Wenn man den Verdacht hat es stimmt was nicht

 Regel 1: Hör auf dich selbst zu belügen und schau dir dein Leben an. Vergleich es mit deinen Wünschen von früher.

 Regel 2: Suche und finde den Arsch in deiner Hose.

 Regel 3: Hör verdammt nochmal auf dich selber zu belügen.

 Regel 4: Denk nochmal über Regel 1 - 3 nach.

 Regel 5: Denken is ne gute Sache, hör nicht auf damit.

 Regel 6: Es gibt IMMER einen anderen Weg, auch wenn er vielleicht grad nicht offensichtlich ist.

 Regel 7: Nur weil es sich so ANFÜHLT als würdest du was verlieren wenn du tust was getan werden muss, heißt das noch lange nicht, dass es so sein wird.

 Regel 8: Du bist auch etwas wert, wenn du dazu stehst dich in jemandem getäuscht zu haben.

 Regel 9: Man kann nicht alles/jeden retten.

Regel 10: Schuldgefühle helfen niemandem, besonders dir nicht.

Werbung in eigener Sache

Neben einem gewissen Maß an Faulheit war auch ein weiterer Faktor für die geringe Aktivität in diesem blog in letzter Zeit verantwortlich.

Meine Zeit und Energie ist in ein Projekt gewandert was mir sehr am Herzen liegt:

www.wild-und-wuerzig.de

Dort werden Informationen rund um mein Hobby, die Kräutergärtnerei, geboten, sowie im Online-Shop ausgewählte Spezialitäten aus der Region Saar, Nahe, Hunsrück und Rheinhessen offeriert. Vieles was sonst nur auf Märkten erhältlich ist kann dort online bestellt werden.

Das Forum dort is derzeit noch extern, wird aber in den nächsten Wochen auch auf den Wild & Würzig Server umgezogen.

Abgespeist! - Über die Lügen der Lebensmittel-Industrie

Dies habe ich grade im Fernsehen gesehen und im I-Net gefunden:

www.foodwatch.de


Hier kann man nachlesen, was uns die Nahrungsmittelindustrie weismachen will - und was wirklich dran ist an Versprechen wie: So wertvoll wie ein kleines Steak.
Für alle, die es schon immer gewusst haben, aber bisher zu faul waren, aus ihrem Wissen auch Konsequenzen zu ziehen (wie ich *schäm* ) für alle, die sich erst neuerdings mit dem Thema gesunde Ernährung auseinander setzen und für alle, die den letzten Anstoß brauchen, um endlich konsequent naturbelassene Nahrungsmittel zu kaufen und sich ihre Leckereien selber zu machen - wer Rezepte braucht, wende sich vertrauensvoll an "den Fischer un sin Fruu", sprich: fenrir und Morgan).

Schöpfungstheorie 28 - Avatare

Die Welt ist ein ausgefallenes Online-Spiel, das von hyperintelligenten Wesen geschaffen wurde. Alle Menschen die darin herumlaufen sind die Avatare der Spieler, die für die Teilnahme am Spiel ein ziemliches Sümmchen zahlen müssen.

Es finden sich denn auch in dieser Welt die typischen Charaktere wieder, die man aus MMORPGs kennt: Die Handwerker, die Kämpfer, die Gauner und die Goldfarmer, sowie viele andere mehr. Alles um uns herum ist nur Deko und von den Wesen erschaffen worden um dem Spiel einen lebendigeren Touch zu geben. Dennoch ist nicht alles fertig geworden: So sehen zum Beispiel Männer in der Regel immer noch nur 16 Farben, während Frauen ungleich mehr davon erkennen können.

Auch wurde leider das Problem mit der allzu leicht zerstörbaren Umwelt noch nicht gepatched. Möglicherweise wird dies bei einem der nächsten Upgrades nachgereicht, aber anscheinend wird diesem Bug keine sonderlich große Bedeutung beigemessen.

