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Fenrirs blog

Schöpfungsgeschichte 22 - Kuchen

Das bekannte Universum ist ein gigantischer Kuchen, der sich gerade im Zustand des Gebackenwerdens befindet. Wir kennen weder den Bäcker noch das genaue Rezept. Dies macht es uns unmöglich, trotz annähernd exakter Kenntnisse über Zutaten und physikalische Vorgänge im Ofen Aussagen zu treffen über das zu erwartende Ergebnis. Ebenso können wir mangels Rezept aus den bekannten Zutaten nichts erschaffen, was einem vergleichbaren Kuchen auch nur annähernd gleichkommt.

Diese Theorie erklärt zum einen unsere angeborene Vorliebe für Süßes, aber auch, warum manche Leute anscheinend nie etwas gebacken kriegen.

Zum anderen kann hieraus abgeleitet werden, warum das Universum zu Anbeginn der Zeit anders aussah als es dies jetzt tut und dass es zwangsläufig künftig anders aussehen wird als derzeit - auch ein Kuchen sieht im Rohzustand anders aus als im Zustand des Gebackenwerdens oder als fertiges Produkt.

Schöpfungstheorie 21 - fahrlässige Schöpfung

Das Universum ist Nebenprodukt eines fehlgeschlagenen Experiments. Ein Wissenschaftler hatte ohne gültige Lizenz mit Rohuniversumsmaterial herumhantiert, als plötzlich der Inhalt zweier Gefäße unbeabsichtigt in Kontakt kam und eine Explosion auslöste (vielen als Urknall geläufig), die das Haus des Wissenschaftlers an einen neue Anschrift versetzte und ein völlig ungewolltes Universum erzeugte.

Seither verbüst der Erzeuger des Universums eine lange Haftstrafe wegen fahrlässiger Schöpfung mit Lebensfolge und wird erst in einiger Zeit wieder auf freien Fuß kommen (je nach Führung in 1 bis 2 Milliarden Jahren), ob er sich dann allerdings um seinen Nachwuchs kümmern wird steht in den Sternen. Da leider noch niemand in der Lage war ins Innere eines dieser Sterne zu kommen, konnte die Antwort auch noch nicht abgelesen werden.Vermutlich wird er aber ohnehin nicht mehr bei bester geistiger Gesundheit sein wenn er rauskommt, da eine seiner Haftauflagen darin bestand sich nur mit dem schlimmsten, intellektuell minderwertigsten Abfall des Universums abzugeben um seine Forscherambitionen in den Griff zu kriegen. Aus diesem Grund wird er derzeit gezwungen ununterbrochen Castingshows und Telenovelas anzusehen, weshalb bezweifelt werden darf, dass er bei seiner Entlassung einen guten Universumsvater abgeben wird.

Diese Theorie erklärt warum wir im Universum so alleingelassen sind. Außerdem erklärt sie warum es immer noch Fernsehprogramme zur Verblödung gibt.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 20 - Clownsnase

Das Universum ist das Innenleben einer Clownsnase. Der Clown heißt Bozo und ist vielen als Smiley bekannt.

Leider hat er nicht immer einen guten Tag und wenn er krank wird, dann tropft ein bischen Rotz in die Nase. Hieraus sind unsere Galaxien. Wir selber sind die Nachfahren der Krankheitskeime, die einst für das Ausschniefen unseres Universums gesorgt haben. Somit haben auch wir indirekt einen Anteil an der Existenz unseres Universums. Da Bozo aber ein lieber Clown ist, der gerne die lachenden Kinderaugen sieht und somit seine lustige Nase eigentlich nie absetzt ist unsere Existenz weiterhin gesichert.

Diese Theorie erklärt warum das Universum einem manchmal komisch vorkommt, und man manchmal lachen muss ohne dass ein besonderer Grund dafür vorliegt. Es erklärt auch warum manche Menschen einfach rotzfrech sind.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 19 - Schwerkraft

Das Universum besteht aus Schwerkraft. Von der Schwerkraft leiten sich die Zustände Energie und Materie in ihren jeweils vielfältigen Darreichungsformen ab. Anders als von vielen geglaubt ist aber nicht die Energie die Kernform allen Seins sondern eben die Schwerkraft.

Wenn sich die Schwerkraft "zersetzt", dann zerfällt sie hauptsächlich in Energie, wenn sie sich zusammenballt, dann wird Materie daraus, die dann ihrerseits weiter Schwerkraft an sich zieht und somit sich selbst zu mehren sucht. Schwerkraft hat jedoch immer eine Richtung, die primär von der höchsten Konzentration selbiger bestimmt wird. Im Universum jedoch, im scheinbar leeren Raum ist sie im Fluss, sie strömt in viele Richtungen, oft gleichzeitig, bis sie in die eine oder andere Form umgewandelt wird.

