Schöpfungstheorie 18 - Blatt im Wind

Die Welt ist zweidimensional. Die Galaxien sind Blätter, die ein sanfter Wind aus einem mächtigen Baum pustet. Jede Galaxie für sich ist in ebenso flache, zweidimensionale Sonnensysteme aufgeteilt. Die Rundung der Himmelskörper ist eine Illusion, denn nur unsere Vorstellungskraft gibt den Dingen Tiefe.

So treiben wir im Universum und können immer nur eine Seite der Dinge sehen. Diejenigen mit genügend Verstand sind in der Lage sich des fehlenden Blickwinkels bewusst zu werden und vergessen nicht, das alles auch eine andere Seite hat. Denn das Blatt auf dem wir existieren wird vom Wind umhergewirbelt, und je nach dem wie es sich wendet kommen unterschiedliche Seiten einer Sache nach oben. Was auf einer Seite großartig und berauschend schön ist, das erscheint auf der anderen Seite bedrohlich und übermächtig. Dennoch kann es das Schöne nicht ohne die Kehrseite geben und somit verlöre man mit dem Bösen auch das Gute.

Diese Theorie erklärt, warum wir manchmal scheinbar willenlos durch unser Leben treiben, warum uns manches Mal etwas vertrautes plötzlich ganz anders und neu erscheint. Es macht begreiflich warum man mit einer einseitigen Betrachtungsweise nie die Natur der Dinge verstehen kann. Außerdem erklärt es das fasziniert melancholische Gefühl, das uns ergreift wenn wir die fallenden Blättern im Herbst beobachten.

Auch diese Theorie darf in einer wissenschaftlichen Debatte weiter erörtert werden.

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