Dies erklärt warum manche Menschen plötzlich so geistlos erscheinen (wenn ihr Spieler offline gegangen ist) und warum andere sich so schwer zurechtfinden (unerfahrener Spieler). Es erklärt auch warum manche Menschen einen spielerischen Umgang mit der Welt finden und andere nur wie verzogene Kinder handeln.

Auch diese Theorie steht für eine wissenschaftliche Debatte zur Verfügung

Schöpfungstheorie 27 - Tastatur

Das Universum und die in ihm enthaltenen Galaxien sind nur der Zwischenraum in einer Tastatur. Die Tastatur stand am PC eines nicht sonderlich reinlichen Computerspielers, der sich allerdings mittlerweile eine Neue beschafft und diese hier auf die Seite gelegt hat.

Es ist unser großes Glück, dass er sowohl zu faul war einfach den Tastenzwischenraum auszusaugen, als auch dass er augenscheinlich nicht über das Rezept für die berühmte Tastatursuppe verfügte. Das Ende des Universums droht somit nur von einer möglichen Freundin des Zockers, aber wir wissen ja alle wie unwahrscheinlich das ist, oder falls bei der Untersuchung, nach dem bekanntlich zwangsweise stattfindenden Amoklauf des Gamers, das Labor bei der DNA-Analyse alles kaputtmacht.

Bis dahin kann aber das Leben in unserem Universum weiter gedeihen und wenn sich unsere Raumfahrt schnell genug entwickelt können wir diese Tastatur verlassen und das Leben in einer anderen zur Hölle machen.

Diese Theorie erklärt unseren Hang zu Computern und zeigt anschaulich auf wie aus etwas weggeworfenem und vergessenem, etwas interessantes und wertvolles werden kann. Es erklärt auch warum Menschen so oft in den Krümeln suchen.

Auch diese Thorie steht für eine wissenschaftliche Debatte zur Verfügung.

Schöpfungstheorie 26 - Paradiesapfel

Als Gott das Paradies erschaffen hatte, bevölkerte er es mit Wesen aller Art. Sein schönstes Werk, sozusagen die Krone der Schöpfung aber war ein Menschenpaar, Adam und Eva. Diese beiden waren nach Gottes Ebenbild geschaffen und trugen das Göttliche in sich. Und was immer sie berührten, war inspiriert und beseelt. Weil das Menschenpaar so perfekt war, schenkte Gott ihnen das Paradies ohne jede Bedingung.

 Eines Tages entdeckte Eva an einem Baum eine schöne rote Frucht. Sie pflückte sie und kostete ganz vorsichtig an einer Seite. Die Frucht war köstlich. Sie trug sie zu ihrem Gefährten und ließ ihn ebenfalls abbeißen - von der anderen Seite. Der Genuss der Frucht hatte eine ungewöhnliche Wirkung: Adam und Eva schauten sich tief in die Augen und erkannten im anderen jeweils das eigene Selbst. Und sie fühlten sich buchstäblich so voneinander angezogen, dass sie in einer immerwährenden Umarmung miteinander verschmolzen.

Der Paradiesapfel entglitt ihren Händen und rollte über die Grenzen des Paradieses hinaus in die Unendlichkeit des Universums. Nicht mehr direkt mit dem Göttlichen verbunden, war der Apfel nun der Zersetzung und dem Verfall preisgegeben. Weil aber Adams und Evas Lippen den Apfel berührt hatten, verdarb er nicht vollständig, sondern entwickelte einen äußerst lebendigen Schimmelüberzug, der die unterschiedlichsten Erscheinungsformen annahm und nach einiger Zeit von sich aus immer neue Lebensformen hervorbrachte. Einige dieser Lebensformen entwickelten ein höheres Bewusstsein und erinnerten sich kollektiv und vage an ihren Ursprung, den sie in zahlreichen Varianten kolportierten.

