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Fenrirs blog

Schöpfungstheorie 12 - Strickpulli

Das Universum ist ein Gewebe, das von einem gewaltigen Wesen als Kleidung getragen wird. Genauer gesagt ist es ein Pullover, der dem Wesen von seiner Mammi gestrickt wurde. All die Galaxien sind in Wirklichkeit Maschen in diesem Pulli und deshalb befindet sich auch in der Mitte selbiger immer ein schwarzes Loch.

Da unsere einfachen Hirne aber nicht mit dem komplexen Strickmuster klarkommen, mussten wir uns gedankliche Brücken basteln um auch nur mit den einfachsten Gegebenheiten etwas anfangen zu können. Somit sind physikalische Konstrukte wie Stringtheorie und gekrümmter Raum entstanden, die letzten Endes aber nur versuchen den Aufbau des Pullis zu erklären.

Das Leben wie wir es kennen ist aus den Hautschuppen und Ausdünstungen dieses Wesens entstanden. Es wird an jenem Tag enden der als "Tag der großen Wäsche" bekannt ist.

Diese Theorie erklärt außerdem warum vielen Menschen die Mode so wichtig erscheint, dass sie sich um nichts anderes als den äußeren Anschein kümmern.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Diskussion näher erörtert werden.

Schöpfungstheorie 11 - Post

Die Erde wurde per Post geliefert und eines Morgens von einer völlig überraschten Sonne in ihrer Umlaufbahn gefunden. Leider hat der Absender wohl vergessen die Rücksendeanschrift anzugeben, weshalb der Sonne erstmal nix übrigblieb als die Erde erstmal zu behalten und abzuwarten ob sich jemand meldet, der sie vermisst.

Da dies aber bisher noch nicht geschehen ist, hat sich unsere liebe Sonne mit ihrem Nachwuchs abgefunden und lässt ihn ganz in aller Ruhe seine Bahnen ziehen.

Diese Theorie erklärt warum es uns auf der Erde so schwer fällt unseren Platz im Universum zu erkennen und wir ständig bemüht sind es zu erforschen. Es erklärt ebenfalls das Gefühl des Verlorenseins, das einen manchmal befällt.

Diese Theorie steht für eine weitergehende wissenschaftliche Debatte zur Verfügung.

Schöpfungstheorie 10 - Kaffee

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde - so weit so bekannt. Weniger bekannt ist, dass er nachdem Berge und Meere fertig waren, ein wenig müde wurde. Um sich zu entspannen setzte er sich gemütlich auf einen Berg um sein Werk bis dahin zu betrachten. Um die Müdigkeit zu bekämpfen gönnte er sich ein Tässchen Kaffee. Als er sich ein paar besonders gelungene Stellen auf der neuen Erde anschauen wollte schwappte ihm ein wenig des belebenden Getränks aus der Tasse in den schönen, neuen Ozean.

An dieser Stelle entstand das was Wissenschaftler heute als "Ursuppe" bezeichnen. Jene Stelle im Meer wo das Leben seinen Ursprung nahm. Von da an entwickelte sich das Leben von alleine weiter gemäß der heute gängigen Evolutionstheorie.

Für diese These spricht, dass sie die Theorien von Kreationisten und Evolutionsanhängern auf besonders schonende Art vereinigt. Des weiteren erklärt es die auch heute noch Leben schenkende Wirkung des Kaffees, die jeder müde ITler morgens ohne Probleme bestätigen kann.

Diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 8 - Farbklekse

Das Universum und mit ihm die Erde ist das Nebenprodukt im Atelier eines Künstlers. Dieser fertigt die schönsten und prachtvollsten Gemälde an, die man sich vorstellen kann, oder auch nicht. Während seiner Arbeit tropft und spritzt die Farbe auf den Boden. Diese Farbklekse bilden unsere Galaxien, Sterne und Sonnensysteme, unsere Planeten und schlichtweg das gesamte Universum.

Das Leben ist einfach durch die überströmende Kreativität des Malers entstanden. Die Entstehung des Universums ist daher auch als "Big Splash" bekannt, der Untergang wird prophezeit als die Zeit des großen Schrubbens.

Diese Theorie erklärt:

  • Warum der Blick in den Sternenhimmel so sehr fasziniert
  • Die Schönheit und Farben der Natur
  • Warum so viele Leute einfach nicht im Bilde sind
Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte näher erörtert werden.

Schöpfungstheorie 7 - Ü-Ei

Die Erde wurde von einem Kind in einem Überraschungsei gefunden. Leider hatte das Kind bereits eine andere Sammlung angefangen und hat daher die Erde zu den anderen Spielzeugen in eine große Kiste geworfen. Seither treibt unsere Welt in der uns riesig erscheinenden Spielzeugkiste des Kindes umher und wartet darauf wieder zum Spielen herausgenommen zu werden.

