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Fenrirs blog

Filmkritik: The dark knight

Heute Abend habe ich im Kino "The dark Knight" gesehen und möchte meine Ansicht dazu zum Besten geben.

The dark knight ist der Nachfolger von Batman begins, einer neuen Serie von Batmanverfilmungen, die deutlich weniger comicartig sind und sich durch eine eher düstere Stimmung auszeichnen. Mit Christian Bale wurde für die Hauptrolle ein hochkarätiger Schauspieler verpflichtet, der der Figur des Batman/Bruce Wayne neues Leben einhaucht. Auch für die weiteren Haupt- und Nebenrollen wurde äußerst nahmhaftes Personal gefunden wie Michael Caine (Alfred), Morgan Freeman (Lucius Fox), Aaron Eckhart (Harvey Dent), Gary Oldman (Chief Gordon) und natürlich Heath Ledger in seiner vorletzten Rolle als Joker.

Um es kurz zu machen: Der Film ist sicher einer der besten, wenn nicht sogar der Beste den ich je gesehen habe. Schauspieler, Drehbuch, Musik und Regie sind schlicht phänomenal. Jeder Charakter, der bereits im Vorgänger vorhanden war wird deutlich weiterentwickelt, alle Figuren sind vielschichtig und niemals langweilig. Die Geschichte bleibt nie stehen sondern wird ständig vorangetrieben. Die Bilder sind eindrucksvoll und die Kameraeinstellungen durchdacht. Es gilt ja als Hollywoods schlechtest gehütetes Geheimnis, dass Heath Ledger posthum den Oscar für die beste Nebenrolle erhalten wird, wozu ich nur sagen kann, dass alles andere auch eine gewaltige Fehlentscheidung wäre. Seine Darstellung des Jokers ist der neue Maßstab, an dem sich jeder zukünftige Comicbösewicht messen muss. Ein finsterer Joker, der das Chaos ehrlich liebt und auf diese Art mehr Schrecken im Zuschauer erzeugt, als man es überhaupt für möglich halten sollte.

Dennoch gibt es auch humorvolle Momente, die nicht ausschließlich dem Lösen der Spannung dienen, sondern ebenfalls der Charakterentwicklung. So wird beispielsweise das Verhältnis zwischen Bruce Wayne und Alfred auf diese Art deutlicher beleuchtet in welchem sich das einzig verbliebene Familienleben des Helden findet - sein Hort der Ruhe.

Alles in allem kann ich den Film jedem nur wärmstens ans Herz legen und die DVD ist schon fest vorgemerkt.

Mittelaltermarkt Lichtenburg 2008

In der Kleinserie "Eingerahmte Aussichten von Mittelaltermärkten", heute der Ausblick von einem Wachturm auf der Lichtenburg, wo an diesem Wochenende ein mittelprächtiger Markt stattfand, der als pro einige interessante Händler und nette Menschen im Lager, sowie die tolle Umgebung für sich verbuchen konnte. Negativ war leider der geringe Besuch, vermutlich wegen mangelnder Werbung und viele Tinnef-Händler.

 

Vollmacht - Formular für Kinderreisebegleitung

Ich bin zweifellos kein Jurist, aber da anscheinend viele das Problem haben, dass sie ihre Kinder mit Personen in Urlaub schicken wollen, die nicht erziehungsberechtigt sind (Onkel, Tante, Großeltern usw.) habe ich aus den zu findenden Informationen mal ein Formular erstellt welches die entsprechende Vollmacht erteilt.

Man sollte das ganze auf dem Amt beglaubigen lassen (kostet ca. 2 - 3 Euro) danach ist eigentlich alles geregelt. Das hier im OpenDocument (LibreOffice, OpenOffice) .odt oder im Word .doc Format angebotene Formular wurde in dieser Form von den Beamten gelobt, weshalb ich erwarte, dass es auch anderen dienlich sein könnte.

vollmacht.odt (12,76 kb) (Open Office Version)

vollmacht.doc (12,50 kb) (Word Version)

Wem es geholfen hat, der kann ja einen kurzen Kommentar hinterlassen, auch bezüglich eventueller Änderungswünsche.

