht möglich sein. Es gibt so viele verschiedene Sorten Nusseis – wie sollten diese sonst zu Stande kommen? Keine Schöpfungsgeschichte liefert eine Erlärung für die vielen verschiedenen Nusssorten. Das ist ein deutlicher Beweis. Ich habe Recht.

Die Welt befindet sich innerhalb einer Walnuss, die von einem kleinen Eichhörnchen (in anderen Theorien „Gott“ genannt) durch einen weiteren, viel größeren Raum hüpfend getragen wird. Die Dunkelheit in der Walnuss nennen wir Galaxie. Die Sonne ist ein verirrter Lichtpunkt, der nicht mehr aus der Walnuss heraus findet.

Ich bin auch bereit diese These durch eine weitere wissenschaftliche Debatte überprüfen zu lassen.

Neue Rubrik: Tägliche Schöpfungslehre

Wenn ich derzeit so durch mein Internet blättere, stelle ich immer wieder fest, dass in den USA und leider auch zunehmend in Großbritannien den Ansichten der sogenannten Kreationisten, also Anhängern der Schöpfungslehre, ein unangemessen großes, öffentliches Forum geboten wird, um ihre abstrusen Fabeln unters Volk zu bringen.

Hier im alten Europa haben wir uns ja im Großen und Ganzen daran gewöhnt, dass Politik und Religion getrennte Wege gehen, selbst dann wenn sie gelegentlich gleiche Ziele verfolgen. Das hat seine Berechtigung, denn die Politik soll sich nicht an der Legendenbildung beteiligen sondern in der Realität verwurzelt sein. Da viele Kreationisten aber offensichtlich der Meinung sind, dass ihr schierer Glaube einen Beweis darstellt, der sich mit einer wissenschaftlichen Betrachtung messen kann, möchte ich dem nun ein paar weitere Schöpfungstheorien entgegenstellen, die alle durch mindestens eine Beobachtung gestützt werden und somit wenigstens den Ansatz naturwissenschaftlichen Denkens in sich tragen.

Schöpfungslehre 1 - Riesenpups:

Die ganze Welt wurde von einem Riesen ausgepupst. Dies erklärt anschaulich warum so viele Menschen so viel Scheiße von sich geben. Auch moderne Redewendungen wie "shit happens" finden darin ihren etymologischen Ursprung.

Ich bin gerne bereit diese These durch eine wissenschaftliche Debatte überprüfen zu lassen.

Über Träume

Viele glauben, es gäbe nichts Schmerzhafteres, als das Sterben eines Traumes erleben zu müssen.

Träume aber verhalten sich nicht wie Seifenblasen, die platzen, sobald sie den Boden berühren. Vielmehr sind sie wie Sterne, immer da, die sich in Seen spiegeln, in Wasserpfützen oder Fensterscheiben.

Die Spiegel unserer Träume sind die Menschen, mit denen wir zu tun haben, unsere Beziehungen und Erlebnisse. Wir neigen dazu, unser Augenmerk nur auf die Spiegel zu richten und das, was wir darin sehen, halten wir für real. Ein Spiegel aber kann blind werden, er kann zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein. Dann sieht es so aus, als seien auch unsere Träume zerstört und verschwunden. Aber sie sind da. Gleich den Sternen am nächtlichen Himmel einer Großstadt, die unser unvollkommenes Auge nicht mehr wahr zu nehmen vermag, sind sie da und warten darauf, von dir neu entdeckt zu werden. Dann tust du gut daran, an eine Stelle zu gehen, von der aus man die Sterne sehen kann.

Scließe deine Augen.     

Schweige.

Atme.

Hörst du deinen Herzschlag?

Spürst du, wie es kribbelt in dir?

Vernimmst du das Rauschen deines eigenen Blutstroms in den Ohren?

Das ist dein Traum. Er ist da. Es ist dein Leben.

Es wartet auf dich wie eine Braut.

Geh, zieh dir das Leben rein, koste es mit allen Sinnen. Es gehört dir.

Achte nicht auf die Spiegel. Spiegel können blind werden. Sie können zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein.

Dein Traum aber existiert mit dir solange du lebst.

 Wo ist DEIN Ort, von wo aus du die Sterne sehen kannst?