Dies erklärt

- warum die Erde vom Weltall betrachtet weiß, blau und grün erscheint: Dies ist der Schimmelüberzug des Lebens

- warum die Erde an den Polen abgeflacht ist: Hier bissen Adam und Eva ab

- warum es so viele unterschiedliche Schöpfungstheorien gibt

- warum der Mensch sich als etwas Besonderes ansieht

- warum der Mensch so gern knutscht

Socken für den Tausendfüßler

(Eine Glosse)

Eigentlich sind wir ein ganz normaler Vier-Personen-Haushalt. Ich bin allerdings überzeugt, dass wir noch ein paar unsichtbare Mitbewohner haben. Zwei dieser mehr oder weniger guten Geister haben sogar Namen. Sie heißen Keiner und Niemand. Keiner lässt z.B. immer das Licht brennen, wenn Niemand im Zimmer ist. Keiner hat auch die Wurst offen liegen gelassen, so dass der Hund sie fand und fraß. Dafür tritt sich Niemand die Füße ab, wenn es draußen regnet und das Dachfenster schließt sowieso Keiner. Niemand hat auch den Emmentaler gegessen, den ich dringend zum Überbacken brauche. "If fars nif", meint Melinda mit verdächtig vollen Backen. Ich glaube, sie verbündet sich mit Niemand...  Auch haben wir einen riesigen Tausendfüßer bei uns in der Wohnung. Oder wer sonst trägt wohl all die grauen Socken, die zu Dutzenden im Wäschekorb sind, egal, wieviele gerade auf der Leine hängen oder schon wieder in der Kommode sind. Eine nicht abreißen wollende Karawane grauer Socken Gr. 46...

Außer dem kleinen sichtbaren Jungen namens Armin beherbergen wir auch noch einen unsichtbaren, etwas größeren Jungen bei uns. Immer nachts zieht er mit Vorliebe Melindas Hosen an. Am nächsten Waschtag finde ich dann in deren Taschen alles, was kleine Jungs gemeinhin dort hinein stopfen: Kaugummis, Steinchen, Murmeln, Münzen, Bonbons mit und ohne Papier... Wenn ich Melinda drauf anspreche, war sie es nicht. Ob Keiner...?

Ein anscheinend Schnupfen geplagtes Wesen hinterlässt überall in der Wohnung Taschentücher. Es tut mir so leid, offensichtlich ist der Schnupfen so stark, dass es immerzu und jederzeit niesen und die gebrauchten Taschentücher dann in den hintersten Winkeln verstecken muss. Vielleicht hat es eine Hausstauballergie? Mir wird die Arbeit jedenfalls langsam zu viel. ich schlage folgende Arbeitsteilung vor: Also, ab morgen räumt Keiner auf und Niemand putzt!

Nichts anzuziehen!!!

(eine Glosse)

 

 Zweimal im Jahr, genauer gesagt, in jedem Herbst und Frühling, stehe ich vor meinem Kleiderschrank und stelle fest, dass ich mal wieder einen ganzen Schrank voll nichts anzuziehen habe. Also beginne ich eine Expedition, vor der mir fast ebenso graut wie vor dem Zahnarztbesuch: Ich muss in die Stadt, Klamotten kaufen. Nachdem ich einen Survival-Koffer für Baby Armin und einen für Töchterchen Melinda gepackt und dem Kind eingeschärft habe, dass es diesmal nichts außer der Reihe gibt, besonders keinen Besuch bei einer dieser Burger-Bratereien, steuert unsere Karawane frohgemut die nächst gelegene Filiale eines dänischen Textilkaufhauses an.
Schon am Eingang lachen mich olivgrüne Stufenröcke im Vintage-Look an, mit 19,90 sogar ausgesprochen preiswert. Es gibt jede Menge in Gr. 34 und 36, einen in 38, jede Menge in Gr. 44/46, keinen einzigen in Gr. 40 oder 42. Nun ja.
Vielleicht eine von diesen orangeroten Corsagen? Es gibt sie in Gr. 34 und 36, einmal in 38, und massig in 46. Keine in 40 oder 42. Das gleiche Spiel mit den khakifarbenen Dreiviertel-Hosen. Ich beginne zu überlegen, ob Armin wohl noch lange durchhält und ob ich mich zweckmäßiger Weise lieber auf Gr. 36 runterhungern oder auf Gr. 46 hochfuttern sollte

