Herzlichen Glückwunsch an den Admin!!

by fuechsje 31. August 2008 11:54

 

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Nachrichtenüberdruss

by Fenrir 22. August 2008 11:09

Es gibt Tage, da blättert man entspannt durch sein Internet und liest auf einer der üblichen Nachrichtenseiten (stern.de) fast nur Überschriften, die einem die Freude am Tag nehmen.

Es fängt an mit der üblichen Betroffenheitsmeldung, dass eine deutsche Famillie neben über hundert anderen Menschen in Spanien ums Leben gekommen ist, weil vermutlich auf Teufel komm raus gespart wurde. Nun weiß ich zwar nicht was diese Menschen so viel wichtiger macht als die vielen anderen Toten, oder warum dies interessanter ist, als die Versäumnisse der Fluglinie, aber seis drum.

Dann eine Umfrage wegen der Bildungspolitik. *Seufz* Was nützt es wenn man ohnehin mutmaßlich schwach gebildete Online-Leser (man weiß, dass vorrangig jüngere Menschen online-news lesen) dazu befragt, was falsch läuft in der Bildungspolitik? Die Antwort ist doch ganz einfach: Der dicke Oggersheimer hatte gemeint, dass Bildung kein Geld kosten darf und danach ging es steil bergab. Unsere derzeitige Regierung wird von seinem Mündel angeführt, da wird man wohl kaum mit einer Besserung rechnen dürfen - dazu müsste man ja Fehler zugeben... könnte man endlos fortsetzen.

Dass ein Kremlkritiker weiter im Knast bleibt ist da noch eine der harmloseren Nachrichten. Man weiß ja eh nicht, ob das der einzige Grund für seine Inhaftierung war.

Es mehren sich die Zweifler, dass die chinesischen Turnerinnen überhaupt das nötige Mindestalter von 16 Jahren haben. Nur weil die winzig sind, kaum 35 kilo wiegen und in älteren Dokumenten ein anderes Geburtsdatum stand als in den im Februar ausgestellten. Mal ganz ehrlich: Vom Urgedanken ausgehend ist die Olympiade doch ein Witz. Keiner glaubt mehr, dass Sport gesund ist. Man kann bei keinem Sieger mehr sicher sein, ob der Sieg durch Leistung oder Chemie erreicht worden ist. Wo ist denn da der Reiz? Die Sportler sind für tausend Interessen da, aber nicht mehr für das faire Kräftemessen, das ihr eigentliches Ziel sein sollte. Das ganze als Staatsauftrag zu betreiben um das Prestige zu erhöhen funktioniert somit zum Glück auch nicht mehr, aber das chinesische Regime ist ja bekanntlich nicht das schnellste wenn es um neue Entwicklungen geht. Eine zynische Form der Genugtuung.

Justizministerin Zypries, die mit Wolfgang Schäuble den fiesesten Datenkraken in ihren eigenen Reihen hat, die selbst allenfalls ein grenzwertiges Verständnis für demokratische Grundrechte hat, will den "Datendieben" an den Kragen. Tolle Idee Frau Zypries. Mein Vorschlag: Weniger Publicity-Gelaber - mehr Umsetzung, und da Sie es selber eh nicht wissen, fragen Sie doch endlich mal VORHER das Verfassungsgericht ob das was sie da vorhaben wenigstens halbwegs verfassungskonform ist. Schlimm genug, dass man Ihnen das sagen muss. Bei Ihrem Kollegen Schäuble ist vermutlich eh nix mehr zu retten.

Im gleichen Atemzug gelangen behördlich verschlampte Daten aus einem rheinlandpfälzischen Knast an die Öffentlichkeit, mich schockiert nur noch, dass sowas nur im Zuge anderer Schlampereien an die Öffentlichkeit kommt.

Die T-Com macht tatsächlich das was jeder vorhergesagt hat: Sie streicht Stellen und verschiebt Mitarbeiter in Billiglohn-Gesellschaften. Nur weiter so, den schwindenden Kundenzahlen begegnet man bestimmt am Besten durch miese Öffentlichkeitsarbeit und Senkung des Serviceniveaus.