Nachrichtenüberdruss

Es gibt Tage, da blättert man entspannt durch sein Internet und liest auf einer der üblichen Nachrichtenseiten (stern.de) fast nur Überschriften, die einem die Freude am Tag nehmen.

Es fängt an mit der üblichen Betroffenheitsmeldung, dass eine deutsche Famillie neben über hundert anderen Menschen in Spanien ums Leben gekommen ist, weil vermutlich auf Teufel komm raus gespart wurde. Nun weiß ich zwar nicht was diese Menschen so viel wichtiger macht als die vielen anderen Toten, oder warum dies interessanter ist, als die Versäumnisse der Fluglinie, aber seis drum.

Dann eine Umfrage wegen der Bildungspolitik. *Seufz* Was nützt es wenn man ohnehin mutmaßlich schwach gebildete Online-Leser (man weiß, dass vorrangig jüngere Menschen online-news lesen) dazu befragt, was falsch läuft in der Bildungspolitik? Die Antwort ist doch ganz einfach: Der dicke Oggersheimer hatte gemeint, dass Bildung kein Geld kosten darf und danach ging es steil bergab. Unsere derzeitige Regierung wird von seinem Mündel angeführt, da wird man wohl kaum mit einer Besserung rechnen dürfen - dazu müsste man ja Fehler zugeben... könnte man endlos fortsetzen.

Dass ein Kremlkritiker weiter im Knast bleibt ist da noch eine der harmloseren Nachrichten. Man weiß ja eh nicht, ob das der einzige Grund für seine Inhaftierung war.

Es mehren sich die Zweifler, dass die chinesischen Turnerinnen überhaupt das nötige Mindestalter von 16 Jahren haben. Nur weil die winzig sind, kaum 35 kilo wiegen und in älteren Dokumenten ein anderes Geburtsdatum stand als in den im Februar ausgestellten. Mal ganz ehrlich: Vom Urgedanken ausgehend ist die Olympiade doch ein Witz. Keiner glaubt mehr, dass Sport gesund ist. Man kann bei keinem Sieger mehr sicher sein, ob der Sieg durch Leistung oder Chemie erreicht worden ist. Wo ist denn da der Reiz? Die Sportler sind für tausend Interessen da, aber nicht mehr für das faire Kräftemessen, das ihr eigentliches Ziel sein sollte. Das ganze als Staatsauftrag zu betreiben um das Prestige zu erhöhen funktioniert somit zum Glück auch nicht mehr, aber das chinesische Regime ist ja bekanntlich nicht das schnellste wenn es um neue Entwicklungen geht. Eine zynische Form der Genugtuung.

Justizministerin Zypries, die mit Wolfgang Schäuble den fiesesten Datenkraken in ihren eigenen Reihen hat, die selbst allenfalls ein grenzwertiges Verständnis für demokratische Grundrechte hat, will den "Datendieben" an den Kragen. Tolle Idee Frau Zypries. Mein Vorschlag: Weniger Publicity-Gelaber - mehr Umsetzung, und da Sie es selber eh nicht wissen, fragen Sie doch endlich mal VORHER das Verfassungsgericht ob das was sie da vorhaben wenigstens halbwegs verfassungskonform ist. Schlimm genug, dass man Ihnen das sagen muss. Bei Ihrem Kollegen Schäuble ist vermutlich eh nix mehr zu retten.

Im gleichen Atemzug gelangen behördlich verschlampte Daten aus einem rheinlandpfälzischen Knast an die Öffentlichkeit, mich schockiert nur noch, dass sowas nur im Zuge anderer Schlampereien an die Öffentlichkeit kommt.

Die T-Com macht tatsächlich das was jeder vorhergesagt hat: Sie streicht Stellen und verschiebt Mitarbeiter in Billiglohn-Gesellschaften. Nur weiter so, den schwindenden Kundenzahlen begegnet man bestimmt am Besten durch miese Öffentlichkeitsarbeit und Senkung des Serviceniveaus.