Diese seltsame Erscheinungsform, die gleichzeitig so einfach und dennoch so kompliziert ist, macht der Gravitation selbst schwer zu schaffen, daher hat sie mit dem Leben eine eigene Form gewählt, die sowohl Materie als auch Energie vereint und die Möglichkeit bietet sich selbst zu erforschen.

Diese Theorie erklärt die Schwerkraft. Sie erklärt außerdem warum uns manches selbst dann so furchtbar schwer fällt wenn wir eigentlich voller Energie sind.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 18 - Blatt im Wind

Die Welt ist zweidimensional. Die Galaxien sind Blätter, die ein sanfter Wind aus einem mächtigen Baum pustet. Jede Galaxie für sich ist in ebenso flache, zweidimensionale Sonnensysteme aufgeteilt. Die Rundung der Himmelskörper ist eine Illusion, denn nur unsere Vorstellungskraft gibt den Dingen Tiefe.

So treiben wir im Universum und können immer nur eine Seite der Dinge sehen. Diejenigen mit genügend Verstand sind in der Lage sich des fehlenden Blickwinkels bewusst zu werden und vergessen nicht, das alles auch eine andere Seite hat. Denn das Blatt auf dem wir existieren wird vom Wind umhergewirbelt, und je nach dem wie es sich wendet kommen unterschiedliche Seiten einer Sache nach oben. Was auf einer Seite großartig und berauschend schön ist, das erscheint auf der anderen Seite bedrohlich und übermächtig. Dennoch kann es das Schöne nicht ohne die Kehrseite geben und somit verlöre man mit dem Bösen auch das Gute.

Diese Theorie erklärt, warum wir manchmal scheinbar willenlos durch unser Leben treiben, warum uns manches Mal etwas vertrautes plötzlich ganz anders und neu erscheint. Es macht begreiflich warum man mit einer einseitigen Betrachtungsweise nie die Natur der Dinge verstehen kann. Außerdem erklärt es das fasziniert melancholische Gefühl, das uns ergreift wenn wir die fallenden Blättern im Herbst beobachten.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 17 - fraktaler Nebel

Das Universum ist ein einziger gigantischer Nebel, der aus Unklarheit und der Unwissenheit im Multiversums besteht, was seinerseits wiederum im Nebel eines noch größeren X-versums schwebt.

Wie Morgan ja in Schöpfungstheorie 14 bereits ausgeführt hat befindet sich die Welt ständig unter der Kontrolle der Vorstellungskraft. In der Tat ist dies aber ein Vorgang, der bestimmend für das gesamte Universum ist. Er vollzieht sich in verschiedenen Größenordnungen immer wieder. Das uns bekannte Universum ist vom Nebel des Chaos durchzogen, der sich an bestimmten Kondensationskeimen zu solcher Dichte zusammenfindet, dass er für uns sichtbar wird. Diese Keime der Ordnung sind unsere Sonnen, in deren Umfeld auch die Planeten, die Monde und schließlich das Leben kondensieren. Denn wir alle sind Tautröpfchen des Universums, das innerhalb besagten X-versums versucht sich selbst zu begreifen und seinen Platz in selbigem zu bestimmen.

Und so reift mit unserem Forscherdrang denn auch tropfenweise die Erkenntnis um dereinst zum Meer des Wissens zu werden. Eines Tages wird aller Zweifel verschwunden und das gesamte Universum zu einer einzigen Erkenntnis kondensiert sein.

Diese Theorie erklärt warum wir nie aufhören können neugierig zu sein.

Auch hierüber darf gerne eine wissenschaftliche Debatte geführt werden.

Schöpfungsgeschichte 16 - Biomüll

Das Universum entstand aus den Resten eines vergessenen Schulbrots, das ein Kind Gottes nicht mochte und deshalb unter der Schulbank liegen ließ. Das Brot und der Käse begannen zu gären und zu schimmeln und daraus entstand das erste Leben. Als die Muttergottes das gammelige Brot entdeckte, kippte sie den Inhalt der Brotdose einfach aus dem Fenster. Aus den Krümeln und Bröckchen entstanden die Planeten und Sonnen und der Schimmelüberzug dehnte sich zumindest auf einigen Bröckchen aus und nahm vielgestaltige Formen an.

Dies erklärt zumindest, warum Kinder immer wieder ihr Schulbrot vergammeln lassen - sie spielen unbewusst die Schöpfung nach. Und es erklärt auch, wieso ein Schimmelkäse manchmal mehr Kultur hat als der, der ihn isst...