Schöpfungstheorie 20 - Clownsnase

Das Universum ist das Innenleben einer Clownsnase. Der Clown heißt Bozo und ist vielen als Smiley bekannt.

Leider hat er nicht immer einen guten Tag und wenn er krank wird, dann tropft ein bischen Rotz in die Nase. Hieraus sind unsere Galaxien. Wir selber sind die Nachfahren der Krankheitskeime, die einst für das Ausschniefen unseres Universums gesorgt haben. Somit haben auch wir indirekt einen Anteil an der Existenz unseres Universums. Da Bozo aber ein lieber Clown ist, der gerne die lachenden Kinderaugen sieht und somit seine lustige Nase eigentlich nie absetzt ist unsere Existenz weiterhin gesichert.

Diese Theorie erklärt warum das Universum einem manchmal komisch vorkommt, und man manchmal lachen muss ohne dass ein besonderer Grund dafür vorliegt. Es erklärt auch warum manche Menschen einfach rotzfrech sind.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 19 - Schwerkraft

Das Universum besteht aus Schwerkraft. Von der Schwerkraft leiten sich die Zustände Energie und Materie in ihren jeweils vielfältigen Darreichungsformen ab. Anders als von vielen geglaubt ist aber nicht die Energie die Kernform allen Seins sondern eben die Schwerkraft.

Wenn sich die Schwerkraft "zersetzt", dann zerfällt sie hauptsächlich in Energie, wenn sie sich zusammenballt, dann wird Materie daraus, die dann ihrerseits weiter Schwerkraft an sich zieht und somit sich selbst zu mehren sucht. Schwerkraft hat jedoch immer eine Richtung, die primär von der höchsten Konzentration selbiger bestimmt wird. Im Universum jedoch, im scheinbar leeren Raum ist sie im Fluss, sie strömt in viele Richtungen, oft gleichzeitig, bis sie in die eine oder andere Form umgewandelt wird.

Diese seltsame Erscheinungsform, die gleichzeitig so einfach und dennoch so kompliziert ist, macht der Gravitation selbst schwer zu schaffen, daher hat sie mit dem Leben eine eigene Form gewählt, die sowohl Materie als auch Energie vereint und die Möglichkeit bietet sich selbst zu erforschen.

Diese Theorie erklärt die Schwerkraft. Sie erklärt außerdem warum uns manches selbst dann so furchtbar schwer fällt wenn wir eigentlich voller Energie sind.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 18 - Blatt im Wind

Die Welt ist zweidimensional. Die Galaxien sind Blätter, die ein sanfter Wind aus einem mächtigen Baum pustet. Jede Galaxie für sich ist in ebenso flache, zweidimensionale Sonnensysteme aufgeteilt. Die Rundung der Himmelskörper ist eine Illusion, denn nur unsere Vorstellungskraft gibt den Dingen Tiefe.

So treiben wir im Universum und können immer nur eine Seite der Dinge sehen. Diejenigen mit genügend Verstand sind in der Lage sich des fehlenden Blickwinkels bewusst zu werden und vergessen nicht, das alles auch eine andere Seite hat. Denn das Blatt auf dem wir existieren wird vom Wind umhergewirbelt, und je nach dem wie es sich wendet kommen unterschiedliche Seiten einer Sache nach oben. Was auf einer Seite großartig und berauschend schön ist, das erscheint auf der anderen Seite bedrohlich und übermächtig. Dennoch kann es das Schöne nicht ohne die Kehrseite geben und somit verlöre man mit dem Bösen auch das Gute.

Diese Theorie erklärt, warum wir manchmal scheinbar willenlos durch unser Leben treiben, warum uns manches Mal etwas vertrautes plötzlich ganz anders und neu erscheint. Es macht begreiflich warum man mit einer einseitigen Betrachtungsweise nie die Natur der Dinge verstehen kann. Außerdem erklärt es das fasziniert melancholische Gefühl, das uns ergreift wenn wir die fallenden Blättern im Herbst beobachten.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 17 - fraktaler Nebel

Das Universum ist ein einziger gigantischer Nebel, der aus Unklarheit und der Unwissenheit im Multiversums besteht, was seinerseits wiederum im Nebel eines noch größeren X-versums schwebt.