Und dann natürlich Biosprit. Eine schwachsinnige Idee soll mit Subventionen, die ohnehin das Übel der modernen Wirtschaft sind, am Leben erhalten werden, NACHDEM die Fehler im Plan bereits für jeden erkenntlich zu Tage getreten sind. Intensive Landwirtschaft mit hohem Chemieeinsatz, miserable Kosten-Nutzenrechnung, keine echte CO2-Ersparnis und kürzere Lebenswerwartung der Motoren sind da nur die Spitze des Eisbergs. Steigende Lebensmittelpreise kommen auch bei denen nicht gut an, die ohnehin kein Interesse an ökologischem Verhalten haben. Der widerwärtige Populismus mit dem diese Pseudomaßnahme trotzdem beworben wird sprengt jede Dimension. Selbst wenn man es sich noch leisten kann: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich.....

Und trotzdem hoffe ich, dass morgen bessere Nachrichten kommen - schon seltsam.

Filmkritik: The dark knight

Heute Abend habe ich im Kino "The dark Knight" gesehen und möchte meine Ansicht dazu zum Besten geben.

The dark knight ist der Nachfolger von Batman begins, einer neuen Serie von Batmanverfilmungen, die deutlich weniger comicartig sind und sich durch eine eher düstere Stimmung auszeichnen. Mit Christian Bale wurde für die Hauptrolle ein hochkarätiger Schauspieler verpflichtet, der der Figur des Batman/Bruce Wayne neues Leben einhaucht. Auch für die weiteren Haupt- und Nebenrollen wurde äußerst nahmhaftes Personal gefunden wie Michael Caine (Alfred), Morgan Freeman (Lucius Fox), Aaron Eckhart (Harvey Dent), Gary Oldman (Chief Gordon) und natürlich Heath Ledger in seiner vorletzten Rolle als Joker.

Um es kurz zu machen: Der Film ist sicher einer der besten, wenn nicht sogar der Beste den ich je gesehen habe. Schauspieler, Drehbuch, Musik und Regie sind schlicht phänomenal. Jeder Charakter, der bereits im Vorgänger vorhanden war wird deutlich weiterentwickelt, alle Figuren sind vielschichtig und niemals langweilig. Die Geschichte bleibt nie stehen sondern wird ständig vorangetrieben. Die Bilder sind eindrucksvoll und die Kameraeinstellungen durchdacht. Es gilt ja als Hollywoods schlechtest gehütetes Geheimnis, dass Heath Ledger posthum den Oscar für die beste Nebenrolle erhalten wird, wozu ich nur sagen kann, dass alles andere auch eine gewaltige Fehlentscheidung wäre. Seine Darstellung des Jokers ist der neue Maßstab, an dem sich jeder zukünftige Comicbösewicht messen muss. Ein finsterer Joker, der das Chaos ehrlich liebt und auf diese Art mehr Schrecken im Zuschauer erzeugt, als man es überhaupt für möglich halten sollte.

Dennoch gibt es auch humorvolle Momente, die nicht ausschließlich dem Lösen der Spannung dienen, sondern ebenfalls der Charakterentwicklung. So wird beispielsweise das Verhältnis zwischen Bruce Wayne und Alfred auf diese Art deutlicher beleuchtet in welchem sich das einzig verbliebene Familienleben des Helden findet - sein Hort der Ruhe.

Alles in allem kann ich den Film jedem nur wärmstens ans Herz legen und die DVD ist schon fest vorgemerkt.

Morgans Late Night News

Wiesbaden Um die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben sich gestern Vorstandsmitglieder der Ersatzkassen auf ein neues Behandlungskonzept im Bereich der ambulanten minimal-invasiven Therapie geeinigt. Das Konzept, das zunächst nur als Modellversuch in einigen Bundesländern eingeführt wird, sieht vor, dass Ärzte zwar weiterhin Anästhesie und Operation vornehmen, der Patient aber die Nachsorge sowie den Verbandwechsel selbst übernimmt und erhält den Namen "Cut and go".

Berlin Die Unionsparteien sind zwar nach wie vor gegen die Einführung eines Mindestlohns, möchten "sittenwidrige Löhne" aber dennoch verbieten. Arbeitgeberverbände laufen hiergegen bereits Sturm: "Wenn sittenwidrige Löhne verboten werden, müssen sich einige unserer Vorstandschefs ernsthaft Sorgen um ihre Bezüge machen", so ein Sprecher.

