Schöpfungsgeschichte 22 - Kuchen

Das bekannte Universum ist ein gigantischer Kuchen, der sich gerade im Zustand des Gebackenwerdens befindet. Wir kennen weder den Bäcker noch das genaue Rezept. Dies macht es uns unmöglich, trotz annähernd exakter Kenntnisse über Zutaten und physikalische Vorgänge im Ofen Aussagen zu treffen über das zu erwartende Ergebnis. Ebenso können wir mangels Rezept aus den bekannten Zutaten nichts erschaffen, was einem vergleichbaren Kuchen auch nur annähernd gleichkommt.

Diese Theorie erklärt zum einen unsere angeborene Vorliebe für Süßes, aber auch, warum manche Leute anscheinend nie etwas gebacken kriegen.

Zum anderen kann hieraus abgeleitet werden, warum das Universum zu Anbeginn der Zeit anders aussah als es dies jetzt tut und dass es zwangsläufig künftig anders aussehen wird als derzeit - auch ein Kuchen sieht im Rohzustand anders aus als im Zustand des Gebackenwerdens oder als fertiges Produkt.

Schöpfungsgeschichte 16 - Biomüll

Das Universum entstand aus den Resten eines vergessenen Schulbrots, das ein Kind Gottes nicht mochte und deshalb unter der Schulbank liegen ließ. Das Brot und der Käse begannen zu gären und zu schimmeln und daraus entstand das erste Leben. Als die Muttergottes das gammelige Brot entdeckte, kippte sie den Inhalt der Brotdose einfach aus dem Fenster. Aus den Krümeln und Bröckchen entstanden die Planeten und Sonnen und der Schimmelüberzug dehnte sich zumindest auf einigen Bröckchen aus und nahm vielgestaltige Formen an.

Dies erklärt zumindest, warum Kinder immer wieder ihr Schulbrot vergammeln lassen - sie spielen unbewusst die Schöpfung nach. Und es erklärt auch, wieso ein Schimmelkäse manchmal mehr Kultur hat als der, der ihn isst...

Schöpfungstheorie 14 - Konzentrationssache

Die Welt und alles darin existiert lediglich, weil es Wesen gibt, die glauben, dass es die Welt und alles was darin ist gibt. Was nicht erdacht und geglaubt wird, existiert auch nicht.

Erste Hinweise auf diese Schöpfungstheorie erhielt ich vor einiger Zeit durch meine damals  favorisierte Form der Schlafstörung, einem bis nach Mitternacht ausgedehnten Chat mit fenrir. Als ich nämlich erwähnte, gleich off gehen zu müssen, da ich anderntags bereits um 6h30 aufstehen müsse, zweifelte fenrir entschieden an, dass es um diese Uhrzeit überhaupt schon eine Welt gebe, in die hinein man aufstehen könne! Ich hielt dies für die unbedachte Äußerung eines Landmenschen - wenn man zwischen Hügeln aufwächst, wird man vermutlich so. Immerhin hatte ich in der Großstadt nie Grund gehabt, die Existenz der Welt auch zwischen Mitternacht und Morgen anzuzweifeln! Inzwischen wohne ich selbst zwischen den Hügeln und hatte mehrfach Gelegenheit, die morgendliche Entstehung der Welt mitzuerleben. Wenn ich nämlich nach meiner derzeit favorisierten Form der Schlafstörung, einem bis nach Mitternacht ausgedehnten - äh, nein, nicht Chat... - mal aus dem Fenster sehe, sehe ich - NICHTS! Dichter Nebel - oder was immer diese blickdichte, grauweiße Masse sein mag - beginnt direkt vor meinem Fenster und verschluckt Geräusche, Licht, Objekte... Vermutlich ist unter dem Nebel tatsächlich NICHTS! Erst gegen Morgen zieht sich der Nebel langsam zurück und gibt Stück für Stück den Blick frei auf eine neue, noch nicht ganz trockene Welt. Lediglich hölzerne Stege führen von abgelegenen Bauernhöfen zu den Kuhställen, verschlafene Gestalten tragend. Hin und wieder durchschneiden die Scheinwerferlichter einsamer Autos die neblige Ursuppe, aus dem NICHTS kommend, im NICHTS verschwindend... Es scheint demnach tatsächlich so zu sein, dass die Welt in dem Maße ersteht, in dem Menschen (oder überhaupt Wesen) wach genug sind, sich diese Welt zu erdenken. Und ich habe nach intensiver Recherche, angestrengtem Überlegen und dem Konsum von insgesamt ca. drei Flaschen Met im Dienste der Wissenschaft  mittlerweile Beweise für diese Theorie gefunden, die ich einer ernsthaften Diskussion auf gewohnt hohem Niveau zur Verfügung stelle:

1.  Engel, Drachen etc. sieht nur der, der an sie glaubt - für alle anderen sind diese Wesen nicht existent.

2. Nachts gibt es den meisten Nebel und die wenigste Welt, weil die meisten Menschen schlafen und nicht bewusst sind.

3. In der Großstadt gibts nachts mehr Welt als zwischen den Hügeln, weil dort mehr Menschen wach sind.

4. Es sterben mehr Menschen in der Nacht, weil keiner da ist, der an sie denkt. Und wenn sie dann zu tief schlafen, passierts...

5. Die meisten Autounfälle passieren nachts im Nebel - ein Mal nicht auf die Straße konzentriert: wupps, ist die Straße weg!

In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens meinem wissenschaftlichen Assistenten fenrir meinen Dank aussprechen fürs unermütliche Herbeischaffen von Met.

Über Träume

Viele glauben, es gäbe nichts Schmerzhafteres, als das Sterben eines Traumes erleben zu müssen.

Träume aber verhalten sich nicht wie Seifenblasen, die platzen, sobald sie den Boden berühren. Vielmehr sind sie wie Sterne, immer da, die sich in Seen spiegeln, in Wasserpfützen oder Fensterscheiben.

Die Spiegel unserer Träume sind die Menschen, mit denen wir zu tun haben, unsere Beziehungen und Erlebnisse. Wir neigen dazu, unser Augenmerk nur auf die Spiegel zu richten und das, was wir darin sehen, halten wir für real. Ein Spiegel aber kann blind werden, er kann zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein. Dann sieht es so aus, als seien auch unsere Träume zerstört und verschwunden. Aber sie sind da. Gleich den Sternen am nächtlichen Himmel einer Großstadt, die unser unvollkommenes Auge nicht mehr wahr zu nehmen vermag, sind sie da und warten darauf, von dir neu entdeckt zu werden. Dann tust du gut daran, an eine Stelle zu gehen, von der aus man die Sterne sehen kann.

Scließe deine Augen.     

Schweige.

Atme.

Hörst du deinen Herzschlag?

Spürst du, wie es kribbelt in dir?

Vernimmst du das Rauschen deines eigenen Blutstroms in den Ohren?

Das ist dein Traum. Er ist da. Es ist dein Leben.

Es wartet auf dich wie eine Braut.

Geh, zieh dir das Leben rein, koste es mit allen Sinnen. Es gehört dir.

Achte nicht auf die Spiegel. Spiegel können blind werden. Sie können zerbrechen oder einfach nicht mehr da sein.

Dein Traum aber existiert mit dir solange du lebst.

 Wo ist DEIN Ort, von wo aus du die Sterne sehen kannst?

Morgans Late Night News

Wiesbaden Um die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben sich gestern Vorstandsmitglieder der Ersatzkassen auf ein neues Behandlungskonzept im Bereich der ambulanten minimal-invasiven Therapie geeinigt. Das Konzept, das zunächst nur als Modellversuch in einigen Bundesländern eingeführt wird, sieht vor, dass Ärzte zwar weiterhin Anästhesie und Operation vornehmen, der Patient aber die Nachsorge sowie den Verbandwechsel selbst übernimmt und erhält den Namen "Cut and go".

Berlin Die Unionsparteien sind zwar nach wie vor gegen die Einführung eines Mindestlohns, möchten "sittenwidrige Löhne" aber dennoch verbieten. Arbeitgeberverbände laufen hiergegen bereits Sturm: "Wenn sittenwidrige Löhne verboten werden, müssen sich einige unserer Vorstandschefs ernsthaft Sorgen um ihre Bezüge machen", so ein Sprecher.