Das Leben auf der Erde ist letztlich nichts anderes als ein bakterieller Belag, der sich durch den langen Nichtgebrauch entwickelt hat. Durch diese Theorie wird erklärt, warum:

  • Man normalerweise nicht kriegt was man sich erhofft und ganz überrascht ist wenn es denn mal doch klappt.
  • So viele Menschen das Leben auf der Erde anscheinend nicht ernst nehmen.
  • Das Universum so unaufgeräumt ist.
  • Das Leben so seltsam erscheint
Diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 6 - Perlenkette

Es gibt nicht nur ein Universum sondern viele. Anders als viele glauben existieren dies aber nicht gleichzeitig sondern nacheinander. Wie auf einer Perlenkette sind die einzelnen Universen aufgereiht. Wenn ein Universum vergeht, gibt es seine Energie an das nächste Rohuniversum ab und löst damit dessen Weiterentwicklung zum aktuellen Universum aus.

Die Reste des toten Universums regenerieren sich allmählich wieder und werden langsam wieder zu einem Rohuniversum, welches dann eines Tages wieder durch den Tod seines Nachbarn zu einem aktuellen Volluniversum zündet. Wenn in einem Universum Dinge passieren die sehr ähnlich einem Vorgang sind, der in einem früheren Leben des entsprechenden Universums schon einmal vorkam, dann empfinden wir das, was als "Deja vu" bekannt ist. Es sind die Erinnerungen an ein Universum, was vor aberwitzig langer Zeit existierte.

Somit entwickelt sich alles in Zyklen jedes Universum für sich, sowie der Ablauf im Multiversum insgesamt.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debate weiter erörtert werden.

Schöpfungstheorie 4 - Blumenbeet

Das Universum ist ein Beet. All die Sonnensysteme sind aus Samen entstanden, den ein Gärtner im fruchtbaren Universum ausstreute. Dies erklärt auch die Zusammenballungen und den leeren Raum, der überall zu finden ist, da man Saatgut einfach nicht so gleichmäßig ausbringen kann. Der Same wurde immer mit der gleichen spiralförmigen Bewegung ausgebracht, weshalb auch alle Galaxien einander ähneln.

Jedes Sonnensystem in sich ist eine Pflanze, deren Wurzel das Zentralgestirn darstellt, welches von den Blüten umkreist wird. Die Wurzel liefert die Nahrung für die Pflanze. Manche der Blüten haben besonders eindrucksvolle Blätter, wie zum Beispiel der Saturn, bei anderen wie dem Jupiter haben sich viele kleine Unterblüten gebildet. Wenn eine Blume stirbt liefert sie ein Spektakel wie wir es vom Herbslaub kennen. Alles ist lebendig, was erklärt warum das Universum ständig in Bewegung ist und warum sich alle Bewohner so sicher sind, dass das Leben ein zentraler Bestandteil desselben ist.

Auch diese Theorie möchte in einer wissenschaftlichen Debatte erörtert werden.

Schöpfungstheorie 3 - Wahnsinniger

Die Welt wurde von einem Wahnsinnigen geschaffen, der einfach nicht wusste was er tat. Als er dann einen Menschen produzieren wollte um nicht allein sein zu müssen, nagte er sich aus Verzweiflung seinen eigenen Fuß ab und formte sich dann dazu passend seine Frau.

Dies erklärt a) warum manche Frauen auf so großem Fuß leben und b)  warum diese so häufig einen Schuhtick haben (um den großen Fuß zu tarnen). Es erklärt auch die Faszination vieler Menschen für Käse. Es erklärt auch warum die Welt so seltsam ist.

Auch diese Theorie steht für eine wissenschaftliche Diskussion bereit.

Neue Rubrik: Tägliche Schöpfungslehre

Wenn ich derzeit so durch mein Internet blättere, stelle ich immer wieder fest, dass in den USA und leider auch zunehmend in Großbritannien den Ansichten der sogenannten Kreationisten, also Anhängern der Schöpfungslehre, ein unangemessen großes, öffentliches Forum geboten wird, um ihre abstrusen Fabeln unters Volk zu bringen.

Hier im alten Europa haben wir uns ja im Großen und Ganzen daran gewöhnt, dass Politik und Religion getrennte Wege gehen, selbst dann wenn sie gelegentlich gleiche Ziele verfolgen. Das hat seine Berechtigung, denn die Politik soll sich nicht an der Legendenbildung beteiligen sondern in der Realität verwurzelt sein. Da viele Kreationisten aber offensichtlich der Meinung sind, dass ihr schierer Glaube einen Beweis darstellt, der sich mit einer wissenschaftlichen Betrachtung messen kann, möchte ich dem nun ein paar weitere Schöpfungstheorien entgegenstellen, die alle durch mindestens eine Beobachtung gestützt werden und somit wenigstens den Ansatz naturwissenschaftlichen Denkens in sich tragen.

Schöpfungslehre 1 - Riesenpups:

Die ganze Welt wurde von einem Riesen ausgepupst. Dies erklärt anschaulich warum so viele Menschen so viel Scheiße von sich geben. Auch moderne Redewendungen wie "shit happens" finden darin ihren etymologischen Ursprung.