Frankfurt / Main Opfer einer tragischen Verwechslung wurde gestern Abend ein türkischer Geschäftsmann. Beamte eines SEK stürmten die Wohnung des Türken in Frankfurt-Höchst in dessen Abwesenheit, weil sie einen Top-Terroristen dort vermuteten. Der Mann hatte, um seine Abwesenheit kenntlich zu machen, ein Schild an seiner Wohnungstür befestigt: Bin Laden...

Rom Nach zahlreichen Protesten vor allem von führenden Unternehmen der Touristikbranche hat das italienische Parlament das Rauchverbot in Lokalen ein wenig gelockert. In Bars und Cafes darf nun wieder geraucht werden. Bedingung: Die Raucher verzichten für die Dauer des Aufenthalts aufs Ausatmen...

Stell dir vor, es ist Bürgerentscheid und keiner geht hin

So geschehen neulich in Heidelberg.

Eine ganze Reihe städtischer Wohnungen in einem als "sozialer Brennpunkt" geltenden Viertel sollte an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft werden. Unabhängig davon, ob die Wohnungen nun zu Tode saniert und abgerissen oder nur kräftig gepimpt werden sollten - Fakt ist, der billige Wohnraum wäre über kurz oder lang einer saftigen, für einkommensschwache Menschen nicht mehr zu finanzierenden Miete gewichen.

Es war kein Wunder, dass hierüber kräftiger Unmut entstand. Heidelberg sieht sich immer noch gerne als weltoffen, multikulti, intellektuell und politisch aktiv. So gesehen war es ebenfalls kein Wunder, dass der Ruf nach einem Bürgerentscheid laut wurde, der über das Schicksal der Wohnungen entscheiden sollte. Irgendwie auch kein Wunder war, dass die schwer um Stimmen kämpfende politische Führungsebene in Heidelberg letztlich nicht einmal ungern diese thematisch brisante Entscheidung in die Händer der Bürger zurückgab, die sich ja augenscheinlich darum rissen, ihr politisches Mitbestimmungsrecht wahr zu nehmen.

Aber, wie so oft griff auch hier der Grundsatz, dass Hunde, die bellen, selten beißen. Vielleicht war das Wetter zu schön am Wahlsonntag, vieleicht gabs irgendwo Freibier, vielleicht lag ein Großteil der Heidelberger Bevölkerung mit grimmem Bauchweh zu Bett - es wurde jedenfalls nichts mit dem Bürgerentscheid. Gerade einmal 22,4 % der wahlberechtigten Bürger fanden den Weg ins Wahllokal. Nötig gewesen wären 25 %... Die Entscheidungsbefugnis geht somit wieder an den Stadtrat zurück.

Was für Lehren hieraus zu ziehen sind, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die, dass das Instrument des Bürgerentscheids nicht grundsätzlich seine Berechtigung habe. Auch nicht unbedingt die, dass die Deutschen zu blöd für die Demokratie seien. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten eigentlich ganz gerne regiert werden - egal von wem, solange sie dagegen meckern dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. So hat vielleicht tatsächlich jedes Volk die Regierung, die es verdient...

 

(zum Nachlesen: http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1178987_pcontent_l1/content.html )

 

 

Fünf einfache Tipps, jede Beziehung zu ruinieren

Für SIE: Überfallen Sie ihn gleich bei seiner Heimkehr mit einem Bericht darüber, was sich seine Mutter / die Kinder / die Kassiererin wieder geleistet haben. Bittet er zunächst um eine Verschnaufpause, verfallen Sie in beleidigtes Schweigen, weil er "ja sowieso nie Zeit" für Sie hat.
Für IHN: Begrüßen Sie bei der Heimkehr ausgiebig den Hund, küssen Sie ihre Frau abwesend auf den Mundwinkel, heben Sie dann demonstrativ einen herumliegenden Hausschuh auf und fragen vorwurfsvoll:"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Für SIE: Fragen Sie ihn möglichst häufig, was er gerade denkt und ob er Sie noch liebt. Ziehen Sie die Wahrhaftigkeit seiner Antwort anschließend grundsätzlich in Zweifel. Gut sind auch Fragen wie:"Bin ich dir auch wirklich nicht zu dick?" oder "War es mit deiner Ex besser?".
Für IHN: Antworten Sie möglichst einsilbig auf alle Fragen Ihren Tagesablauf betreffend. Lässt sich ein vollständiger Satz nicht vermeiden, verwenden Sie nur:"Davon verstehst du sowieso nichts." Sollte Ihre Frau ihre Bemühungen ein Gespräch in Gang zu bringen, nicht aufgeben, stellen Sie den Fernseher lauter.