Und dann natürlich Biosprit. Eine schwachsinnige Idee soll mit Subventionen, die ohnehin das Übel der modernen Wirtschaft sind, am Leben erhalten werden, NACHDEM die Fehler im Plan bereits für jeden erkenntlich zu Tage getreten sind. Intensive Landwirtschaft mit hohem Chemieeinsatz, miserable Kosten-Nutzenrechnung, keine echte CO2-Ersparnis und kürzere Lebenswerwartung der Motoren sind da nur die Spitze des Eisbergs. Steigende Lebensmittelpreise kommen auch bei denen nicht gut an, die ohnehin kein Interesse an ökologischem Verhalten haben. Der widerwärtige Populismus mit dem diese Pseudomaßnahme trotzdem beworben wird sprengt jede Dimension. Selbst wenn man es sich noch leisten kann: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich.....

Und trotzdem hoffe ich, dass morgen bessere Nachrichten kommen - schon seltsam.

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world wide Wahnsinn

Filmkritik: The dark knight

by Fenrir 20. August 2008 23:12

Heute Abend habe ich im Kino "The dark Knight" gesehen und möchte meine Ansicht dazu zum Besten geben.

The dark knight ist der Nachfolger von Batman begins, einer neuen Serie von Batmanverfilmungen, die deutlich weniger comicartig sind und sich durch eine eher düstere Stimmung auszeichnen. Mit Christian Bale wurde für die Hauptrolle ein hochkarätiger Schauspieler verpflichtet, der der Figur des Batman/Bruce Wayne neues Leben einhaucht. Auch für die weiteren Haupt- und Nebenrollen wurde äußerst nahmhaftes Personal gefunden wie Michael Caine (Alfred), Morgan Freeman (Lucius Fox), Aaron Eckhart (Harvey Dent), Gary Oldman (Chief Gordon) und natürlich Heath Ledger in seiner vorletzten Rolle als Joker.

Um es kurz zu machen: Der Film ist sicher einer der besten, wenn nicht sogar der Beste den ich je gesehen habe. Schauspieler, Drehbuch, Musik und Regie sind schlicht phänomenal. Jeder Charakter, der bereits im Vorgänger vorhanden war wird deutlich weiterentwickelt, alle Figuren sind vielschichtig und niemals langweilig. Die Geschichte bleibt nie stehen sondern wird ständig vorangetrieben. Die Bilder sind eindrucksvoll und die Kameraeinstellungen durchdacht. Es gilt ja als Hollywoods schlechtest gehütetes Geheimnis, dass Heath Ledger posthum den Oscar für die beste Nebenrolle erhalten wird, wozu ich nur sagen kann, dass alles andere auch eine gewaltige Fehlentscheidung wäre. Seine Darstellung des Jokers ist der neue Maßstab, an dem sich jeder zukünftige Comicbösewicht messen muss. Ein finsterer Joker, der das Chaos ehrlich liebt und auf diese Art mehr Schrecken im Zuschauer erzeugt, als man es überhaupt für möglich halten sollte.

Dennoch gibt es auch humorvolle Momente, die nicht ausschließlich dem Lösen der Spannung dienen, sondern ebenfalls der Charakterentwicklung. So wird beispielsweise das Verhältnis zwischen Bruce Wayne und Alfred auf diese Art deutlicher beleuchtet in welchem sich das einzig verbliebene Familienleben des Helden findet - sein Hort der Ruhe.

Alles in allem kann ich den Film jedem nur wärmstens ans Herz legen und die DVD ist schon fest vorgemerkt.

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Morgans Late Night News

by Morgan 3. August 2008 01:08

Wiesbaden Um die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben sich gestern Vorstandsmitglieder der Ersatzkassen auf ein neues Behandlungskonzept im Bereich der ambulanten minimal-invasiven Therapie geeinigt. Das Konzept, das zunächst nur als Modellversuch in einigen Bundesländern eingeführt wird, sieht vor, dass Ärzte zwar weiterhin Anästhesie und Operation vornehmen, der Patient aber die Nachsorge sowie den Verbandwechsel selbst übernimmt und erhält den Namen "Cut and go".