Ich bin gerne bereit diese These durch eine wissenschaftliche Debatte überprüfen zu lassen.

Nachrichtenüberdruss

Es gibt Tage, da blättert man entspannt durch sein Internet und liest auf einer der üblichen Nachrichtenseiten (stern.de) fast nur Überschriften, die einem die Freude am Tag nehmen.

Es fängt an mit der üblichen Betroffenheitsmeldung, dass eine deutsche Famillie neben über hundert anderen Menschen in Spanien ums Leben gekommen ist, weil vermutlich auf Teufel komm raus gespart wurde. Nun weiß ich zwar nicht was diese Menschen so viel wichtiger macht als die vielen anderen Toten, oder warum dies interessanter ist, als die Versäumnisse der Fluglinie, aber seis drum.

Dann eine Umfrage wegen der Bildungspolitik. *Seufz* Was nützt es wenn man ohnehin mutmaßlich schwach gebildete Online-Leser (man weiß, dass vorrangig jüngere Menschen online-news lesen) dazu befragt, was falsch läuft in der Bildungspolitik? Die Antwort ist doch ganz einfach: Der dicke Oggersheimer hatte gemeint, dass Bildung kein Geld kosten darf und danach ging es steil bergab. Unsere derzeitige Regierung wird von seinem Mündel angeführt, da wird man wohl kaum mit einer Besserung rechnen dürfen - dazu müsste man ja Fehler zugeben... könnte man endlos fortsetzen.

Dass ein Kremlkritiker weiter im Knast bleibt ist da noch eine der harmloseren Nachrichten. Man weiß ja eh nicht, ob das der einzige Grund für seine Inhaftierung war.

Es mehren sich die Zweifler, dass die chinesischen Turnerinnen überhaupt das nötige Mindestalter von 16 Jahren haben. Nur weil die winzig sind, kaum 35 kilo wiegen und in älteren Dokumenten ein anderes Geburtsdatum stand als in den im Februar ausgestellten. Mal ganz ehrlich: Vom Urgedanken ausgehend ist die Olympiade doch ein Witz. Keiner glaubt mehr, dass Sport gesund ist. Man kann bei keinem Sieger mehr sicher sein, ob der Sieg durch Leistung oder Chemie erreicht worden ist. Wo ist denn da der Reiz? Die Sportler sind für tausend Interessen da, aber nicht mehr für das faire Kräftemessen, das ihr eigentliches Ziel sein sollte. Das ganze als Staatsauftrag zu betreiben um das Prestige zu erhöhen funktioniert somit zum Glück auch nicht mehr, aber das chinesische Regime ist ja bekanntlich nicht das schnellste wenn es um neue Entwicklungen geht. Eine zynische Form der Genugtuung.

Justizministerin Zypries, die mit Wolfgang Schäuble den fiesesten Datenkraken in ihren eigenen Reihen hat, die selbst allenfalls ein grenzwertiges Verständnis für demokratische Grundrechte hat, will den "Datendieben" an den Kragen. Tolle Idee Frau Zypries. Mein Vorschlag: Weniger Publicity-Gelaber - mehr Umsetzung, und da Sie es selber eh nicht wissen, fragen Sie doch endlich mal VORHER das Verfassungsgericht ob das was sie da vorhaben wenigstens halbwegs verfassungskonform ist. Schlimm genug, dass man Ihnen das sagen muss. Bei Ihrem Kollegen Schäuble ist vermutlich eh nix mehr zu retten.

Im gleichen Atemzug gelangen behördlich verschlampte Daten aus einem rheinlandpfälzischen Knast an die Öffentlichkeit, mich schockiert nur noch, dass sowas nur im Zuge anderer Schlampereien an die Öffentlichkeit kommt.

Die T-Com macht tatsächlich das was jeder vorhergesagt hat: Sie streicht Stellen und verschiebt Mitarbeiter in Billiglohn-Gesellschaften. Nur weiter so, den schwindenden Kundenzahlen begegnet man bestimmt am Besten durch miese Öffentlichkeitsarbeit und Senkung des Serviceniveaus.

Und dann natürlich Biosprit. Eine schwachsinnige Idee soll mit Subventionen, die ohnehin das Übel der modernen Wirtschaft sind, am Leben erhalten werden, NACHDEM die Fehler im Plan bereits für jeden erkenntlich zu Tage getreten sind. Intensive Landwirtschaft mit hohem Chemieeinsatz, miserable Kosten-Nutzenrechnung, keine echte CO2-Ersparnis und kürzere Lebenswerwartung der Motoren sind da nur die Spitze des Eisbergs. Steigende Lebensmittelpreise kommen auch bei denen nicht gut an, die ohnehin kein Interesse an ökologischem Verhalten haben. Der widerwärtige Populismus mit dem diese Pseudomaßnahme trotzdem beworben wird sprengt jede Dimension. Selbst wenn man es sich noch leisten kann: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich.....

Und trotzdem hoffe ich, dass morgen bessere Nachrichten kommen - schon seltsam.