Für SIE: Nehmen Sie hemmungslos zu. Versteigern Sie Ihre Dessous meistbietend bei e-bay und schaffen Sie sich vom Erlös ein paar praktische Garnituren aus kochfester Baumwolle an. Außerdem eine sogenannte Karottenjeans und formlose T-Shirts. Spätestens zum dreißigsten Geburtstag trennen Sie sich von Ihrer Wallemähne zu Gunsten einer halblangen Einheitsdauerwelle in Straßenköterblond mit Strähnchen.
Für IHN: Pflegen Sie Ihren Bauch. Sie haben ihn schließlich bezahlt. Weisen Sie Ihre Frau darauf hin, dass sie auch nicht gerade aussieht wie Miss Germany. Tragen Sie Feinripp-Unterhemden und braune Cordjeans. Ihrem Rasierer gönnen Sie ausgiebige Pausen. Denken Sie daran, dass zu häufiger Einsatz von Duschgel und Deo die Haut schädigt.

Für SIE: Zupfen Sie in der Öffentlichkeit ständig an Frisur und Kleidung Ihres Mannes herum. Nennen Sie ihn in Gegenwart anderer "Hasilein" und "Schnuckelchen". Erinnern Sie ihn bei Einladungen fürsorglich daran, dass er von Schafskäse Blähungen bekommt. Und vor allem: Nehmen Sie ihm vor den Augen der Kollegen den zweiten Drink aus der Hand, weil "Karl-Heinz nicht soviel verträgt."
Für IHN: Nutzen Sie die Fehler und Schwächen Ihrer Frau, um darüber vor Ihren Gästen Witzchen zu machen. Rollen Sie bei Gesprächsbeiträgen Ihrer Frau demonstrativ mit den Augen und lächeln Sie gequält. Fragen Sie ihren Chef, ob sie im Büro auch so viel Unsinn redet. Loben Sie das Outfit ihrer Lieblingsfeindin und fordern Sie Ihre Frau auf, sich daran mal ein Beispiel zu nehmen. Scheuen Sie sich nicht, die Arbeit Ihrer Frau ins Lächerliche zu ziehen, um selber besser dazustehen.

Für SIE: Weisen Sie jeden Versuch Ihres Mannes, zärtlich zu werden, kategorisch ab. Erinnern Sie ihn daran, dass die Kinder noch wach sind / die Wäsche noch nicht aufgehängt / die Lohnsteuer noch nicht gemacht wurde. Bezichtigen Sie ihn des Wüstlingtums oder der Notgeilheit. Geht es gar nicht anders, lassen Sie ihn mit den Worten: "Also schön, damit du Ruhe gibst" machen.
Für IHN: Gehen Sie auf Einwände Ihrer Frau bezüglich der Art, des Orts oder der Zeit des Zusammenseins großzügig hinweg. Wozu sind Sie schließlich verheiratet? Drehen Sie sich nach vollbrachtem Werk möglichst schnell herum und schlafen Sie, um einem Gespräch zu entgehen. Sollte sich ihre Frau beklagen, zu kurz gekommen zu sein, bezichtigen Sie sie der Frigidität. Alle ihre Vorgängerinnen waren schließlich zufrieden. Sollten Sie selbst zu kurz gekommen sein, geben Sie ihr ruhig die Schuld. So, wie sie aussieht...

Bei konsequenter Beherzigung dieser Verhaltensregeln dürfte einem baldigen Scheitern der Beziehung nichts mehr im Wege stehen!

Mittelaltermarkt Lichtenburg 2008

In der Kleinserie "Eingerahmte Aussichten von Mittelaltermärkten", heute der Ausblick von einem Wachturm auf der Lichtenburg, wo an diesem Wochenende ein mittelprächtiger Markt stattfand, der als pro einige interessante Händler und nette Menschen im Lager, sowie die tolle Umgebung für sich verbuchen konnte. Negativ war leider der geringe Besuch, vermutlich wegen mangelnder Werbung und viele Tinnef-Händler.