Berlin Die Unionsparteien sind zwar nach wie vor gegen die Einführung eines Mindestlohns, möchten "sittenwidrige Löhne" aber dennoch verbieten. Arbeitgeberverbände laufen hiergegen bereits Sturm: "Wenn sittenwidrige Löhne verboten werden, müssen sich einige unserer Vorstandschefs ernsthaft Sorgen um ihre Bezüge machen", so ein Sprecher.

Frankfurt / Main Opfer einer tragischen Verwechslung wurde gestern Abend ein türkischer Geschäftsmann. Beamte eines SEK stürmten die Wohnung des Türken in Frankfurt-Höchst in dessen Abwesenheit, weil sie einen Top-Terroristen dort vermuteten. Der Mann hatte, um seine Abwesenheit kenntlich zu machen, ein Schild an seiner Wohnungstür befestigt: Bin Laden...

Rom Nach zahlreichen Protesten vor allem von führenden Unternehmen der Touristikbranche hat das italienische Parlament das Rauchverbot in Lokalen ein wenig gelockert. In Bars und Cafes darf nun wieder geraucht werden. Bedingung: Die Raucher verzichten für die Dauer des Aufenthalts aufs Ausatmen...

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Morgans Auf-, Ab- und Anreger

Stell dir vor, es ist Bürgerentscheid und keiner geht hin

by Morgan 17. Juli 2008 20:25

So geschehen neulich in Heidelberg.

Eine ganze Reihe städtischer Wohnungen in einem als "sozialer Brennpunkt" geltenden Viertel sollte an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft werden. Unabhängig davon, ob die Wohnungen nun zu Tode saniert und abgerissen oder nur kräftig gepimpt werden sollten - Fakt ist, der billige Wohnraum wäre über kurz oder lang einer saftigen, für einkommensschwache Menschen nicht mehr zu finanzierenden Miete gewichen.

Es war kein Wunder, dass hierüber kräftiger Unmut entstand. Heidelberg sieht sich immer noch gerne als weltoffen, multikulti, intellektuell und politisch aktiv. So gesehen war es ebenfalls kein Wunder, dass der Ruf nach einem Bürgerentscheid laut wurde, der über das Schicksal der Wohnungen entscheiden sollte. Irgendwie auch kein Wunder war, dass die schwer um Stimmen kämpfende politische Führungsebene in Heidelberg letztlich nicht einmal ungern diese thematisch brisante Entscheidung in die Händer der Bürger zurückgab, die sich ja augenscheinlich darum rissen, ihr politisches Mitbestimmungsrecht wahr zu nehmen.

Aber, wie so oft griff auch hier der Grundsatz, dass Hunde, die bellen, selten beißen. Vielleicht war das Wetter zu schön am Wahlsonntag, vieleicht gabs irgendwo Freibier, vielleicht lag ein Großteil der Heidelberger Bevölkerung mit grimmem Bauchweh zu Bett - es wurde jedenfalls nichts mit dem Bürgerentscheid. Gerade einmal 22,4 % der wahlberechtigten Bürger fanden den Weg ins Wahllokal. Nötig gewesen wären 25 %... Die Entscheidungsbefugnis geht somit wieder an den Stadtrat zurück.

Was für Lehren hieraus zu ziehen sind, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die, dass das Instrument des Bürgerentscheids nicht grundsätzlich seine Berechtigung habe. Auch nicht unbedingt die, dass die Deutschen zu blöd für die Demokratie seien. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten eigentlich ganz gerne regiert werden - egal von wem, solange sie dagegen meckern dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. So hat vielleicht tatsächlich jedes Volk die Regierung, die es verdient...