Frankfurt / Main Opfer einer tragischen Verwechslung wurde gestern Abend ein türkischer Geschäftsmann. Beamte eines SEK stürmten die Wohnung des Türken in Frankfurt-Höchst in dessen Abwesenheit, weil sie einen Top-Terroristen dort vermuteten. Der Mann hatte, um seine Abwesenheit kenntlich zu machen, ein Schild an seiner Wohnungstür befestigt: Bin Laden...

Rom Nach zahlreichen Protesten vor allem von führenden Unternehmen der Touristikbranche hat das italienische Parlament das Rauchverbot in Lokalen ein wenig gelockert. In Bars und Cafes darf nun wieder geraucht werden. Bedingung: Die Raucher verzichten für die Dauer des Aufenthalts aufs Ausatmen...

Stell dir vor, es ist Bürgerentscheid und keiner geht hin

So geschehen neulich in Heidelberg.

Eine ganze Reihe städtischer Wohnungen in einem als "sozialer Brennpunkt" geltenden Viertel sollte an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft werden. Unabhängig davon, ob die Wohnungen nun zu Tode saniert und abgerissen oder nur kräftig gepimpt werden sollten - Fakt ist, der billige Wohnraum wäre über kurz oder lang einer saftigen, für einkommensschwache Menschen nicht mehr zu finanzierenden Miete gewichen.

Es war kein Wunder, dass hierüber kräftiger Unmut entstand. Heidelberg sieht sich immer noch gerne als weltoffen, multikulti, intellektuell und politisch aktiv. So gesehen war es ebenfalls kein Wunder, dass der Ruf nach einem Bürgerentscheid laut wurde, der über das Schicksal der Wohnungen entscheiden sollte. Irgendwie auch kein Wunder war, dass die schwer um Stimmen kämpfende politische Führungsebene in Heidelberg letztlich nicht einmal ungern diese thematisch brisante Entscheidung in die Händer der Bürger zurückgab, die sich ja augenscheinlich darum rissen, ihr politisches Mitbestimmungsrecht wahr zu nehmen.

Aber, wie so oft griff auch hier der Grundsatz, dass Hunde, die bellen, selten beißen. Vielleicht war das Wetter zu schön am Wahlsonntag, vieleicht gabs irgendwo Freibier, vielleicht lag ein Großteil der Heidelberger Bevölkerung mit grimmem Bauchweh zu Bett - es wurde jedenfalls nichts mit dem Bürgerentscheid. Gerade einmal 22,4 % der wahlberechtigten Bürger fanden den Weg ins Wahllokal. Nötig gewesen wären 25 %... Die Entscheidungsbefugnis geht somit wieder an den Stadtrat zurück.

Was für Lehren hieraus zu ziehen sind, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die, dass das Instrument des Bürgerentscheids nicht grundsätzlich seine Berechtigung habe. Auch nicht unbedingt die, dass die Deutschen zu blöd für die Demokratie seien. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten eigentlich ganz gerne regiert werden - egal von wem, solange sie dagegen meckern dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. So hat vielleicht tatsächlich jedes Volk die Regierung, die es verdient...

 

(zum Nachlesen: http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1178987_pcontent_l1/content.html )

 

 

Fünf einfache Tipps, jede Beziehung zu ruinieren

Für SIE: Überfallen Sie ihn gleich bei seiner Heimkehr mit einem Bericht darüber, was sich seine Mutter / die Kinder / die Kassiererin wieder geleistet haben. Bittet er zunächst um eine Verschnaufpause, verfallen Sie in beleidigtes Schweigen, weil er "ja sowieso nie Zeit" für Sie hat.
Für IHN: Begrüßen Sie bei der Heimkehr ausgiebig den Hund, küssen Sie ihre Frau abwesend auf den Mundwinkel, heben Sie dann demonstrativ einen herumliegenden Hausschuh auf und fragen vorwurfsvoll:"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Für SIE: Fragen Sie ihn möglichst häufig, was er gerade denkt und ob er Sie noch liebt. Ziehen Sie die Wahrhaftigkeit seiner Antwort anschließend grundsätzlich in Zweifel. Gut sind auch Fragen wie:"Bin ich dir auch wirklich nicht zu dick?" oder "War es mit deiner Ex besser?".
Für IHN: Antworten Sie möglichst einsilbig auf alle Fragen Ihren Tagesablauf betreffend. Lässt sich ein vollständiger Satz nicht vermeiden, verwenden Sie nur:"Davon verstehst du sowieso nichts." Sollte Ihre Frau ihre Bemühungen ein Gespräch in Gang zu bringen, nicht aufgeben, stellen Sie den Fernseher lauter.