Wie Morgan ja in Schöpfungstheorie 14 bereits ausgeführt hat befindet sich die Welt ständig unter der Kontrolle der Vorstellungskraft. In der Tat ist dies aber ein Vorgang, der bestimmend für das gesamte Universum ist. Er vollzieht sich in verschiedenen Größenordnungen immer wieder. Das uns bekannte Universum ist vom Nebel des Chaos durchzogen, der sich an bestimmten Kondensationskeimen zu solcher Dichte zusammenfindet, dass er für uns sichtbar wird. Diese Keime der Ordnung sind unsere Sonnen, in deren Umfeld auch die Planeten, die Monde und schließlich das Leben kondensieren. Denn wir alle sind Tautröpfchen des Universums, das innerhalb besagten X-versums versucht sich selbst zu begreifen und seinen Platz in selbigem zu bestimmen.

Und so reift mit unserem Forscherdrang denn auch tropfenweise die Erkenntnis um dereinst zum Meer des Wissens zu werden. Eines Tages wird aller Zweifel verschwunden und das gesamte Universum zu einer einzigen Erkenntnis kondensiert sein.

Diese Theorie erklärt warum wir nie aufhören können neugierig zu sein.

Auch hierüber darf gerne eine wissenschaftliche Debatte geführt werden.

Schöpfungsgeschichte 16 - Biomüll

Das Universum entstand aus den Resten eines vergessenen Schulbrots, das ein Kind Gottes nicht mochte und deshalb unter der Schulbank liegen ließ. Das Brot und der Käse begannen zu gären und zu schimmeln und daraus entstand das erste Leben. Als die Muttergottes das gammelige Brot entdeckte, kippte sie den Inhalt der Brotdose einfach aus dem Fenster. Aus den Krümeln und Bröckchen entstanden die Planeten und Sonnen und der Schimmelüberzug dehnte sich zumindest auf einigen Bröckchen aus und nahm vielgestaltige Formen an.

Dies erklärt zumindest, warum Kinder immer wieder ihr Schulbrot vergammeln lassen - sie spielen unbewusst die Schöpfung nach. Und es erklärt auch, wieso ein Schimmelkäse manchmal mehr Kultur hat als der, der ihn isst...

Schöpfungstheorie 15 - Arkelanfall

Diese Theorie entstammt dem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" (The Hitchhikers Guide to the Galaxy) von Douglas Adams.

Viele Völker glauben, das Universum wurde von so etwas Ähnlichem wie einem Gott erschaffen, allerdings meinen die Jatravartiden auf Viltwodl VI, dass ein Wesen namens „Großer Grüner Arkelanfall“ das ganze Universum einfach ausgeniest hat.

Die Jatravartiden, die in ständiger Furcht vor einer Zeit leben, die sie „Die Ankunft des Großen Weißen Taschentuchs“ nennen, sind kleine blaue Geschöpfe mit jeweils mehr als fünfzig Armen, und sie sind deshalb so einzigartig, weil sie die einzige Rasse der Universengeschichte sind, die das Deospray noch vor dem Rad erfand.

Die Lehre vom Großen Grünen Arkelanfall hat aber außerhalb von Viltwodl VI nicht sehr viele Anhänger, und so wird, da das Universum nun mal so verwirrend ist, ständig nach anderen Erklärungen gesucht.

Über diese Theorie wird ohnehin schon intensiv diskutiert.

 

Schöpfungstheorie 14 - Konzentrationssache

Die Welt und alles darin existiert lediglich, weil es Wesen gibt, die glauben, dass es die Welt und alles was darin ist gibt. Was nicht erdacht und geglaubt wird, existiert auch nicht.