 

(zum Nachlesen: http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1178987_pcontent_l1/content.html )

 

 

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Fünf einfache Tipps, jede Beziehung zu ruinieren

by Morgan 15. Juli 2008 16:33
Für SIE: Überfallen Sie ihn gleich bei seiner Heimkehr mit einem Bericht darüber, was sich seine Mutter / die Kinder / die Kassiererin wieder geleistet haben. Bittet er zunächst um eine Verschnaufpause, verfallen Sie in beleidigtes Schweigen, weil er "ja sowieso nie Zeit" für Sie hat.
Für IHN: Begrüßen Sie bei der Heimkehr ausgiebig den Hund, küssen Sie ihre Frau abwesend auf den Mundwinkel, heben Sie dann demonstrativ einen herumliegenden Hausschuh auf und fragen vorwurfsvoll:"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Für SIE: Fragen Sie ihn möglichst häufig, was er gerade denkt und ob er Sie noch liebt. Ziehen Sie die Wahrhaftigkeit seiner Antwort anschließend grundsätzlich in Zweifel. Gut sind auch Fragen wie:"Bin ich dir auch wirklich nicht zu dick?" oder "War es mit deiner Ex besser?".
Für IHN: Antworten Sie möglichst einsilbig auf alle Fragen Ihren Tagesablauf betreffend. Lässt sich ein vollständiger Satz nicht vermeiden, verwenden Sie nur:"Davon verstehst du sowieso nichts." Sollte Ihre Frau ihre Bemühungen ein Gespräch in Gang zu bringen, nicht aufgeben, stellen Sie den Fernseher lauter.

Für SIE: Nehmen Sie hemmungslos zu. Versteigern Sie Ihre Dessous meistbietend bei e-bay und schaffen Sie sich vom Erlös ein paar praktische Garnituren aus kochfester Baumwolle an. Außerdem eine sogenannte Karottenjeans und formlose T-Shirts. Spätestens zum dreißigsten Geburtstag trennen Sie sich von Ihrer Wallemähne zu Gunsten einer halblangen Einheitsdauerwelle in Straßenköterblond mit Strähnchen.
Für IHN: Pflegen Sie Ihren Bauch. Sie haben ihn schließlich bezahlt. Weisen Sie Ihre Frau darauf hin, dass sie auch nicht gerade aussieht wie Miss Germany. Tragen Sie Feinripp-Unterhemden und braune Cordjeans. Ihrem Rasierer gönnen Sie ausgiebige Pausen. Denken Sie daran, dass zu häufiger Einsatz von Duschgel und Deo die Haut schädigt.

Für SIE: Zupfen Sie in der Öffentlichkeit ständig an Frisur und Kleidung Ihres Mannes herum. Nennen Sie ihn in Gegenwart anderer "Hasilein" und "Schnuckelchen". Erinnern Sie ihn bei Einladungen fürsorglich daran, dass er von Schafskäse Blähungen bekommt. Und vor allem: Nehmen Sie ihm vor den Augen der Kollegen den zweiten Drink aus der Hand, weil "Karl-Heinz nicht soviel verträgt."
Für IHN: Nutzen Sie die Fehler und Schwächen Ihrer Frau, um darüber vor Ihren Gästen Witzchen zu machen. Rollen Sie bei Gesprächsbeiträgen Ihrer Frau demonstrativ mit den Augen und lächeln Sie gequält. Fragen Sie ihren Chef, ob sie im Büro auch so viel Unsinn redet. Loben Sie das Outfit ihrer Lieblingsfeindin und fordern Sie Ihre Frau auf, sich daran mal ein Beispiel zu nehmen. Scheuen Sie sich nicht, die Arbeit Ihrer Frau ins Lächerliche zu ziehen, um selber besser dazustehen.

Für SIE: Weisen Sie jeden Versuch Ihres Mannes, zärtlich zu werden, kategorisch ab. Erinnern Sie ihn daran, dass die Kinder noch wach sind / die Wäsche noch nicht aufgehängt / die Lohnsteuer noch nicht gemacht wurde. Bezichtigen Sie ihn des Wüstlingtums oder der Notgeilheit. Geht es gar nicht anders, lassen Sie ihn mit den Worten: "Also schön, damit du Ruhe gibst" machen.
Für IHN: Gehen Sie auf Einwände Ihrer Frau bezüglich der Art, des Orts oder der Zeit des Zusammenseins großzügig hinweg. Wozu sind Sie schließlich verheiratet? Drehen Sie sich nach vollbrachtem Werk möglichst schnell herum und schlafen Sie, um einem Gespräch zu entgehen. Sollte sich ihre Frau beklagen, zu kurz gekommen zu sein, bezichtigen Sie sie der Frigidität. Alle ihre Vorgängerinnen waren schließlich zufrieden. Sollten Sie selbst zu kurz gekommen sein, geben Sie ihr ruhig die Schuld. So, wie sie aussieht...