Für SIE: Nehmen Sie hemmungslos zu. Versteigern Sie Ihre Dessous meistbietend bei e-bay und schaffen Sie sich vom Erlös ein paar praktische Garnituren aus kochfester Baumwolle an. Außerdem eine sogenannte Karottenjeans und formlose T-Shirts. Spätestens zum dreißigsten Geburtstag trennen Sie sich von Ihrer Wallemähne zu Gunsten einer halblangen Einheitsdauerwelle in Straßenköterblond mit Strähnchen.
Für IHN: Pflegen Sie Ihren Bauch. Sie haben ihn schließlich bezahlt. Weisen Sie Ihre Frau darauf hin, dass sie auch nicht gerade aussieht wie Miss Germany. Tragen Sie Feinripp-Unterhemden und braune Cordjeans. Ihrem Rasierer gönnen Sie ausgiebige Pausen. Denken Sie daran, dass zu häufiger Einsatz von Duschgel und Deo die Haut schädigt.

Für SIE: Zupfen Sie in der Öffentlichkeit ständig an Frisur und Kleidung Ihres Mannes herum. Nennen Sie ihn in Gegenwart anderer "Hasilein" und "Schnuckelchen". Erinnern Sie ihn bei Einladungen fürsorglich daran, dass er von Schafskäse Blähungen bekommt. Und vor allem: Nehmen Sie ihm vor den Augen der Kollegen den zweiten Drink aus der Hand, weil "Karl-Heinz nicht soviel verträgt."
Für IHN: Nutzen Sie die Fehler und Schwächen Ihrer Frau, um darüber vor Ihren Gästen Witzchen zu machen. Rollen Sie bei Gesprächsbeiträgen Ihrer Frau demonstrativ mit den Augen und lächeln Sie gequält. Fragen Sie ihren Chef, ob sie im Büro auch so viel Unsinn redet. Loben Sie das Outfit ihrer Lieblingsfeindin und fordern Sie Ihre Frau auf, sich daran mal ein Beispiel zu nehmen. Scheuen Sie sich nicht, die Arbeit Ihrer Frau ins Lächerliche zu ziehen, um selber besser dazustehen.

Für SIE: Weisen Sie jeden Versuch Ihres Mannes, zärtlich zu werden, kategorisch ab. Erinnern Sie ihn daran, dass die Kinder noch wach sind / die Wäsche noch nicht aufgehängt / die Lohnsteuer noch nicht gemacht wurde. Bezichtigen Sie ihn des Wüstlingtums oder der Notgeilheit. Geht es gar nicht anders, lassen Sie ihn mit den Worten: "Also schön, damit du Ruhe gibst" machen.
Für IHN: Gehen Sie auf Einwände Ihrer Frau bezüglich der Art, des Orts oder der Zeit des Zusammenseins großzügig hinweg. Wozu sind Sie schließlich verheiratet? Drehen Sie sich nach vollbrachtem Werk möglichst schnell herum und schlafen Sie, um einem Gespräch zu entgehen. Sollte sich ihre Frau beklagen, zu kurz gekommen zu sein, bezichtigen Sie sie der Frigidität. Alle ihre Vorgängerinnen waren schließlich zufrieden. Sollten Sie selbst zu kurz gekommen sein, geben Sie ihr ruhig die Schuld. So, wie sie aussieht...

Bei konsequenter Beherzigung dieser Verhaltensregeln dürfte einem baldigen Scheitern der Beziehung nichts mehr im Wege stehen!