Erste Hinweise auf diese Schöpfungstheorie erhielt ich vor einiger Zeit durch meine damals  favorisierte Form der Schlafstörung, einem bis nach Mitternacht ausgedehnten Chat mit fenrir. Als ich nämlich erwähnte, gleich off gehen zu müssen, da ich anderntags bereits um 6h30 aufstehen müsse, zweifelte fenrir entschieden an, dass es um diese Uhrzeit überhaupt schon eine Welt gebe, in die hinein man aufstehen könne! Ich hielt dies für die unbedachte Äußerung eines Landmenschen - wenn man zwischen Hügeln aufwächst, wird man vermutlich so. Immerhin hatte ich in der Großstadt nie Grund gehabt, die Existenz der Welt auch zwischen Mitternacht und Morgen anzuzweifeln! Inzwischen wohne ich selbst zwischen den Hügeln und hatte mehrfach Gelegenheit, die morgendliche Entstehung der Welt mitzuerleben. Wenn ich nämlich nach meiner derzeit favorisierten Form der Schlafstörung, einem bis nach Mitternacht ausgedehnten - äh, nein, nicht Chat... - mal aus dem Fenster sehe, sehe ich - NICHTS! Dichter Nebel - oder was immer diese blickdichte, grauweiße Masse sein mag - beginnt direkt vor meinem Fenster und verschluckt Geräusche, Licht, Objekte... Vermutlich ist unter dem Nebel tatsächlich NICHTS! Erst gegen Morgen zieht sich der Nebel langsam zurück und gibt Stück für Stück den Blick frei auf eine neue, noch nicht ganz trockene Welt. Lediglich hölzerne Stege führen von abgelegenen Bauernhöfen zu den Kuhställen, verschlafene Gestalten tragend. Hin und wieder durchschneiden die Scheinwerferlichter einsamer Autos die neblige Ursuppe, aus dem NICHTS kommend, im NICHTS verschwindend... Es scheint demnach tatsächlich so zu sein, dass die Welt in dem Maße ersteht, in dem Menschen (oder überhaupt Wesen) wach genug sind, sich diese Welt zu erdenken. Und ich habe nach intensiver Recherche, angestrengtem Überlegen und dem Konsum von insgesamt ca. drei Flaschen Met im Dienste der Wissenschaft  mittlerweile Beweise für diese Theorie gefunden, die ich einer ernsthaften Diskussion auf gewohnt hohem Niveau zur Verfügung stelle:

1.  Engel, Drachen etc. sieht nur der, der an sie glaubt - für alle anderen sind diese Wesen nicht existent.

2. Nachts gibt es den meisten Nebel und die wenigste Welt, weil die meisten Menschen schlafen und nicht bewusst sind.

3. In der Großstadt gibts nachts mehr Welt als zwischen den Hügeln, weil dort mehr Menschen wach sind.

4. Es sterben mehr Menschen in der Nacht, weil keiner da ist, der an sie denkt. Und wenn sie dann zu tief schlafen, passierts...

5. Die meisten Autounfälle passieren nachts im Nebel - ein Mal nicht auf die Straße konzentriert: wupps, ist die Straße weg!

In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens meinem wissenschaftlichen Assistenten fenrir meinen Dank aussprechen fürs unermütliche Herbeischaffen von Met.

Schöpfungstheorie 13 - Pech

Das Universum besteht eigentlich aus ätherischem Pech. Darin treiben die Galaxien, Sterne und Planeten, die gegen den Hintergrund hervorstechen. Wie kleine Leuchtpunkte scheinen die Sterne zu strahlen, die uns eigentlich nur durch die Abwesenheit der Dunkelheit so hell vorkommen. Alles was nicht aus diesem Pech besteht ist einfach nur inselbiges hineingeraten.

Diese These erklärt warum das Universum so dunkel ist. Außerdem erklärt sie warum die Galaxien diese Spiralform haben (sowas passiert halt wenn man was Festes in was Zähes einrührt). Darüber hinaus lässt sich hiermit erklären warum Menschen die einen speziellen Kontakt zum Universum haben, das Pech an den Fingern zu kleben scheint, beziehungsweise warum manche nichts als Pech zu haben scheinen.

Diese Theorie steht für eine Erörterung in einer wissenschaftlichen Debatte bereit.