Nachtrag 27.04.2012: Mal ein herzliches Danke an alle, die sich die Mühe machen mir nen kurzen Gruß zu hinterlassen. Diese Seite scheint bei google relativ hoch im Kurs zu stehen, wie ich an der Seitenstatistik sehen kann. Obwohl dieser Beitrag nun schon seit Jahren online ist freue ich mich immer noch über jeden zusätzlichen Kommentar. Smile

Kommentieren kann jeder ohne Anmeldung, allerdings schalte ich die Kommentare manuell frei um Spammern vorzubeugen.

Bohnen mit Speck nach Western Art

Was soll ich sagen: Ich stehe auf die Bud Spencer/Terence Hill Filme. Und auch in der tausendsten Wiederholung kann ich mich immer noch über Vier Fäuste für ein Halleluja kaputtlachen.
Ich bin halt leicht zu erheitern.
Aber diese Szene zu Anfang wo den Banditen die Bohnen geklaut werden hat mich experimentieren lassen.
Also nahm ich meinen kleinen Grill und eine große Eisenpfanne und probierte Bohnen mit Speck auf offener Flamme aus.
Ich goß etwas Olivenöl in die Pfanne und stellte diese auf den Grill.
Dann kippte ich reichlich Speckwürfel in die noch kalte Pfanne und wartete bis ich langsam was brutzeln hörte.
Ich rührte fleißig, um den Speck auszulassen und langsam zu rösten.
Kurz bevor ich die gewünschte Krossheit erreicht hatte fügte ich grob gewürfelte Zwiebeln und Knoblauchscheiben hinzu, die ich leicht anschwitzte.
Dann fügte ich Kidneybohnen und große, weiße Bohnen hinzu.
Letztere schwammen bereits in einer Tomatensoße wodurch ausreichend Flüssigkeit hinzukam.
Was dann während des nun folgenden Köchelns verschwand wurde immer wieder mit Weizenbier aufgefüllt, welches ich zufällig grad zur Hand hatte.
Nach Gefühl / Geschmack ergänzte ich Salz/Pfeffer/Chili und wartete ansonsten einfach nur ab bis ich den Eindruck hatte, dass die Stärke aus den Bohnen die zugefügte Flüssigkeit ordentlich angedickt hatte.
Wichtig erscheint mir den Biernachschub während des Wartens sicherzustellen.
Zum Schluss sah das Ganze so aus:

 



Dazu empfehle ich kühles Bier.

PS: Das ganze war wirklich sehr lecker, es sättigt aber auch ziemlich.

Wem hilfts?

Wenn man dieser Tage so durch sein Internet blättert wird man von allerlei Meldungen aus Myanmar erschlagen, die auf das Elend der Bevölkerung nach dem Zyklon Nargis aufmerksam machen.

Man erfährt, dass die Militärführung des Landes zwar Hilfsgüter aber keine Helfer ins Land lassen will und, dass entlegene Gebiete praktisch immer noch keine Versorgung erhalten haben. Darüber hinaus gibt es allerlei Berichte wonach verdorbene Lebensmittel verteilt worden seien und ausländische Hilfslieferungen als Spenden hochrangiger Generäle ausgegeben würden. Es ist die Rede von Seuchen und verwesenden Tier- und Menschenkadavern, von Tod und Elend - kurzum: So schlimm wie es nur kommen kann.

Natürlich ist verständlich, dass man den Betroffenen helfen möchte und so haben auch viele Staaten und internationale Verbände ihre Unterstützung angeboten, sehen sich aber nun mit der Sturheit der burmesischen Militärs konfontiert, die selbst nicht unmittelbar zu leiden haben und im wesentlichen das tun was sie seit ihrer Machtergreifung getan haben: An sich selber denken und ihre Macht erhalten und ausbauen. Folglich geschieht mit Hilfslieferungen das was man schon erwarten konnte: Alles was nützlich erscheint wird abgegriffen und landet nur zum kleinsten Teil bei denen die es bitter nötig hätten.

Die Folge: Die Machtposition der Junta wird gestärkt und die Notlage der Bevölkerung nicht gelindert. Ich bin ja ein großer Freund der Ironie und ihres fiesen Verwandten dem Zynismus, aber dass man mit Hilfslieferungen die Situation bedürftiger Menschen noch weiter steigert ist an Perversion nur schwer zu überbieten.