Verpackungsdesign oder Nichtsign

Verpackungen müssen sein. Das ist eine einfache Wahrheit, darüber muss man nicht erst nachdenken, wenn man versucht, eine Portion Hering in Tomatensoße in der hohlen Hand zu transportieren. Daraus aber zu schlussfolgern, über Verpackungen müsse man gar nicht nachdenken, ist krank. Vorzugsweise an sich kreative, jüngere Menschen, die u. a. ein paar Vorlesungen in Psychologie besucht haben, werden von dieser Krankheit befallen. Sie nennen sich Verpackungsdesigner und leiten für sich daraus das Recht ab, andere Menschen zu quälen, zu lügen und zu betrügen.

Das fängt schon an bei den Bildern auf Verpackungen, - bleiben wir bei der eingangs erwähnten Portion Hering in Tomate - die einen Inhalt suggerieren, der so nicht gegeben ist. Deshalb steht auf den Verpackungen mit Essbarem in Frankreich auch wahrheitsgemäß "Suggestion" - bei uns heißt das "Serviervorschlag" und ignoriert völlig, dass der Inhalt im Leben nicht in der suggerierten Serviervorschlagsform aus der Dose zu kriegen ist. Vergleichsweise harmlos ist auch der Aufdruck auf Hundefutter, der "Besonders leckere Brocken" bewirbt. Man fragt sich zwar gelegentlich, wie ein Mensch befinden kann, was für einen Hund lecker ist, aber nun ja...

Auch relativ ehrlich die Aussage: "Wir haben die Verpackung für Sie verbessert". Das bedeutet zwar meist, dass ich im besten Fall gar keine Verbesserung wahrnehme (im schlechtesten laufe ich blind am Gesuchten vorbei, weil ich die "verbesserte Verpackung" nicht als mein Produkt erkenne.) Aber wenigstens hat man sich die Mühe gemacht zu erklären, warum das Produkt 10 Cent mehr kostet als vorher, obwohl weniger drin ist.

Erheblich impertinenter ist da die fast schon als Warnung zu verstehende Aussage: "NEU! Jetzt noch leichter zu öffnen!" Im Ernst, wann wäre die Verpackung jemals leicht zu öffnen gewesen? Und wenn ich Pech habe, behält die Aufschrift Recht und die Verpackung ist derart leicht zu öffnen, dass bei dem in diesem Fall völlig überdimensionierten Kraftaufwand meinerseits mir der halbe Inhalt zur Begrüßung ins Gesicht springt!

Der Gipfel der Demütigung aber besteht in einer netten Anmerkung auf Waschmittelkonzentrat-Nachfüllpackungen und lautet sinngemäß etwa so:

Liebe Kundin, du weißt ja, dass diese netten kleinen Dosierlöffelchen aus Plastik gemacht werden und Plastik aus Erdöl. Und weil Erdöl nun so schweineteuer ist und wir alle sparen und das Ozonloch flicken müssen, liegt nun nicht mehr jeder Packung Waschpulver so ein kleines nettes Dosierlöffelchen bei. Am Besten, du benutzt dein altes weiter. - Das hast du nicht mehr!? Sch...ade. Nun ja. Seis drum. Wir sagten ja nicht, dass es überhaupt keine kleinen Löffelchen mehr gibt. Vielleicht ist ja gerade in Deiner Packung, liebe Kundin, so ein nettes kleines Löffelchen? Das wäre dann natürlich ganz unten im Pulver, gell? Soviel können wir schon verraten. Es ist uns nämlich eigentlich streng verboten, den kleinsten Hinweis zu geben, in welchen Packungen nun so ein kleines Löffelchen ist und in welchen nicht. Sicher aber hast du deinen Spaß daran, mit deinen zarten Fingern im Waschpulver rumzuwühlen. Hat doch was von Schatzsuche und kribbelt so schön an der Nagelhaut. Ein kleines bisschen Pulver, so für zwei bis fünf Waschladungen, wird natürlich den Badezmmerboden versauen, aber wir haben ja extra 12,5 % mehr Inhalt reingetan. Und was sind schon verätzte Nagelhäute und ein versauter Badezimmerboden gegen ein kleines bisschen Schatzsucher-Feeling und ein geflicktes Ozonloch?

Ach, flickt euch doch, ihr Ozonlöcher.