Bei konsequenter Beherzigung dieser Verhaltensregeln dürfte einem baldigen Scheitern der Beziehung nichts mehr im Wege stehen!

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Mittelaltermarkt Lichtenburg 2008

by Fenrir 22. Juni 2008 18:10

In der Kleinserie "Eingerahmte Aussichten von Mittelaltermärkten", heute der Ausblick von einem Wachturm auf der Lichtenburg, wo an diesem Wochenende ein mittelprächtiger Markt stattfand, der als pro einige interessante Händler und nette Menschen im Lager, sowie die tolle Umgebung für sich verbuchen konnte. Negativ war leider der geringe Besuch, vermutlich wegen mangelnder Werbung und viele Tinnef-Händler.

 

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Verpackungsdesign oder Nichtsign

by Morgan 21. Juni 2008 22:45

Verpackungen müssen sein. Das ist eine einfache Wahrheit, darüber muss man nicht erst nachdenken, wenn man versucht, eine Portion Hering in Tomatensoße in der hohlen Hand zu transportieren. Daraus aber zu schlussfolgern, über Verpackungen müsse man gar nicht nachdenken, ist krank. Vorzugsweise an sich kreative, jüngere Menschen, die u. a. ein paar Vorlesungen in Psychologie besucht haben, werden von dieser Krankheit befallen. Sie nennen sich Verpackungsdesigner und leiten für sich daraus das Recht ab, andere Menschen zu quälen, zu lügen und zu betrügen.

Das fängt schon an bei den Bildern auf Verpackungen, - bleiben wir bei der eingangs erwähnten Portion Hering in Tomate - die einen Inhalt suggerieren, der so nicht gegeben ist. Deshalb steht auf den Verpackungen mit Essbarem in Frankreich auch wahrheitsgemäß "Suggestion" - bei uns heißt das "Serviervorschlag" und ignoriert völlig, dass der Inhalt im Leben nicht in der suggerierten Serviervorschlagsform aus der Dose zu kriegen ist. Vergleichsweise harmlos ist auch der Aufdruck auf Hundefutter, der "Besonders leckere Brocken" bewirbt. Man fragt sich zwar gelegentlich, wie ein Mensch befinden kann, was für einen Hund lecker ist, aber nun ja...

Auch relativ ehrlich die Aussage: "Wir haben die Verpackung für Sie verbessert". Das bedeutet zwar meist, dass ich im besten Fall gar keine Verbesserung wahrnehme (im schlechtesten laufe ich blind am Gesuchten vorbei, weil ich die "verbesserte Verpackung" nicht als mein Produkt erkenne.) Aber wenigstens hat man sich die Mühe gemacht zu erklären, warum das Produkt 10 Cent mehr kostet als vorher, obwohl weniger drin ist.

Erheblich impertinenter ist da die fast schon als Warnung zu verstehende Aussage: "NEU! Jetzt noch leichter zu öffnen!" Im Ernst, wann wäre die Verpackung jemals leicht zu öffnen gewesen? Und wenn ich Pech habe, behält die Aufschrift Recht und die Verpackung ist derart leicht zu öffnen, dass bei dem in diesem Fall völlig überdimensionierten Kraftaufwand meinerseits mir der halbe Inhalt zur Begrüßung ins Gesicht springt!

Der Gipfel der Demütigung aber besteht in einer netten Anmerkung auf Waschmittelkonzentrat-Nachfüllpackungen und lautet sinngemäß etwa so:

Liebe Kundin, du weißt ja, dass diese netten kleinen Dosierlöffelchen aus Plastik gemacht werden und Plastik aus Erdöl. Und weil Erdöl nun so schweineteuer ist und wir alle sparen und das Ozonloch flicken müssen, liegt nun nicht mehr jeder Packung Waschpulver so ein kleines nettes Dosierlöffelchen bei. Am Besten, du benutzt dein altes weiter. - Das hast du nicht mehr!? Sch...ade. Nun ja. Seis drum. Wir sagten ja nicht, dass es überhaupt keine kleinen Löffelchen mehr gibt. Vielleicht ist ja gerade in Deiner Packung, liebe Kundin, so ein nettes kleines Löffelchen? Das wäre dann natürlich ganz unten im Pulver, gell? Soviel können wir schon verraten. Es ist uns nämlich eigentlich streng verboten, den kleinsten Hinweis zu geben, in welchen Packungen nun so ein kleines Löffelchen ist und in welchen nicht. Sicher aber hast du deinen Spaß daran, mit deinen zarten Fingern im Waschpulver rumzuwühlen. Hat doch was von Schatzsuche und kribbelt so schön an der Nagelhaut. Ein kleines bisschen Pulver, so für zwei bis fünf Waschladungen, wird natürlich den Badezmmerboden versauen, aber wir haben ja extra 12,5 % mehr Inhalt reingetan. Und was sind schon verätzte Nagelhäute und ein versauter Badezimmerboden gegen ein kleines bisschen Schatzsucher-Feeling und ein geflicktes Ozonloch?

Ach, flickt euch doch, ihr Ozonlöcher.

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Vollmacht - Formular für Kinderreisebegleitung

by Fenrir 18. Juni 2008 13:51

Ich bin zweifellos kein Jurist, aber da anscheinend viele das Problem haben, dass sie ihre Kinder mit Personen in Urlaub schicken wollen, die nicht erziehungsberechtigt sind (Onkel, Tante, Großeltern usw.) habe ich aus den zu findenden Informationen mal ein Formular erstellt welches die entsprechende Vollmacht erteilt.

Man sollte das ganze auf dem Amt beglaubigen lassen (kostet ca. 2 - 3 Euro) danach ist eigentlich alles geregelt. Das hier im OpenOffice oder im Word .doc Format angebotene Formular wurde in dieser Form von den Beamten gelobt, weshalb ich erwarte, dass es auch anderen dienlich sein könnte.

vollmacht.odt (12,76 kb) (Open Office Version)

vollmacht.doc (12,50 kb) (Word Version)

Wem es geholfen hat, der kann ja einen kurzen Kommentar hinterlassen, auch bezüglich eventueller Änderungswünsche.

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Bohnen mit Speck nach Western Art

by Fenrir 9. Juni 2008 14:52

Was soll ich sagen: Ich stehe auf die Bud Spencer/Terence Hill Filme. Und auch in der tausendsten Wiederholung kann ich mich immer noch über Vier Fäuste für ein Halleluja kaputtlachen.
Ich bin halt leicht zu erheitern.
Aber diese Szene zu Anfang wo den Banditen die Bohnen geklaut werden hat mich experimentieren lassen.
Also nahm ich meinen kleinen Grill und eine große Eisenpfanne und probierte Bohnen mit Speck auf offener Flamme aus.
Ich goß etwas Olivenöl in die Pfanne und stellte diese auf den Grill.
Dann kippte ich reichlich Speckwürfel in die noch kalte Pfanne und wartete bis ich langsam was brutzeln hörte.
Ich rührte fleißig, um den Speck auszulassen und langsam zu rösten.
Kurz bevor ich die gewünschte Krossheit erreicht hatte fügte ich grob gewürfelte Zwiebeln und Knoblauchscheiben hinzu, die ich leicht anschwitzte.
Dann fügte ich Kidneybohnen und große, weiße Bohnen hinzu.
Letztere schwammen bereits in einer Tomatensoße wodurch ausreichend Flüssigkeit hinzukam.
Was dann während des nun folgenden Köchelns verschwand wurde immer wieder mit Weizenbier aufgefüllt, welches ich zufällig grad zur Hand hatte.
Nach Gefühl / Geschmack ergänzte ich Salz/Pfeffer/Chili und wartete ansonsten einfach nur ab bis ich den Eindruck hatte, dass die Stärke aus den Bohnen die zugefügte Flüssigkeit ordentlich angedickt hatte.
Wichtig erscheint mir den Biernachschub während des Wartens sicherzustellen.
Zum Schluss sah das Ganze so aus:

 



Dazu empfehle ich kühles Bier.

PS: Das ganze war wirklich sehr lecker, es sättigt aber auch ziemlich.

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