Ich muss gestehen, ich weiß selber nicht wie man hier sinnvoll vorgehen kann, aber den Diebstahl und Misbrauch der Hilfsgüter zuzulassen, damit ein Bruchteil sein eigentliches Ziel erreicht halte ich für falsch. Ob die diversen Helfer in der Region wohl langsam Mehr daran denken jemanden zu ermorden als jemandem zu helfen? Verstehen könnte ich's, was an sich schon seltsam genug ist.

Positive Auswirkungen der Bildungskrise

  Ich kann nicht zeichnen - ergo: CAD

 

Ich habe mal mein Internet beiseite gelgt und mir Gedanken darüber gemacht wie man von der Krise in der Bildung profitieren kann.

Da oben ist das Ergebnis dieser Arbeit zu sehen: Das Bildungskraftwerk.

Ich hoffe jeder kann mit der schematischen Darstellung was anfangen.

Seltsam aus was man Energie beziehen kann... 

 

Ich meine, also bin ich

Beim Blättern im Internet stößt man heute fast zwangsläufig auf die hektisch und verbissen geführte Debatte zwischen etablierten Printmedien und dem sogenannten Web 2.0 oder Mitmachweb.

Auslöser war dieser Artikel von Bernd Graff einem Redakteur der Süddeutschen Zeitung, sowie einem darauf aufsetzenden Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verfasst von Jürgen Kaube.

Ich als frisch gebackener Blogger, der keine Zeitung abonniert hat, komme in dieser Auseinandersetzung aber nicht umhin
a) meinen Senf auch dazuzugeben und
b) mich auf die Seite der Zeitungsprofis zu stellen.

Auch wenn insbesondere der SZ-Artikel durchaus stellenweise polemisch erscheint, so muss doch klar gesagt werden, dass er Qualitätsmerkmale aufweist, die üblichen Diskussionsforen praktisch vollständig abgehen. Es handelt sich um einen nicht anonym verfassten Text in allerbestem Deutsch, klar strukturiert mit Quellenangaben und ordentlicher Abwägung unterschiedlicher Gesichtspunkte. Zugegebenermaßen wird natürlich die Seite der Massenmedien in positiverem Licht dargestellt, aber zumindest werden für diesen Standpunkt nachvollziehbare Argumente angeführt.

Die Kommentare zum Onlineartikel spiegeln im Gegenzug in selbstenthüllender Weise wider wie begründet und angebracht Graffs Kritik tatsächlich ist. Von dummdreisten Kommentaren und primitiven Beschimpfungen bis zu pseudoseriösen Verrissen ist dort alles zu finden (und wird keineswegs zensiert wie stellenweise behauptet). Aber auch die zustimmenden Kommentare sind vorhanden, werden aber , wie man es leider nur allzu gut kennt, totgeschrieen.

Ja man kann im Internet viele interessante Informationen finden, aber leider auch jede Menge an Fehlinformationen. Und leider wird den Schreihälsen, Trollen und Denunzianten viel zu viel Beachtung geschenkt. Die (zumindest scheinbare) Anonymität des Webs veranlasst viele sich aufzuspielen oder interessanter zu machen als angebracht - sprich: zu lügen. Die Möglichkeiten zum Dampfablassen werden weidlich genutzt und machen damit eventuell in der Nähe stehende Nutzinformationen wertlos.

Jeder kennt das Problem, dass beim gezielten Recherchieren nach Problemlösungen für jeden guten Tipp mindestens zwei nutzlose zu finden sind. Und schlimmer noch: Menschen, die tatsächlich Expertenkenntnisse besitzen werden nicht selten von Dummköpfen und Besserwissern überblökt, was Fachleuten die Weitergabe ihrer Informationen verleidet und damit wiederum zur Entwertung der entsprechenden Diskussionsrunden beiträgt.

Selbstverständlich sind auch die Zeitungen keine Unschuldslämmer: Mit ihrer teilweise unglaublich miserablen Beteiligung am Meinungsbildungsprozess, durch manchmal offensichtlich falsche Darstellung angeblicher Tatsachen (z.B. Thema: Computerspiele) oder ihrer einseitigen Darstellung der politischen Landschaft, haben sie erst den Drang zu alternativen Veröffentlichungen befeuert.