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Ein paar Teile in passender Größe und realistischem Preis entführe ich schließlich doch in die Umkleide, wo mich mein persönliches Waterloo erwartet. Grell fällt das fahlgrüne Neonlicht direkt von oben und wirft tiefe Schatten unter Augen und Jochbeine. Dafür beleuchtet es gnadenlos plastisch gröbere Poren, Cellulite-Dellen und nicht ganz perfekt rasierte Waden. Die beiden über Eck gestellten Spiegel vervielfältigen meinen Hintern ins Unendliche; einen Moment lang habe ich die Vision, meine Kabine mit einer Horde bleicher Flusspferde zu teilen, alle in Baumwollschlüpfern.
Das erste Teil ist ein Cargorock in 42 (40 gabs nicht), der aus unerfindlichen Gründen zu groß ausfällt und um mich schlottert wie ein Sack. Die Blasbalgtaschen tragen unschön auf, der Saum endet genau an der dicksten Stelle der Waden und verleiht mir die Anmut einer Kolchosbäuerin. Melinda, in ein perfekt passendes Ensemble in beige-bleu gewandet, blickt zur Kabine herein und verdreht die Augen.
Also lieber das Lingerie-Top in Türkis und die Caprijeans. Das Top passt, nur die Hose geht nicht ganz zu. Vielleicht, wenn ich das Top etwas weiter runter... In Gelb-orange gewandet, streckt Melinda ihren Kopf durch die Tür und meint:"Du wolltest doch keine Unterwäsche kaufen. Und der Knopf geht nicht zu." Danke mein Kind!
Aus dem Kinderwagen dringen verdächtige Gieks- und Gakel-Geräusche. Noch schnell dieses Kleid hier mit Neckholder-Oberteil, in schlank machender A-Linie und leuchtend orangenem Madraskaro.
Entweder habe ich mich verheddert oder sonst was: Der Neckholder ist entschieden zu kurz und zwingt mich in eine seltsame Schiefhaltung, mein Busen sprengt alle Dimensionen und dass A-Linie schlank macht, kann ich nun gar nicht finden. Zu allem Überfluss bekundet Armin lauthals, dass seine Geduld nun zu Ende ist und damit der Einkaufsbummel auch. Kleiner Macho! Ich spüre, wie mir die Milch einschießt.
"Dein Sohn weint," bemerkt Melinda, ganz in oliv-pink gehüllt und Barbies kleiner Schwester sehr ähnlich, "und das Kleid sieht aus wie eine Küchenschürze."
Hektisch bemühe ich mich aus dem Kleid heraus zu kommen, um zu meinem brüllenden Sohn zu gelangen. Ich zerre und reiße, irgendwann macht es ratsch und ich bin frei. Völlig derangiert, nass geschwitzt und mit hochrotem Gesicht hänge ich die Sachen zurück. Hoffentlich sieht niemand die Milchflecke auf dem Kleid...


Ich kaufe also das Barbie-Outfit, erstehe für Armin einen entzückenden Matrosenanzug und lasse mich zum Besuch einer Burger-Braterei breitschlagen, wo ich die ersten 600 Kalorien auf dem Weg zu meiner neuen Kleidergröße vertilge. Bevor wir heim fahren, nehme ich noch drei Zeitschriften mit; voller Mode, die ich nie tragen, präsentiert an Frauen, deren Figur ich nie haben werde. Viele Illusionen und knapp achtzig Euro ärmer lasse ich mich abends aufs Sofa fallen und schlage die Zeitschrift auf. Das Model trägt MEIN Neckholder-Kleid! Es sieht entzückend aus, gar nicht nach Küchenschürze. - Jedenfalls, wenn man keinen Stillbusen, aber dafür rasierte Waden hat...