Dennoch sehe ich den Sinn der sogenannten Blogosphäre keineswegs darin die herkömmlichen Medien zu ersetzen. Aber als Kontrollgremium für falsche Berichterstattung (dann aber bitte mit entsprechenden Beweisen) oder Plattform zur Äußerung mutmaßlich nicht ausreichend repräsentierter Meinungen kann auch das Web 2.0 auf Dauer einen Platz in dieser seltsamen Welt finden. 

Filmkritik: Der goldene Kompass

Am Wochenende hatte ich, Entspannung suchend, mein Internet beiseite gelegt und bin ins Kino gegegangen. Gezeigt wurde: "Der goldene Kompass", eine Verfilmung des gleichnamigen Fantasyromans von Philip Pullmann.

Um es in wenigen Worten vorwegzunehmen: Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen und die Hauptdarstellerin ist sicher eine der vielversprechendsten Neuentdeckungen überhaupt.

Im Detail: Die Romanvorlage des britischen Professors begleitet die junge Lyra Belacqua auf ihrer reise durch eine Welt in der jeder Mensch von einem Schutzgeist in Tierform, einem Dämon, begleitet wird. Lyra wird als Waise von ihrem Onkel, dem Lord Asriel, an der Oxford-Universität aufgezogen. Als Onkel asriel eines Tages z einer gefährlichen Mission an den Polarkreis aufbricht folgt ihm Lyra und sowohl Leser als auch Filmzuschauer folgen ihr auf dieser Reise.

Nun ist das Buch als Jugendroman eingestuft, obwohl es in der Tat sehr häufig von Erwachsenen gelesen wird, was auch im Sinne des Autors ist, der selbiges nämlich als Roman für alle Altersklassen verstanden wissen will. Im Buch werden viele interessante Fragen aufgeworfen (teilweise von ausgesprochen philosophischer Natur), was der Reise von Lyra zusätzlichen Reiz verleiht. Das Denken wird in ihrer Welt vom mächtigen Magisterium bestimmt, in welchem Autor Pullmann die Verkörperung der katholischen Kirche sieht.

Der Film ist durchaus als Film für die ganze Familie geeignet und kann auch von jeder Altersgruppe auf unterschiedliche Weise genossen werden. Während einfachere Gemüter sich an der prächtigen Ausstattung und/oder den gut inszenierten Actionsequenzen erfreuen können andere sich an der intelligenten Story und dem sensationell guten Spiel von Dakota Blue Richards und Nicole Kidman erfreuen. Die 13 Jahre junge Hauptdarstellerin ist das absolute Kronjuwel des Films und den Eintrittspreis allein wert. Auch Kidman überzeugt als Bösewicht und gibt, meines Erachtens, eine der besten Vorstellungen ihrer Karriere.

Selbstverständlich ist ein moderner Fantasyfilm kaum ohne computergenerierte Charaktere denkbar, was hier in erster Linie die Tiere (Dämonen und Eisbären) betrifft. Dennoch sind diese so liebevoll umgesetzt worden, dass sie niemals künstlich wirken. Die Story wird flüssig erzählt und bringt eine Reihe sehr interessanter Wendungen mit sich. Viele Feinheiten sind eingearbeitet worden, die dennoch nicht dazu beitragen, dass man sich überfahren fühlt sondern das Interesse jederzeit wach halten.

Einziger Kritikpunkt wäre, dass der Film geren eine halbe oder ganze Stunde hätte länger sein dürfen, aber Gerüchte besagen, dass mit einem deutlich verlängerten Directors Cut für die DVD zu rechnen ist.

Daher: Hingehen und anschauen, wer den Film nicht mag ist vermutlich seltsam.

Lesetipp: Zu kurz gedacht

Wer mal schnell hierhin blättert findet einen sehr gut geschrieben Artikel von Peter Monnerjahn, einem Redakteur der Zeitschrift TELEPOLIS.

Er kritisiert das Versagen der deutschen Medien bei der Gegenwehr gegen die Aushöhlung unserer Grundrechte durch Innenminister Schäuble.

Spiegelt seltsamerweise exakt meine eigene Ansicht zu dem Thema wieder.